Seite 4: Ambiglow

Eines der Highlights des Philips Gioco 278G4 ist das verbaute Ambiglow, das ähnlich wie das von TV-Geräten bekannte „Ambilight" arbeiten soll. Dazu stehen insgesamt zehn LEDs auf der Rückseite des Monitors bereit, die dafür sorgen, dass die Wand hinter dem Monitor mit einem auf den Bildinhalt abgestimmten Licht beworfen wird. Neben einer auf den Bildinhalt abgestimmten Beleuchtung steht zusätzlich noch die Option bereit, dass die LEDs eine dem Tageslicht (6500 Kelvin) ähnliche Beleuchtung produzieren, die ein entspannteres Sehen ermögliche.

Ambiglow
Ambiglow

In unserem Test haben wir auf dem Monitor einige Bilder, Videos und Spiele angezeigt, um die Qualität des verbauten Ambiglow genauer untersuchen zu können. Überzeugen konnte uns die integrierte Beleuchtung dabei aber nur teilweise. Als positiver Aspekt aufzuzählen ist zum einen die Anzahl der LEDs, die ausreicht, um die hinter dem Monitor befindliche Wand mit ausreichend Licht zu bestrahlen. Zum anderen gefiel uns auch die Tatsache, dass sich im OSD des Monitors die automatische Kontrolle der Farben deaktivieren lässt und sich stattdessen ein sogenanntes „Vorlicht" einschaltet. Allerdings besitzt dieses Vorlicht, das an die Farbtemperatur des Tageslichts (6500 Kelvin) heranreichen soll und so ein entspannteres Sehen ermögliche, einen deutlich wahrnehmbaren Grünstich. Zum Arbeiten empfiehlt sich daher eher, den Monitor auch im Office-Betrieb im „Auto"-Modus zu betreiben, da dann die überwiegend weißen Bildinhalte für ein unserer Meinung nach deutlich angenehmeres Licht sorgen.

Doch nicht nur im „SmartBias"- bzw. „Vorlicht"-Modus zeichneten sich beim Ambiglow einige Defizite ab. Aktiviert man im OSD den Modus „Auto", so sollten sich die LEDs eigentlich der Farbgebung der Bildinhalte anpassen, sodass Nutzer das Gefühl erhalten, ein noch größeres Bild vor Augen zu haben. Wie sich aber herausstellte, stimmt die Farbe der LEDs nur in den seltensten Fällen mit der des Bildinhaltes überein. Oft erscheint das durch die LEDs produzierte Licht deutlich zu weiß/hell, sodass kaum der Eindruck eines Zusammenhangs zwischen Bildinhalt und Ambiglow entsteht. Ein weiterer Kritikpunkt ist auch der Übergang zwischen den einzelnen Lichtfarben. So geschieht dieser nicht fließend, sondern abrupt binnen Bruchteilen einer Sekunde. Deutlich besser wäre es unserer Meinung nach, wenn man hier auf einen fließenden Übergang gesetzt hätte, der wesentlich dezenter vonstatten gehen würde.

Zusammenfassend konnte uns Philips mit dem verbauten Ambiglow also nicht überzeugen. Der Ansatz, den der Hersteller gewählt hat, erscheint durchaus nett – sollte in Zukunft aber noch deutlich verbessert werden.