Seite 2: Das Gehäuse

 

Es ist nicht sonderlich überraschend, das Luna P370 ist ein waschechtes Desktop-Replacement-System – aber wer ein Notebook mit zwei der aktuell schnellsten Mobile-GPUs auf dem Schreibtisch stehen hat, der wird ohnehin kein zweites Setup bemühen wollen.

Hawkforce Luna P370

Understatement pur vermittelt Clevos P370-Barebone, zusätzlich verzichtet Hawkforce auf jegliches Branding, sodass wir das P370 in Reinform vor uns liegen haben. Der Deckel wird von einem Softtouch-Lack überzogen und ist entsprechen mattschwarz. Von den beiden Lüftungsöffnungen einmal abgesehen sind Eye-Catcher Fehlanzeige – uns stört das aber nicht, denn die Zeiten von mit Flammen verzierten Gaming-Notebooks sind schon länger vorbei.
Auch wenn Clevo in der letzten Zeit immer weiter zu den Branchengrößen aufschließen konnte, so wirken ASUS‘ G-Serie, aber auch das Alienware Portfolio im Detail noch einmal etwas raffinierter, eines kann dem P370 aber bescheinigt werden: Es wird auch in einigen Jahren noch zeitlos gut aussehen, weder modern noch unmodern.

Hawkforce Luna P370

Die schlichte Optik setzt sich auch dann fort, wenn der Deckel geöffnet wird. Schwarz dominiert das Geschehen, wohin man blickt. Für die Handballenauflage hat sich Clevo erneut für den Softtouch-Lack entschieden, den wir bereits beim Deckel gesehen haben. Das fühlt sich recht angenehm an, gerade an die extrem samtige Haptik der Alienware-Geräte kann das P370 aber bei weitem nicht heranreichen. Die Tastatur ist in einem schwarzen Metallrahmen, was den alles in allem sehr hochwertigen Eindruck weiter unterstreicht.

Hawkforce Luna P370

„Mobile“ Setups mit zwei Grafikkarten kommen in der Regel in riesigen 18-Zoll-Barebones daher, wie das M18x R2 (zum Test) wieder einmal bestätigt hat. Im direkten Vergleich wirkt das P370 da schon beinahe wieder klein – was rein subjektiv betrachtet natürlich nicht im Geringsten der Fall ist. Unser heutiger Testkandidat ist immerhin knapp 4 kg schwer und maximal rund 50 mm hoch, da überlegt man es sich zwei Mal, ob der dicke Barebone-Klopper wirklich mitgenommen werden soll. Anders herum ist es aber natürlich wesentlich bequemer ein einzelnes Gerät mit „nur“ 4 kg mit zur LAN-Party zu transportieren, als das gesamte Setup mit Tower, Monitor und Eingabegeräten.

Während das Design noch ein wenig altbacken, dafür aber zeitlos oder nett formuliert „klassisch“ wirkt, hat Clevo gerade im Bereich der Verarbeitungsqualität massive Fortschritte gemacht. Das P370 wirkt massiv, die Materialgüte liegt alles in allem auf einem hohen Niveau und kann, wie bereits erwähnt, einzig im Bereich der Haptik nicht mit der zugegebenermaßen noch einmal merklich teureren Konkurrenz nicht ganz mithalten.