Seite 1: Synology DS215j im Test

synology ds215jPlatzhirsch Synology hat vor wenigen Tagen ein neues 2-Schacht-NAS für Einsteiger vorgestellt. Die Synology DiskStation DS215j ist an den Privatanwender adressiert und soll mit erhöhten Schreib- und Leseraten sowie USB 3.0 die größten Kritikpunkte des Vorgängers ausmerzen. Wir haben die Synology DiskStation DS215j zum Test gebeten und zeigen, ob der selbsternannte Marktführer seine Hausaufgaben gemacht hat.

Die DiskStation DS215j ist seit ein paar Tagen verfügbar und wechselt für rund 165,00 Euro den Besitzer.

Rund zweieinhalb Jahre nach dem offiziellen Release der DiskStation DS213j tritt der Nachfolger an, um an den Erfolg seines Wegbereiters anzuknüpfen. Kein einfaches Erbe, da die DiskStation DS213j kaum Anlass zur negativen Kritik offenbarte. Aus diesem Grund setzt Synology auf Veränderungen im Detail.

Im Inneren wird fortan ein 800 MHz schneller Dual-Core-SoC von Marvell geboten, der über eine Gleitkommaeinheit sowie Hardware-Verschlüsselung verfügt und auf 512 MB RAM zurückgreifen kann. Gegenüber dem Vorgänger DiskStation DS213j kann man sich aber nicht nur durch die Wahl des SoCs leicht absetzen, auch bei den Schnittstellen wurde mit der Implementierung eines USB-3.0-Ports ein häufiger Kritikpunkt ausradiert. Hier wurde bislang nur USB 2.0 geboten. Abstriche muss man jedoch weiterhin bei der Schnittstellenvielfalt in Kauf nehmen. Einen SD-Kartenleser oder frontseitige USB-Anschlüsse sind den teureren Modellen von Synology vorbehalten.

Die technischen Daten im Detail:

Technische Daten
Hersteller Synology
Modell DS215j
Hardware Marvell Armada 375 Dual-Core mit 800 MHz, 512 MB DDR3
Speicher Platz für zwei 2,5" bzw. 3,5"-Festplatten
Anschlüsse Vorne: keine, Hinten: 1 x USB 3.0, 1 x USB 2.0, 1x Gigabit-Ethernet
Maße (HxBxT) 165 mm x 100 mm x 225,5 mm
Gewicht 880 g, Leergewicht
Besonderheiten Verschlüsselung
Preis 166,60 (OVP)

Der grundsätzliche Funktionsumfang ist - im Vergleich zur DiskStation DS213j - identisch geblieben. So ist der DiskStation Manager weiterhin in der Lage, die Festplatten im RAID-0-, RAID-1- oder im JBOD-Modus zu betreiben. Auch der redundante Verbund von unterschiedlich großen Festplatten ist immer noch möglich (weitere Informationen).

Da wir in der Vergangenheit bereits mehrmals auf das Betriebssystem - dem DiskStation Manager - eingegangen sind, ersparen wir uns die Zeilen an dieser Stelle, die sich auf den grundlegenden Funktionsumfang des hauseigenen Betriebssystems beziehen. Unsere bisherigen Eindrücke zu Synologys aktuellem NAS-Betriebssystem sind hier zu finden. Interessierte Leser können sich darüber hinaus hier Zugriff auf eine speziell angebotene Demo-Umgebung des aktuellen DiskStation Manager verschaffen.

DSM 5.1: Automatische DSM-Aktualisierung

Neuigkeiten rund um den DiskStation Manager gibt es aber trotzdem: Anfang November hat Synology ein umfangreiches Update für das hauseigene NAS-Betriebssystem veröffentlicht. Synologys DiskStation Manager 5.1 bringt unter anderem die Möglichkeit mit, die Diskstation automatisch zu aktualisieren. Damit zieht der taiwanesische Hersteller mitunter Konsequenzen aus den jüngsten Angriffen auf Sicherheitslücken in veralteten Firmwareversionen (wir berichteten). Die automatische DSM-Aktualisierung ist optional und kann auf Sicherheitsupdates beschränkt werden.

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Praktisch: Seit Diskstation Manager 5.1 kann sich die Diskstation selbständig patchen. Das spart Arbeit und erhöht die Sicherheit.

Überdies bietet der Diskstation Manager 5.1 nun einen integrierten Security Advisor, der die Sicherheitseinstellungen der DiskStation prüfen und gegebenenfalls bessere Einstellungen vorschlagen soll. Außerdem soll AppArmor eine Sicherheitsverbesserung auf Kernel-Ebene darstellen, die strengere Regeln für Anwendungsberechtigungen festlegt, und dadurch einschränken soll, auf welche Systemressourcen einzelne Anwendungen zugreifen können.