Seite 2: Gehäuse und Ausstattung

Gehäuse und Verarbeitungsqualität

Das Design ist natürlich das entscheidende Element des AOC PDS241. Dabei setzt das Team vom Studio F.A.Porsche auf eine sehr reduzierte Optik und versucht gleichzeitig alle Faktoren, die ablenken vor dem Nutzer zu verbergen.

Gleichzeitig greift AOC auf Elemente zurück, die keineswegs unüblich für ein Display sind. Genauer gesagt: Es kommt die Farbkombination Schwarz und Silber zum Einsatz. Das allein sorgt schon einmal dafür, dass sich die PDS-Serie unaufgeregt in normale Office-Umgebungen einfügt. Das IPS-Panel versteckt sich hinter einer matten Edge-to-Edge-Abdeckung, was sehr schmale Ränder suggeriert. Aber auch dann, wenn das Display eingeschaltet wird, kann es mit schmalen Rändern von rund 4 mm aufwarten. Einem Multi-Monitor-Einsatz steht also schon einmal nichts im Wege.

Als Kontrast sitzt am unteren Rand eine silberne Leiste in Aluminium-Optik. Darin eingelassen sind das verchromte AOC-Logo und eine blaue LED.

Als optischer Eye-Catcher fungiert der Standfuß, der im linken Drittel beginnt und dann in einer geschwungenen Form auf der gegenüberliegenden Seite endet. Durch die asymmetrische Ausführung schafft das Design-Team eine Differenzierung von vielen Konkurrenz-Modellen.

Gleichzeitig erfüllt der Standfuß aber noch eine ganz andere Funktion, die ebenfalls dem Motto „Reduzierung auf das Wesentliche“ folgt. Der AOC PDS241 besitzt kein Anschlusspanel im klassischen Sinne, denn die Verkabelung wird durch den Standfuß geleitet. Dort befindet sich ein proprietärer Port, der zu einer externen Anschlussbox führt. So führt lediglich ein einzelnes Kabel aus dem Monitor heraus, dass sich zudem gut auf dem Schreibtisch verlegen lässt. Die Rückseite bleibt so optisch unangetastet, was gerade in Zeiten, in denen immer seltener gewinkelte Anschluss-Panels zum Einsatz kommen, sehr erfrischend ist.

Die Box kann problemlos, beispielsweise unter dem Schreibtisch, versteckt werden. Aus optischen Gesichtspunkten muss sie das aber gar nicht, denn auch sie wurde formschön gestaltet. Allerdings nutzt AOC die Möglichkeiten, die theoretisch von einer externen Box geboten werden, nicht aus, denn das Anschlussportfolio ist sehr reduziert. Es gibt lediglich einen HDMI-Eingang und den Stromanschluss, das Netzteil ist in der Anschlussbox bereits integriert. Das wird für die viele Anwender zwar ausreichen, wenn aber ohnehin auf ein externes Element gesetzt wird, wäre es schöner gewesen, dieses etwas größer zu gestalten und direkt etwas mehr Optionen unterzubringen. Das war aber vermutlich aufgrund des Preises nicht machbar. Man darf gespannt sein, was die B2B-Modelle bieten werden.

AOC setzt bei der PDS-Serie auf Panels mit der FullHD-Auflösung, auch beim 27-Zoll-Modell. Begründet wird das durch die Verfügbarkeit der benötigten sehr flachen Panels. Wie flach, das sieht man, wenn der PDS241 zur Seite gedreht wird. AOC setzt auf eine extrem schlanke Bauweise, was sehr gut zur minimalistischen, zweckdienlichen Formgebung passt. Die Elektronik ist, das ist gut zu sehen, im unteren Drittel verstaut, denn dort wird der Monitor etwas tiefer. Mit dem geht auch ein Wechsel der Oberfläche einher, matter Kunststoff weicht dort einer Glossy-Oberfläche.

Steht der Monitor frei im Raum, ist aber vielmehr das Gelenk des Standfußes der Eye-Catcher. Das Design-Team hat dieses bewusst so gestaltet, dass die grundlegende Funktion im Vordergrund steht. Das darüber positionierte AOC-Logo fällt so kaum noch auf.

Gemessen an der Preisklasse kann die Verarbeitungsqualität auf der ganzen Linie überzeugen. Schön wäre es noch gewesen, wenn der silberne Streifen am unteren Rahmen auch aus Aluminium wäre, das war am Ende aber sicher eine Kostenfrage.