Seite 11: Fazit

 

Das Hawkforce Luna P370 ist eine High-End-Gaming-Maschine für Enthusiasten – nicht mehr und auch nicht weniger. Dank der Nutzung von zwei Radeon HD 7970M werden aber nicht nur maximale Frameraten geboten, sondern der Geldbeutel sogar geschont – sofern das in diesen Regionen überhaupt noch möglich ist.

Clevo hat bei seinem neuen Barebone P370, auf dem das Luna P370 aufbaut, vieles richtig gemacht. Das Case besitzt ein klassisches Design, das zwar nicht ausgesprochen modern wirkt, aber ohne Frage das Zeugs zum Evergreen hat. Anders als viele Konkurrenz-Produkte kann man unseren Testkandidaten sicherlich auch noch in einigen Jahren gut anschauen. Die Materialwahl weiß zu gefallen, denn der Mix aus Soft-Touch-Lack (auch wenn Alienware hier noch immer die Referenz ist) und Edelstahl im Bereich des Deckels bzw. der Handballenauflage kann ohne Frage gefallen. Die Verarbeitungsqualität kann ebenso überzeugen. Klar ist aber, dass ein Gerät, das zwei der aktuell schnellsten GPUs aufnehmen kann, natürlich alles andere als klein und handlich ist. Mit einem Gewicht von knapp 4 kg und einem 17-Zoll-Gehäuse ist das P370 im Grunde genommen aber handlicher als viele Konkurrenten.

Die Anschlussausstattung kann überzeugen, es sind alle Schnittstellen in angemessener Zahl vorhanden. Schade ist es aber, dass Clevo auf der linken Gehäuse-Seite keinen USB-Anschluss integriert hat.

Die eingesetzte Tastatur gehört im Grunde genommen mit zum Besten, was es aktuell am Markt gibt. Die Tasten besitzen einen superben Druckpunkt, was nicht nur beim Gamen, sondern auch beim Verfassen von längeren Texten ein enormer Vorteil ist. Noch dazu integriert Clevo eine Hintergrundbeleuchtung, was ebenfalls eine feine Sache ist. Leider verbaut man sich mit dem teils wirren Tastaturlayout aber viel Sympathie. Der Umgewöhnungsprozess wird so nur unnötig in die Länge gezogen. Da auf dem Top-Case eigentlich genügend Platz gewesen wäre, eine unnötige Einschränkung. Das Touchpad weiß zu gefallen, könnte aber gerne noch einmal etwas bessere Gleiteigenschaften besitzen.

Über jeden Zweifel erhaben ist natürlich die Leistung. Die beiden Wimbledon-XT-GPUs pushen die Frameraten nahe ans Maximum und erlauben so auch bei höchsten Auflösungen und maximalen Qualitätseinstellungen ein flüssiges Spielerlebnis. Ein GTX 680-SLI-Setup ist zwar, von Battlefield einmal abgesehen, noch einmal einen Tick schneller. Gemessen am happigen Aufpreis von 600 Euro, erachten wir die Dual-AMD-Lösung aktuell als bessere Wahl. Beinahe schon unter geht der Prozessor, aber auch Intels Core i7-3740QM liefert eine erstklassige Leistung ab und bietet in allen Lebenslagen mehr als genügend Reserven. Weniger gut gefällt uns da die OCZ Nocti SSD, die als Systemlaufwerk verbaut wurde. Da gibt es aktuell schnellere Lösungen.

Eine erstklassige Leistung liefert das matte Standard-Panel ab. Es ist sehr hell und kontrastreich und bietet eine angenehme Farbdarstellung. Die Blickwinkel sind zwar TN-typisch nicht allzu groß, reichen aber für den normalen Einsatz mehr als aus.

Keine Abstriche müssen bei der Kühlung gemacht werden. Der 17-Zoll-Maxi erwärmt sich nicht über Gebühr und das Throtteling-Phänomen konnten wir in unseren Tests trotz theoretischer Maximallast nicht herbeiführen. Leider wird der 17-Zöller aber dennoch recht laut – das ist aber ein typisches Problem von Clevo-Barebones.

Abschließend ist es auch kein Wunder, dass der Stromverbrauch das Prädikat „Nicht-Grün“ verdient – damit muss bei einem solchen Setup aber immer gerechnet werden. Dank eines riesigen Akkus hält das P370 aber doch fernab der Steckdose durch.

Alles in allem ist das Hawkforce Luna P370 ein Extrem-Gamer, wie er im Buche steht und kann sich daher über einen Excellent-Hardware-Award freuen.

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Positive Aspekte des Hawkforce Luna P370:

  • Extreme Gaming-Leistung
  • Hohe Systemleistung
  • Sehr gute Tastatur
  • Gute Verarbeitung und Materialgüte
  • Helles und kontrastreiches Display

Negative Aspekte des Hawkforce Luna P370:

  • Hoher Stromverbrauch, kein automatisches Umschalten der GPUs
  • Tastaturlayout wirr
  • Sehr laut