Seite 10: ASRock Z270 Extreme4 - BIOS und Overclocking

BIOS

Für das Z270 Extreme4 bietet ASRock inzwischen ebenfalls die BIOS-Version P2.00 an, die genau wie beim Z270 Taichi die vollständige Unterstützung der Intel-Optane-Module mitbringt. Mithilfe der Instant-Flash-Funktion konnten wir das BIOS ohne Komplikationen installieren.

Ohne Überraschung verwendet ASRock beim Z270 Extreme4 dieselbe UEFI-Oberfläche wie beim Z270 Taichi. Die Taiwaner bieten einen EZ-Modus an, die dem Anwender über wichtige Parameter auf einen Blick informiert. Neben der Uhrzeit, dem aktuellen Datum, der CPU-Temperatur, der Mainboard-Temperatur und der CPU-Spannung, kann auch gleich erkannt werden, um welches Mainboard-Modell es handelt, welche BIOS-Version gerade installiert ist und wie hoch der Grundtakt des Prozessors ausfällt.

Informationen über die vier DDR4-DIMM-Speicherbänke werden ebenfalls angezeigt. Ein Shortcut zur Aktivierung des XMP-Features hat ASRock gleich im EZ-Mode implementiert. Wichtig ist auch, zu erkennen, welche Storage-Devices derzeit angeschlossen und erkannt wurden. Die Boot-Reihenfolge kann der Anweder per Drag&Drop verändern.

Mittels "CPU EZ OC" kann die automatische Übertaktung gestartet werden. Unten rechts können der "System Browser", "Instant Flash" und "Internet Flash" gelauncht werden. 

Optisch sind keine Unterschiede zum Z270 Taichi auszumachen. Mit der "My Favorite"-Liste kann der Anwender oft genutzte Einstellungen separat abspeichern. Generell wurden die Overclockling-Funktionen auf drei Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Die Settings lassen sich auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen abspeichern und bei Bedarf auch importieren beziehungsweise exportieren.

Mit den Einstellungen auf der "Advanced"-Seite können Onboard-Komponenten konfiguriert werden. Und auch beim Z270 Extreme4 werden die ASRock-Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden.

Der Hardware-Monitor gewährleistet den Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen. Ferner dürfen auch Security-Einstellungen nicht fehlen, mit denen sich das UEFI absichern lässt. Sämtliche Boot-Settings befinden sich auf einem eigenen Reiter. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Auch beim Z270 Extreme4 konnten wir beim UEFI keine Unstimmigkeiten feststellen. Per Maus und/oder Tastatur kann komfortabel durch die Menüs navigiert werden. Alle von uns gewählten Einstellungen wurden anstandslos angenommen und umgesetzt.

 

Overclocking

Auch das ASRock Z270 Extreme4 gehört zum Z270-Club und bietet damit auch die Möglichkeit, das System zu übertakten. Dabei sind die Einstellungsmöglichkeiten mit dem Z270 Taichi vergleichbar.

Mit dem ASRock Z270 Extreme4 kann eine Veränderung des BCLK von 100 MHz bis 538,02 MHz vorgenommen werden. Die Intervalle betragen feine 0,1 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit dem Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,900 Volt bis 1,520 Volt in 0,005-Volt-Intervallen fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +500 mV ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z270 Extreme4 in der Übersicht
Base Clock Rate 100,0 MHz bis 538,2 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,900 V bis 1,520 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +500 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,100 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 1,350 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,850 V bis 1,250 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,900 V bis 1,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VCCST, VCCPLL, CPU Internal PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 50 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
Load-Line Calibration Level 1-4

Verglichen mit dem ASRock Z270 Taichi hat sich das hauseigene Z270 Extreme4 beim Overclocking deutlich besser geschlagen. Hier waren es stabile 4,9 GHz bei einer VCore von 1,300 laut BIOS (fixed). Dadurch, dass die LLC-Stufe (Load-Line Calibration) standardmäßig bei Level 1 liegt, wird die Spannung unter Last nicht abgesenkt, sondern sogar minimal erhöht. Mit den weiteren Stufen wird der von Intel beabsichtigte VDroop auf Wunsch ermöglicht.

Weiterhin schauen wir uns bei der Kaby-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die ASRock-Platine absolut reibungslos. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten. Die VDIMM lag in beiden Situationen natürlich bei 1,35 Volt.

A-Tuning-Utility

Mit dem A-Tuning-Utility erhält der Anwender die Möglichkeit, das Overclocking und auch die Einstellungen der angeschlossenen Lüfter unter der Windows-Oberfläche vorzunehmen. Im Operation-Mode stehen die Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving" zur Verfügung. Grundlegende Systeminformationen werden dagegen im Reiter "System Info" zusammengefasst. Bei Bedarf lässt sich das A-Tuning-Utility auch zusammen mit dem Windows-Bootvorgang starten, sodass gesetzte Einstellungen nach dem Windows-Start angewandt werden.