Seite 7: Fazit

Philips möchte mit dem Gioco 278G4 einen wahren Multimedia-Könner liefern. Unser Test zeigte, dass dieses Vorhaben dem Hersteller auch größtenteils geglückt ist. So überzeugt der Monitor durch die gute Verarbeitung, die farbechte Darstellung und Features wie das integrierte Polfilter-3D, zeigt beim verbauten Ambiglow aber auch seine Schwächen.

Der Philips Gioco 278G4 bietet dem Nutzer ein umfangreiches Portfolio an Features, wobei vor allem das integrierte Polfilter-3D und Ambiglow in den Vordergrund treten. Mit diesen beiden Techniken möchte sich Philips klar von der Konkurrenz abgrenzen – und verfehlt dieses Ziel unserer Meinung nach auch nur knapp. Während die 3D-Darstellung durch ihre unkomplizierte Handhabung und die gute Darstellung überzeugen kann, gibt es bei dem Ambiglow noch deutliches Verbesserungspotential. Konkret ist dabei das Übereinstimmen der Farbe des Lichtes mit der des Bildinhaltes zu nennen. Aber auch die harten Übergänge, die schnell vom angezeigten Bildinhalt ablenken, machen sich negativ bemerkbar.

Bei dem Design und der Verarbeitung geht der Hersteller hingegen keine Kompromisse ein. Das Gehäuse weist keine unschönen Fehler bei der Verarbeitung auf und auch das Erscheinungsbild, das vom hochglänzenden Kirschrot dominiert wird, hinterlässt einen stilsicheren Eindruck. Der mit 12 Millimetern recht dünne Rahmen rund um das Panel macht zudem den Einsatz im Multi-Monitoring-Betrieb denkbar. Auf die Integration eines umfassenden Sortiments an Ergonomie-Features verzichtet Philips. Hier findet sich lediglich die Neige-Funktion, die aber einen orthogonalen Blick auf den Bildschirm ohne Probleme garantiert.

Die Bilddarstellung des Philips Gioco 278G4 weiß durch eine gute Gleichförmigkeit und einen nahezu über die gesamte Displayfläche konstanten Weißpunkt zu gefallen. Aber auch bei der Farbreproduktion kann das verbaute AH-IPS-Panel seine Stärken voll ausspielen: Abweichungen von bis zu 2,048 dE sind noch im Toleranzbereich und lassen nicht darauf schließen, dass es zu Farbabweichungen bei einem Druck oder der Anzeige auf einem anderen (kalibrierten) Monitor kommt. Letztlich trägt aber auch der geringe Inputlag von gerade einmal drei Millisekunden seinen Teil dazu bei, dass uns der Titel eines Multimedia-Monitors passend erscheint.

Positive Eigenschaften des Philips Gioco 278G4:

  • solide Verarbeitung / Design
  • umfangreiches Anschluss-Portfolio (u.a. 3x HDMI)
  • gut strukturiertes OSD
  • unkomplizierte, angenehme 3D-Darstellung + mitgelierferte Polfilterbrille
  • farbechte Darstellung, geringer Inputlag


Negative Eigenschaften des Philips Gioco 278G4: 

  • Ambiglow interpretiert Farben der Bildinhalte teils falsch; abrupte Übergänge


Wir sehen das Anwendungsgebiet des Philips Gioco 278G4 klar im Multimedia-Segment. Filme und Bilder, aber auch Spiele lassen sich problemlos in der dritten Dimension genießen. Zusätzlich kann der Bildschirm auch im 2D-Modus durch eine gute Darstellung punkten, sodass auch das Surfen und Arbeiten keine Bereiche darstellen, in denen man den Gioco 278G4 meiden sollte. Ist man sich bereits vor dem Kauf des Monitors darüber bewusst, dass der Bildschirm vorrangig zum Spielen in 3D genutzt werden soll, so lohnt sich aber der Blick auf Monitore mit Shutter-Technik. Konkret wären dabei Modelle zu nennen, die NVIDIAs 3D-Vision- oder AMDs HD3D-Technik unterstützen. Möchte man hingegen keinen Gebrauch von der 3D-Darstellung machen, so bietet Philips mit dem Gioco 278C4 eine bereits für rund 330 Euro erhältliche Alternative, die ohne Polfiltertechnik aufwartet.