Seite 7: Fazit

ASRock ist es mit dem FM2A85X Extreme6 gelungen, ein gutes Mainboard für den Sockel FM2 auf den Markt zu bringen, das in vielerlei Hinsicht überzeugende Argumente in petto hat. Sei es die großzügige Ausstattung, die gute Verarbeitung oder aber auch die extrem gute Übertaktbarkeit auf APU- und Arbeitsspeicherseite. Gerade letzteres muss man bei dieser Platine hervorheben, denn der Weltrekord mit einer AMD A10-5800K-APU liegt bei 7,93069 GHz - erreicht auf eben diesem Board. Ebenfalls auf dem PCB vertreten ist eine Debug-LED sowie jeweils ein Power- und Resetbutton. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das verwendete VRM-Design ist zwar leistungsstark, allerdings scheint es eine stärkere Abwärme als bei der Konkurrenz auszustrahlen. Eine sehr starke Kühllösung ist bei weiten Übertaktungsversuchen also definitiv Pflicht, wenn man sich für das FM2A85X Extreme6 entscheidet.

Ausstattungstechnisch befindet sich das Board für den verlangten Preis auf überdurchschnittlichem Niveau. Es bietet gleich drei mechanische PCI-Express-Slots der zweiten Generation an, die zusammengeschaltet auch ein CrossFireX-Gespann aus drei AMD-Grafikkarten erlauben. Wie gewohnt, wird auf der Trinity-Plattform hingegen kein SLI von NVIDIA unterstützt. Setzt man hingegen nur auf eine einzige, dedizierte Grafikkarte, stehen einem noch zwei PCIe-2.0-x1-Slots und zwei PCI-Slots zur Verfügung, von den anderen beiden mechanischen x16-Slots mal abgesehen. Aber auch um die interne Grafikeinheit anzusprechen, hat ASRock sich für die vier üblichen Grafikausgänge entschieden. Wie man es bereits vom A85X-FCH her kennt, sind gleich acht SATA-6G-Schnittstellen möglich. Auf dem FM2A85X Extreme6 lassen sich allein sieben Stück als interne Anschlüsse wiederfinden. Der achte Port wurde als eSATA-6G-Port vernünftig untergebracht.

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An USB-3.0-Anschlüssen sind inklusive des internen Headers sechs Stück verwendbar, währenddessen man an USB-2.0-Schnittstellen insgesamt acht Stück frei verwenden kann. Für ein Mainboard dieser Preis- und Leistungsklasse ist das jedenfalls großzügig dimensioniert. Als BIOS kommt die bereits gewohnte UEFI-Oberfläche zum Einsatz, die wir bereits beim Z77 OC Formula und beim Z77 Extreme11 sehen durften. Es lässt sich angenehm mit Maus und Tastatur bedienen und kam sehr stabil rüber. Über ASRocks BIOS-Update-Politik braucht man kein weiteres Wort verlieren, denn die ist vorbildlich.

Preislich siedelt sich das ASRock FM2A85X Extreme6 bei etwa 105 Euro an, was für das Gebotene als sehr günstig anzusehen ist. Der schärfste Konkurrent stellt sicherlich das Gigabyte GA-F2A85X-UP4 dar, das wir bereits ebenfalls in unserer Redaktion hatten. Doch beide scheinen ihre Vor- und Nachteile zu besitzen und am Ende entscheidet man sich in beiden Fällen sicherlich richtig.

Positive Eigenschaften des ASRock FM2A85X Extreme6:

  • gute Leistungsfähigkeit mit sehr guter CPU-Spannungsversorgung und zahlreichen Overclocking-Funktionen
  • ansprechende Ausstattung, wie z.B. sieben SATA-6G-Schnittstellen, einen eSATA-6G-Port sowie sechs USB-3.0-Anschlussmöglichkeiten
  • gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • CrossFireX mit drei AMD-Grafikkarten möglich

Negative Eigenschaften des ASRock FM2A85X Extreme6:

  • starke Abwärme von den Phasen
  • leicht erhöhter Idle-Stromverbrauch

ASRock hat beim FM2A85X Extreme fast alles richtig gemacht und übergibt dem Käufer ein leistungsstarkes Produkt, das eine gute Ausstattung und vor allem ein sehr gutes Overclocking-Potenzial mitbringt.