Seite 7: Die neue AirPort Extreme

Um das schnellere WLAN beim MacBook Air mit 802.11ac testen zu können, stellte uns Apple auch noch die passende AirPort Extreme zur Verfügung.

Diese ist ab sofort für 199 Euro direkt bei Apple erhältlich. Wer direkt eine Time Capsule zum schnellen Backup verwenden möchte, muss für 2 TB schon 299 Euro und für 3 TB 399 Euro auf den Tisch legen. Interessanterweise bietet die AirPort Extreme im Inneren bereits den Platz für eine 3,5"-Festplatte, lässt aber sämtliche Anschlusskabel missen.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Die neue AirPort Extreme misst an der Stirnfläche bzw. der Standfläche die üblichen 9,8 cm des AppleTV oder der AirPort Express. Allerdings ist aus einem flachen Access Point eine Art Turm mit einer Höhe von 16,8 cm geworden. Dies dürfte vor allem der Anordnung der Antennen geschuldet sein. In der Time Capsule ist so natürlich auch ausreichend Platz für die Festplatte.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Am grundsätzlichen Design hat sich aber wenig getan. Apple bleibt dem weißen Plastik treu, der schnell jedes Staubkorn erkennen lässt.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Eine einzige LED an der Front gibt dem Nutzer Auskunft über den Betriebszustand der AirPort Extreme. Eine grün leuchtende Diode zeigt den problemlosen Zustand an, während eine orange LED auf Probleme hinweist.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Auf der Rückseite bietet die neue AirPort Extreme den Netzteil-Anschluss (das Netzteil ist integriert) den WAN-Port, 3x Gigabit Ethernet und einen USB-2.0-Anschluss, über den sich Drucker und externe Festplatten anschließen lassen.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Die Frischluft bezieht die neue AirPort Extreme über den Standfuß, der ringsum ein paar Öffnungen lässt.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

Über das AirPort-Dienstprogramm lässt sich die neue AirPort Extreme konfigurieren. In das heimische Netzwerk eingebunden ist sie mit einem einfachen Netzwerkkabel am WAN-Port. Natürlich aber ist es auch möglich einfach nur das bestehende WLAN zu erweitern. Ein Access Point mit 802.11ac sollte aber die richtige Anbindung in der Hinterhand haben, um das Potenzial bestmöglich auszunutzen.

Neue AirPort Extreme

Nach erfolgreicher Einrichtung finden sich AirPort Extreme und MacBook Air auf Anhieb. Per Alt-Klick auf das Netzwerk werden auch die dazugehörigen Details angezeigt. In unserem Fall stand die AirtPort Extreme in etwa 3 m Entfernung zum MacBook Air. Hier lag die Senderate bei 867 MBit/Sek.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

In ersten Tests haben wir eine 5-GB-Datei von einem per Gigabit Ethernet angebundenen Mac Pro auf das MacBook Air übertragen und dabei eine Übertragungsrate von 24,2 MB/Sek. erreicht.

AirPort Extreme
Neue AirPort Extreme

In umgekehrter Richtung erreichten wir kurzzeitig 28 MB/Sek. Mit dem geringen Abstand und ohne Mauer zwischen AirPort und MacBook Air hatten wir es hier natürlich mit Idealbedingungen zu tun. Dennoch waren die Werte etwas enttäuschend und nach kurzer Recherche stießen wir auf den Artikel zum MacBook Air von Anandtech, der die Problematik im Detail erläutert.

Offenbar kommen wir mit den von uns gemessen Werten nicht an das Limit von 802.11ac heran, weil Apples Protokolle für die Übertragung von Daten (AFP und SMB) die maximale Größe eines TCP-Datenblocks auf 64 kByte begrenzt. Per FTP und HTTP kann die Blockgröße auf bis zu 256 kByte ansteigen, was dann auch die Übertragungsrate erhöht. Im Alltag aber gehören AFP und SMB zum Datenaustausch zwischen Macs und PCs zum Standard und so lange Apple an diesen beiden Protokollen keine Änderung vornimmt, wird man sich auch mit 24 bzw. 28 MB/Sek. zufrieden geben müssen. Bisher hat sich Apple noch nicht zu diesem Thema geäußert. Vielleicht wird OS X 10.9 Mavericks hier bereits eine Verbesserung bringen können.