Seite 2: Teufel E150 Control im Detail

Schauen wir uns zunächst einmal das Concept E150 an, das für 229 Euro aktuell erhältlich ist und damit ungefähr im Mittelfeld der PC-Surroundsets liegt, etwa auf einem Niveau zu dem von uns getesteten Edifier C6 (zum Testbericht).

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Optisch hat Teufel die Satelliten kaum verändert, lediglich die Farbgebung wurde nun von Silber-Schwarz auf einheitlich Schwarz angepasst. Die mit 9,7 x 9,0 x 9,2 cm sehr kompakten Lautsprecher erscheinen aufgrund der geringen Ausmaße zum Ideal des in "HiFi-Kreisen" verpönten Joghurt-Bechers zu passen. Dennoch wollen wir uns ihnen vorurteilsfrei nähern und richten unseren Fokus zunächst auf das Design. Quadratisch, praktisch, gut - könnte man dieses in drei Worten zusammenfassen. Quadratisch ist jedoch nur die Vorderseite, da der Lautsprecher zur Rückseite hin schmaler zuläuft. Am Heck des Lautsprechers befinden sich die Klemmanschlüsse für herkömmliche Lautsprecherkabel, sowie Befestigungsmöglichkeiten für optionale Wandhalter oder die mitgelieferten Kunststoffständer, welche für eine geeignetere Neigung zum Ohr des Hörers sorgen.

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Viel mehr gibt es zum schlichten Äußeren der mattschwarzen Würfel nicht zu sagen, bis man die Abdeckung der Membran mit dem kleinen silbernen Teufel-Schriftzug entfernt. Dahinter verbirgt sich ein 80-mm-Breitbandtreiber, welcher laut Datenblatt in der Lage ist ein Frequenzspektrum von 150 - 20.000 Hz abzudecken. Dies würde heißen, dass darunter bereits der Subwoofer zu Werke gehen muss und somit in recht hohe Frequenzbereiche hinein spielt. Wie sich das klanglich niederschlägt, klären wir dann auf der nächsten Seite.

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Den Subwoofer hat Teufel im Gegensatz zu den Satelliten komplett überarbeitet. Der alte Sidefire-Subwoofer musste einem neuen Modell mit Downfire-Prinzip weichen, bei gleicher Chassisgröße von 8 Zoll respektive 20 cm. Verbaut wurde dieses Chassis in einem 24 Liter fassendem MDF-Gehäuse, das insgesamt 14 kg auf die Waage bringt. Die verbaute Endstufe leistet insgesamt 250 Watt, circa die Hälfte davon verleibt sich der Tieftöner selbst ein, der Rest dient zur Speisung der Satelliten.

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Bei der Konstruktion ging Teufel sehr bedachtsam vor, denn der Subwoofer des E150, der unter dem Titel US 2108/6 SW arbeitet, ist in allen Belangen so gebaut, dass er möglichst wenig Stellfläche benötigt, dafür umso mehr in die Höhe schießt bei Maßen von 28 x 28 x 50 cm. (Tiefe x Breite x Höhe). Ebenso ist der Netzstecker entsprechend abgewinkelt worden, um einen sehr wandnahe Aufstellung zu ermöglichen, auch wenn dies akustisch vielleicht nicht immer optimal sein dürfte. Der Subwoofer steht auf soliden Alufüßen mit Gummidämpfung, um Vibrationen nicht auf den Boden zu übertragen.

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Optisch geht Teufel ebenfalls nochmals einen Schritt mehr in die schlichte Richtung. Die Hochglanzfront, wie sie noch beim E100 aussah, erscheint nun matt und das doch recht aggressiv wirkende große Bassreflexrohr befindet sich nun in Form eines Schlitzes an der Unterseite und nicht mehr vorn. Einzig der Klavierlack der Oberseite und die Bedienelemente (Master-Lautstärke, Subwooferlautstärke und On/Off) in der Front setzen optisch nennenswerte Akzente.

Die Rückseite gewährt den Anblick auf das Verstärkermodul, welches nicht nur Cinch-Eingänge zum Anschluss beispielsweise an eine Soundkarte und die Satelliten bietet, sondern auch einen Kippschalter mit der Bezeichnung "Auto-Level" sowie einem separaten Drei-Wege-Kippschalter zur Regulierung der Übergangsfrequenz des Subwoofers.

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Wie bereits angesprochen, handelt es sich bei den von uns ausgewählten Teufel-Sets um die jeweiligen "Control-Versionen", welche zwar 50 Euro mehr kosten, dafür aber in Bezug auf die Bedienung durch die Control-Station 2 nochmals punkten können. Da die Verwendung der Control-Station 2 lediglich optional ist und ansonsten klanglich keinen Einfluss auf den Rest des Sets hat, sind unsere Testergebnisse auch auf die ohne Control-Erweiterung verfügbaren Sets übertragbar. Doch was ist diese kleine Box eigentlich?

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Die Control-Station 2 der Berliner dient als Schaltzentrale, um das E150 oder auch das E350 ohne laufenden PC und lästiges Umstecken nutzen zu können. Dazu hält er an der Rückseite zusätzlich zusätzlich zwei Stereo-Cinch-Eingänge bereit. Des Weiteren wartet die elegant schwarze Metallbox mit einem Mikrofon-Ausgang und zwei ergänzende Kippschalter zur Bassregulierung auf. Ärgerlich: Auf einen Netzschalter verzichtet Teufel, weshalb man das Gerät nie komplett ausschalten kann, sondern lediglich in den Standby-Modus verbannen.

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Die Bedienmöglichkeiten befinden sich natürlich an der Front in Form von Knöpfen. Alles in allem findet man hier folgende Funktionen: Standby, Source, Mute und Pure sowie "lauter" und "leiser" Tasten. Leider sind es wirklich nur Knöpfe und kein Drehrad zur Lautstärkeregulierung, was uns hier deutlich besser gefallen hätte. Mittig zeigt die Control-Station 2 die aktuelle Quelle auf einem chromatischen Display an, eingerahmt von zwei silbernen Zierelementen. Links davon gesellen sich zwei Ausgänge für Kopfhörer und Mikrofon, um den Funktionsumfang abzurunden.

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Um die Bedienbarkeit weiter zu verbessern, gibt Teufel der Control-Station eine kleine, wenn auch nicht besonders hübsche oder hochwertig erscheinende, dafür aber sehr nützliche Fernbedienung mit auf den Weg, die noch einmal die Grundfunktionen der Box aufgreift.