Seite 1: Test: ASUS N76 - Multimedia-Könner mit Ivy Bridge

asus n76_teaserErst im Herbst stellte ASUS die 5er-Generation seiner Multimedia-Notebooks, also der N-Reihe vor. Nach einem kurzen Zwischenspiel der zurückhaltenden Geräte kommt nun passend zum Ivy-Bridge-Launch die 6te-Generation auf den Markt, die ein optisch völlig neues Gehäuse mit den alten Stärken, also einem matten Display und B&O IcePower verbinden soll. Wir unterziehen das ASUS N76 mit Intel Core i7-3610QM und GeForce GT 630M einen ausführlichen Test.

Im Notebook-Segment gibt es aktuell schier unendliche Kategorien und Subkategorien, eine davon: die Multimedia-Notebooks. Am besten sollten diese Geräte, die dank großer Displays zur Filmwiedergabe genutzt werden sollen und mithilfe ausgeklügelter Soundlösungen im Optimalfall auf dedizierte Soundlösungen verzichten können, als Desktop-Replacement-Geräte angesehen werden. Genutzt werden sollen solche Geräte aber nicht nur im heimischen Arbeitszimmer, sondern auch im Wohnzimmer – oder natürlich auch in der Studentenbude, die sozusagen die All-in-One-Lösung darstellt. Neben den reinen Leistungswerten muss also auch das Gehäuse überzeugen. Wer auf der Suche nach einem solchen Multimedia-Begleiter ist, der sollte von 15-Zöllern unseres Erachtens Abstand nehmen, denn gerade bei der Filmwiedergabe kommt es natürlich auf die Größe an.

Bereits jetzt als Klassiker im Multimedia-Segment kann die N-Serie von ASUS angesehen werden. Das Highlight stellt noch immer das in Kooperation mit dem B&O-Chefedesigner entwickelte NX90 dar. Wesentlich erschwinglicher sind aber die normalen N-Modelle. Seit der letzten Generation ist ASUS dazu übergegangen, dem ohnehin nach akustischen Vorgaben entwickelten Gehäuse einen dedizierten Subwoofer zur Seite zu stellen. Dem Tiefton-Klang tut das gut, das hat bereits unser Test der 5er-Version gezeigt. Mit großen dedizierten Soundlösungen kann ASUS‘ „Winz-Subwoofer“, wie er auch beim ASUS N76 genutzt wird, aber natürlich nicht mithalten.

ASUS N76

 

Aber nicht nur der Subwoofer wurde vom Vorgänger übernommen, auch die B&O IcePower-Lösung ist wieder mit an Bord. Das Paket besteht aus speziell auf das jeweilige Notebook abgestimmten Lautsprechern. Die Digitalendstufen wurden zudem auf die Lautsprecher optimiert, was für ein möglichst ausgewogenes Klangerlebnis sorgen soll. Aber nicht nur hardwareseitig greift IcePower ein, abgerundet wird das Paket von einer Softwarelösung, die in erster Linie aus einem Equalizer besteht und das Maximum aus den Komponenten des 17-Zöllers herauskitzelt. Klanglich spielt das N76 damit in der Oberklasse der Notebooks mit – einzig MSIs Dynaudio-Lösung könnte noch mithalten. Einen wirklichen Ersatz für das dedizierte Soundsystem stellt das aber nur für Anwender dar, die ihren PC bzw. ihr Notebook zur Hintergrundbeschallung nutzen.

Komponententechnisch ist das ASUS N76 im Test natürlich auch interessant, schließlich handelt es sich um eines der ersten Ivy-Bridge-Geräte, das wir im Test haben. In unserem Ivy-Bridge-Launch-Artikel (zum Test) haben wir gezeigt, dass die Leistung der neuen Intel-Generation nur rund 10 Prozent höher ist, die integrierte GPU in der Form der HD4000 aber wesentlich flotter zu Werke geht. Beim ASUS N76 kommt nun ein Intel Core i7-3610QM zum Einsatz, der das neue Mainstream-Modell im Quadcore-Segment wird. Für ein Multimedia-Gerät erscheint das beinahe etwas überdimensioniert, die Dual-Core-Prozessoren im 22-nm-Segment fehlen allerdings noch. Als GPU setzt ASUS auf eine NVIDIA GeForce GT 630M. Als Massenspeicher gibt es eine 1TB große HDD. Besonders freuen wir uns darüber, dass ASUS bei unserem 17-Zöller wieder ein mattes Panel mit der FullHD-Auflösung verbaut.

Preislich rangiert das ASUS N76 bei rund 1100 Euro, was mit Blick auf die Ausstattung ein angemessener Preis ist.