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Test: Toshiba Qosmio X870 - 3D-Gamer mit GTX 670M

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Seite 11: Fazit

 

Toshibas Qosmio X870-119 besitzt ein sehr hochwertiges Gehäuse, eine gefällige Optik, arbeitet ausgesprochen leise und kann auch noch ein 3D-Display in die Waagschale werfen. Um aber wirklich überzeugen zu können, ist der 17-Zöller für die gebotene Gaming-Performance schlicht ein wenig zu teuer.

Toshibas 2012 erneuerte Case-Generation kann auch im hippen Qosmio-Gewand mit roten Akzenten punkten. Freunden des dezenten Understatements wird das Qosmio 870 wohl zu auffällig sein, auch wenn unser Testmuster wesentlich dezenter daherkommt als die Ur-Qosmios mit Flammendesign.  Das Gehäuse ist erstklassig verarbeitet und fasst sich dank einer geprägten Alu-Oberfläche auch sehr angenehm an. Einzig das recht hohle Tippgeräusch bei einem etwas festeren Tastaturanschlag deutet darauf hin, dass die Materialstärke nicht allzu üppig ausfällt. Das Gewicht liegt mit 3,6 kg noch halbwegs im Rahmen für einen 17-Zoll-Gamer, dass das Qomsio X870 aber allzu mobil genutzt wird, ist dennoch nicht zu erwarten.

Anschlusstechnisch bietet das Qosmio alle relevanten Buchsen, inklusive vierer USB-3.0-Ports. Einzig die Aufteilung könnte noch optimiert werden, denn für einen gut sortierten Schreibtisch wäre es angenehm, wenn zudem einige Buchsen auf der Rückseite des Gehäuses positioniert worden wären – Platz dafür wäre eigentlich da gewesen.

Gut gefallen haben uns die Eingabegeräte. Die Tastatur besitzt trotz numerischen Zahlenblocks ein klassisches Layout, die gut dimensionierten Tasten einen angenehmen Druckpunkt. Noch dazu wird eine Hintergrundbeleuchtung geboten, was sich als sehr praktisch erweist. Einzig der Hub könnte für unseren Geschmack noch einen Tick größer sein. Das Touchpad leistet solide Arbeit, wird in den meisten Fällen aber vermutlich von einer dedizierten Maus ersetzt werden.

Die verbaute Hardware birgt keine großen Überraschungen, sondern orientiert sich am aktuellen Standard. Dass die Kombination aus Intel Core i7-3610QM und GeForce GTX 670M eine ansprechende Gaming-Leistung bietet, das hat dieses Duo nicht erst einmal bewiesen. Aktuelle Games können in der hohen nativen Auflösung und angezogenen Qualitätssettings gespielt werden. Allerdings hat NVIDIA seine aktuelle GPU-Generation erst vor kurzem upgedatet und bietet nun auch eine Kepler-Version der GTX 670M an. Gemessen am hohen Preis des Qosmio 870-119 hätten wir uns aber eine noch einmal stärkere Grafikeinheit gewünscht. Beim Storage-System gibt es das aktuell beliebte Duo, bestehend aus einer SSD (128 GB) als Systemlaufwerk und einer HDD (1000 GB), was sich als ansprechende Kombination aus Leistung und Speicherplatz beweist. Der Arbeitsspeicher ist mit 16 GB üppig dimensioniert und auch ein Blu-ray-Laufwerk darf in dieser Preisklasse natürlich nicht fehlen.

Das Display ist das eigentliche Highlight des Qosmio X870-119, denn es bietet dank der Unterstützung von 120 Hz NVIDIA 3D-Vision-Support – eine entsprechende kabellose Brille liegt Toshibas Gamer natürlich auch gleich bei. Damit aber nicht genug erweist sich das FullHD-Panel als angenehm leuchtstark und kontrastreich. Da verzeiht man Toshiba auch, dass eine Glare-Oberfläche genutzt wird.

Erfreulicherweise hat Toshiba darüber hinaus am guten Lüftungsdesign der Vorgänger-Modelle festgehalten. Das X870 wird weder warm noch sonderlich laut und Throtteling-Probleme sind auch nicht zu vermelden – was will man mehr?
Weniger gut kann sich das X870 im Bereich der Akkulaufzeit präsentieren. Der 17-Zöller zeigt sich weder im Idle noch im Load-Betrieb als sonderlich ausdauernd. Wirklich mobil wird das Gaming-Notebook aber vermutlich ohnehin nur selten genutzt werden. Aufgrund der 3D-Fähigkeit ist der Idle-Stromverbrauch generell etwas höher, denn Optimus kann bei einer 3D-Vision-Kompatibilität bauartbedingt nicht greifen.

Alles in allem ist das Toshiba Qosmio X870 ein gefälliger 3D-Gamer, der ohne große Schwächen daherkommt, für die gebotene Leistung in unseren Augen aber ein wenig zu teuer ist.

Positive Aspekte des Toshiba Qosmio X870-119:

  • gute Verarbeitung
  • 3D-fähig
  • gutes Display
  • gute Eingabegeräte
  • vergleichsweise leise

Negative Aspekte des Toshiba Qosmio X870-119:

  • hoher Preis
  • Gaming-Leistung könnte noch etwas höher sein

 

 

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Kommentare (5)

#1
customavatars/avatar64398_1.gif
Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3485
Hatte den Vorgänger und der war schon gut!
#2
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2189
Faszinierend. Hätte nicht gedacht, dass es Leute gibt, die sich mit 3D-Brille vor einen Laptop setzen, aber gut. Jedem das seine...
#3
customavatars/avatar64398_1.gif
Registriert seit: 21.05.2007
Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3485
Zitat Kommando;19738532
Faszinierend. Hätte nicht gedacht, dass es Leute gibt, die sich mit 3D-Brille vor einen Laptop setzen, aber gut. Jedem das seine...


Ich hab alles vom Fernseher bis Laptop. Brauche es beruflich.

Laptop = aktiv
Fernseher = Passiv
#4
Registriert seit: 30.03.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1254
Ist das mit den 80 Minuten im IDLE wirklich kein Messfehler oder so?

Kann es sein, dass das Gerät nicht wirklich in den Stromsparmodi geht?

Ansonsten: Endlich mal ein gut verarbeites Gerät in der Spieleklasse. Bei der Ausstattung hätten die aber wirklich mehr als nur Restbestände (Der Q3610 wurde durch den Q3630 abgelöst oder so + die erwähnte Grafikkarte...)....

Das schlimmste ist aber, dass Toshiba dem Gerät nur 12 Monate Garantie zumutet...

3 Jahre wären bei dem Preis wirklich nicht verkehrt!

Ich meine: Bei dem Preis kann man sich gleich jetzt ein Schenker mit "billigem" Gehäuse für 1000Euro kaufen und dann in 1.5 Jahren noch eins und kommt im Endeffekt besser weg...
#5
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Registriert seit: 07.10.2003
Franken
[online]-Redakteur
Beiträge: 9228
Nein, leider kein Messfehler. Wir haben hier einfach die Kombination aus einem vergleichsweise schwachen Akku mit 47 Wh und der 3D-Technik, die Optimus nicht zulässt.
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