Seite 3: Ersteinrichtung und Web-Interface

Ersteinrichtung

Wie üblich wird die gesamte Konfiguration über ein Webmenü durchgeführt, das über http://diskstation:5000 zu erreichen ist. Dort muss als erstes der DiskStation Manager (DSM) aufgespielt werden. Wir verwendeten für unseren Test die DSM-Version 5.1beta. Das eigentliche Menü ist im modernen App-Stil gehalten und bietet ein Dashboard mit den wichtigsten Eckdaten (IP, Laufzeit, Ressourcen-Monitor) als Widget. Häufig benötige Widgets lassen sich aus dem Systemsteuerungs-Menü unmittelbar auf die Admin-Oberfläche ziehen, um schneller erreichbar zu sein. Nach etwas Eingewöhnungszeit ist dies sehr praktisch. Je nach Geschmack lässt sich auch der Login-Bildschirm bzw. das Hintergrund-Theme individualisieren. Zur Schnellansicht existiert auch eine sehr hilfreiche Dienstliste, wo man unmittelbar sehen kann, welche Dienst aktiv sind. In Form von Häkchen lässt sich dies interaktiv verändern. Wer mehr zum DSM erfahren möchte, dem sei unser Artikel zum DSM 5.0 empfohlen.

Die Ersteinrichtung geschieht im Anschluss an die Installation des DSM über einen Web-Assistenten und geht schnell von der Hand. Am längsten braucht dabei die RAID-Initialisierung, je nach gewünschtem Level und Festplatten. Eine gänzliche Verschlüsselung des Volumes ist nicht möglich, sondern kann nur für dort erstellten Ordner mit eigenen Schlüsseln/Keyfiles aktiviert werden. Wir finden diese Lösung sehr praktisch, da spezielle Ordner und Ihre Inhalte geschützt werden können, ohne unmittelbar auf dem gesamten Volume verschlüsseln zu müssen. Praktisch ist auch, dass die Ordner beim Start automatisch gemountet werden können, ebenso wie bei der Einrichtung eine Kopie des Keyfiles als Download angeboten wird. In Sachen Performance hat eine aktivierte Ordnerverschlüsselung durchaus Einbußen von ~20 MB/s (allerdings nur beim Schreiben) als Konsequenz. Lesezugriffe werden fast ohne Leistungsverlust transparent an den Nutzer weitergegeben. Im Ressourcenmonitor konnten wir während der Benchmarks gut sehen, dass die CPU-Auslastung bei normalen Dateitransfers per FTP auf ein RAID-5 rund 20% betrug, während bei einem verschlüsselten Ordner knapp 34% angezeigt wurden. 

Über den Speichermanager lässt sich auch ein HotSpare-Laufwerk auswählen, ebenso wie iSCSI Targets und iSCSI LUN. Der eSATA-Port bzw. die USB-Anschlüsse können für externe Datenträger genutzt werden, allerdings können diese nicht Teil eines RAIDs werden. Je nach Größe des lokalen Netzwerks kann Käufer oder Käuferin Benutzer und Gruppen anlegen. In Business-Umgebungen findet die DS415+ Anschluss an ein Active Directory (AD) oder LDAP. Beides lässt sich über den Menüpunkt "Verzeichnisdienst" einrichten. Bei "Netzwerk" finden sich wie üblich alle Schnittstellenparameter, in diesem Falle auch die Optionen für den Betrieb der beiden Gigabit-Ports, Datenfluss-Steuerung, IPv6-Optionen und statische Routen. Wer über einen WLAN-Stick verfügt, kann die DS415+ auch unmittelbar ans heimische Funknetz einhängen. Für schnelle Datentransfers empfehlen wir aber grundsätzlich das kabelgebundene Netzwerk.