Seite 12: Stromverbrauch

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf zeigen sich sowohl das ASUS TUF Z270 Mark 1 als auch das ASRock Z270 Extreme4 recht effizient. Gerade das ASUS-Brett schafft es dabei mit 38,3 Watt die 40-Watt-Marke zu unterschreiten. Das besser ausgestattete ASRock Z270 Taichi zeigte sich mit 46,7 Watt im guten Bereich.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench ging es wieder in die Teillast. Mit 120,4 Watt hat das ASUS-Brett einen guten Start hingelegt, das ASRock Z270 Extreme positionierte sich mit fast 130 Watt genau im Mittelfeld, wohingegen sich das Taichi mit 134,7 Watt etwas mehr genehmigte.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Einen großen Unterschied ergab sich dann mit Prime95 nicht wirklich. Der ASUS-Unterbau kratzte an der 130-Watt-Linie, das ASRock Z270 Extreme4 brauchte zusammen mit dem Restsystem 136,3 Watt. Lediglich das ASRock Z270 Taichi zog mit dem Testsystem 142,1 Watt aus der Steckdose.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Beim ASRock Z270 Extreme4 konnten wir unter Volllast eine Standard-VCore von 1,216 Volt ermittelt. Die beiden anderen Mainboards waren sich einig und legten mit 1,232 Volt etwas mehr Spannung an.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Durch die Abschaltung von zusätzlichen Controllern und auch der LED-Beleuchtung konnten mit allen drei Testprobanden je nach Last-Situationen zwei bis fünf Watt eingespart werden. Diese reduzierten Verbrauchsmessungen waren im erwarteten Bereich.