Seite 7: Fazit und Empfehlungen

Auch wenn die Hardware in den letzten Jahren immer mehr auf Energieeffizienz getrimmt wurde, ist nicht gleich jedes Notebook mit einer GeForce GTX 960M spieletauglich und kommt zugleich über einen längeren Zeitraum ohne Steckdose aus. Ein großer Energiefresser ist und bleibt das Display, denn vor allem die Modelle mit 17,3-Zoll- oder auch 15,6-Zoll-Display halten meist nur wenige Stunden im Office-Betrieb durch, lassen sich aber ohnehin eher weniger schnell mal in Tasche stecken und mitnehmen. Je nach Modell sind Laufzeiten von etwa 3 bis fast 7 Stunden im normalen Windows-Betrieb möglich. Unter Last schrumpft die Lautstärke auf nur noch knapp eine bis etwas mehr als zwei Stunden.

Zum Spielen älterer und nicht ganz so fordernder Titel aber eignen sich alle Modelle dank der zusätzlichen NVIDIA GeForce GTX 960M bzw. 860M. Sie liefert in Full HD in unseren Benchmarks fast durchgehend hohe Frameraten bei maximaler Bildqualität. Einzig Metro 2033 läuft etwas langsamer über die Displays. Hat man ein Gerät mit hochauflösendem 4K-Display, ist an Spielen in der nativen Auflösung allerdings nicht mehr zu denken, hier ist die Leistung einfach zu gering. Bei 4K-Inhalten tun sich aber auch aktuelle High-End-Grafikkarten aus dem Desktop-Segment mit allen Details und hinzugeschaltetem AA/AF-Modi schwer.

Dank der flotten SSD arbeiten alle Geräte im Alltag angenehm flott. Das Betriebssystem ist schnell geladen und Programme starten ohne Verzögerung. Wer aber spielen möchte, der sollte darauf achten, dass auch eine zusätzliche HDD als Datengrab genutzt werden kann, andernfalls gerät man mit einer SSD von 120 bis 256 GB schnell an die Kapazitätsgrenze.

Die portable Zocker-Maschine

Besonders hervorheben wollen wir an dieser Stelle zwei Geräte. Zum einen das Alienware 13. Dieses ist mit seinem 13,3-Zoll-Display relativ kompakt und lässt sich damit auch schnell mal mit auf Reisen nehmen. Highlight für Spieler dürfte sicherlich der optional erhältliche Graphics Amplifier sein, worüber sich am heimischen Zockerschreibtisch eine potente Desktop-Grafikkarte ala GeForce GTX 980 Ti oder Radeon R9 390X anschließen und so die Spieleleistung weiter verbessern lässt. Hier muss man allerdings weitere 300 Euro zuzüglich einer PCI-Express-Grafikkarte einkalkulieren, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Wie sich der Grafikverstärker schlägt und welche Leistungssteigerungen zu erwarten sind, klären wir in den nächsten Tagen in einem eigenen Artikel.

Dank des "Broadwell"-Prozessors sind lange Laufzeiten möglich und im Leerlauf arbeitet das Gerät teilweise sogar lautlos, zumindest werden die Lüfter bis zum Erreichen einer bestimmten Temperatur bei GPU und CPU komplett abgestellt. Mit einem Preis von 1.399 Euro für unsere Konfiguration bewegt sich das Gerät in den unteren Preisregionen des Testfeldes.

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Das Alienware 13

Der schicke Dauerläufer

Wer hingegen ein schickes Gerät dieser Leistungsklasse mit vergleichsweise langer Laufzeit sucht, dem liegen wir das ASUS ZenBook Pro UX501 ans Herz. Leistungsmäßig braucht sich das Gerät nicht vor dem Dell Alienware 13 zu verstecken, wenngleich nicht in der nativen Auflösung gespielt werden sollte, schließlich setzt unsere Teststellung auf ein hochauflösendes 4K-Display mit einer gestochen scharfen Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Dieses ist allerdings ungleichmäßig beleuchtet und bringt zumindest in Verbindung mit Windows 8.1 Skalierungs-Probleme mit sich. Mit Windows 10 soll dies besser werden – ein kostenloses Upgrade darauf erhalten Käufer im ersten Jahr aber natürlich obendrauf.

Während die meisten Geräte auf Kunststoff setzen, setzt ASUS auf gebürstetes Aluminium und verleiht dem Gerät damit einen hochwertigen Eindruck sowie eine schicke Optik. Dafür ist das Gerät mit 15,6 Zoll eine Klasse größer und entsprechend schwerer, hat aber auch eine sehr gute Tastatur sowie eines der besten Touchpads. Sogar ein Thunderbolt-Anschluss ist mit von der Partie. Preislich muss man dafür aber noch einmal etwa 200 Euro drauflegen. 

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Das ASUS UX501