Seite 1: Test: Hawkforce Luna P370 - AMD Radeon HD 7970M im Doppelpack

hawkforce luna teaser kleinDer noch junge deutsche Anbieter Hawkforce möchte mit seinem Luna P370-Gaming-Notebook maximale Frameraten bieten. Um das zu ermöglichen, kommen nicht weniger als ein CrossFire-Gespann und ein Refresh-Ivy-Bridge-Prozessor zum Einsatz. Für eine maximale Performance ist also gesorgt, ob das allerdings ausreicht, um eine runde Vorstellung abzuliefern, das ist eine andere Frage – die wir im Folgenden natürlich klären wollen.

Es gibt Momente, da können es schlichtweg nicht genügend Frames sein, die über den Bildschirm laufen. Für eben solche Situationen bieten sowohl NVIDIA als auch AMD die Möglichkeit ihre ohnehin schon schnellen (und leider auch teuren) Top-GPUs noch einmal zu einem SLI bzw. CrossFire-Verband zu kombinieren, getreu dem Motto „Vernunft: Nein danke! Spaß: Ja bitte!“. Mit Vernunft oder gar Wirtschaftlichkeit darf man an solch extreme Geräte nicht herangehen – und doch ist es eben dieser Aspekt, der unseren heutigen Testkandidaten so interessant macht.

Das Preisgefüge der High-End-GPUs ist nämlich erheblich. NVIDIA bietet mit der GeForce GTX 680M zwar die aktuell schnellste Mobile-GPU, die AMD Radeon HD 7970M bietet unseres Erachtens aktuell aber das wesentlich bessere Preis-Leistunsgverhältnis – bei unserem heutigen Testkandidaten schlägt ein GTX 680M-SLI-Gespann mit zusätzlichen 600 Euro zu Buche – ein Aufpreis, der durch etwas mehr als ein paar zusätzliche Frames gerechtfertigt werden muss.

Hawkforce reiht sich in die deutschen Built-to-Order-Hersteller ein, die auf Clevo-Barebones setzen, als bekannte Beispiele wären hier Schenker Notebooks, One oder Deviltech zu nennen. So ist es im Grunde genommen auch keine große Überraschung, dass wir das unserem Luna als Grundlage dienende Clevo P370 bereits im Test hatten. Als Schenker Notebooks XMG P722 (zum Test) konnte es als gänzlich extrem gestyltes Ultra-Notebook überzeugen. Das Interessante daran ist aber, dass unsere erste P370-Testkonfiguration mit einem GTX680M-SLI-Setup bestückt war, sodass wir im Laufe des Tests einige Rückschlüsse ziehen werden. Wie bei BTO-Anbietern üblich kann das 17-Zoll-Barebone Luna P370 in weiten Teilen frei konfiguriert werden, das gilt für CPU, Speicher und Laufwerksbestückung, bei der GPU hat man allerdings nur die Wahl zwischen einer Dual-GPU-Konfiguration von NVIDIA oder AMD.

Ein preislicher Vergleich zwischen unseren beiden P370-Modellen ist aber äußerst unfair, das sollte gleich hinzugefügt werden. Während wir unsere Konfiguration des P722 mit Schenker Notebooks als aktuelle Machbarkeitsstudie getreu dem Motto „Alles was geht“ abgesprochen haben, stellt das Luna P370 eine deutlich vernünftigere Herangehensweise an das Thema High-End-Gaming dar. Mit einem Preis von rund 2300 Euro ist aber auch das Luna klar im Bereich der sündhaft teuren Luxus-Güter einzustufen, es gibt aber nicht wenige High-End-Gamer mit Single-GPU, die in ähnlichen Preisregionen liegen oder gar teurer sind, beispielsweise das MSI GT70 (zum Test). Der Einstiegspreis unseres Barebones liegt übrigens bereits bei schon recht happigen 1669 Euro. Wem das P370-Barebone zusagt, aber keine zwei Top-GPUs benötigt, der kann sich bei der Konkurrenz umsehen, denn dort wird das P370 auch als GTX-670M-SLI-Version angeboten. Laut Hawkforce kann das P370 darüber hinaus auf Anfrage auch mit einer Single-GPU bezogen werden.

Auch ein Wimbledon-XT-CrossFire-Gespann hatten wir schon im Test, befeuert wurde ein Alienware M18x R2 (zum Test) – fairerweise muss aber auch hier gesagt werden, dass es sich um eine Maximalkonfiguration ohne jeglichen Blick auf den Preis handelte. Man darf also gespannt sein, wie sich das Hawkforce Luna P370 aufstellen kann.

Auf den kommenden Seite wollen wir das P370 auf Herz und Nieren unter die Lupe nehmen.