Seite 3: Features und Layout (2)

Was ist am I/O-Panel zu finden?

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  • PS/2-Anschluss, 2x USB 3.0
  • CMOS-Clear
  • 2x USB 3.0, HDMI
  • Gigabit-LAN, 2x USB 3.0
  • 2x USB 2.0
  • 2x USB 2.0
  • und die analogen, sowie ein optischer Digital-Ausgang

Es sind ausreichend Anschlüsse vorhanden, darunter sechs USB-3.0- und vier USB-2.0-Schnittstellen allein am I/O-Panel. Für die Nutzung der internen GPU ist zusätzlich ein HDMI-Anschluss vorhanden, der in der Revision 1.4a kommt. Um auch das BIOS auf komfortableren Weg zurücksetzen zu können, ist auch ein CMOS-Clear-Button direkt über das I/O-Panel zu erreichen.

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Keine Überraschung: Als Soundlösung kommt der Realtek ALC898 zum Einsatz.

Der weitverbreitete ALC898-Soundchip ist auch auf dem Z77 OC Formula vorzufinden. Er unterstützt maximal acht Kanäle und auch die Blu-ray-Verschlüsselung. Die restlichen Daten sind zwar längst bekannt, möchten sie aber dennoch erwähnen: 110 dB Signal-to-Noise ratio (SNR) und 104 dB SNR recording (ADC).

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Ein Power- und Reset-Button darf bei so einem Mainboard nicht fehlen.

Erleichtert ungemein: Ein Power- und Reset-Button direkt auf dem Mainboard. Sofern man das Mainboard nicht bereits in ein Gehäuse verbaut hat, sind die beiden Buttons eine echte Hilfe während des Overclocking-Versuchs oder aber für Testzwecke direkt nach dem Zusammenbau. Etwas versteckt, aber vorhanden ist außerdem ein Jumper (BIOS_SEL1), mit dem man zwischen den beiden BIOS-ROMs umschalten kann.

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Acht Lanes vom Z77-Chipsatz reichen nicht aus. Abhilfe schafft der PLX-Bridgechip.

Auf dem Z77 OC Formula sind einige Zusatzchips vorhanden, die natürlich auch optimal an das System angebunden werden müssen. Da sind die acht Lanes vom Z77-Chipsatz schnell aufgebraucht - laut Gerätemanager ist zum einen der PCIe-x4-Port direkt angebunden, hinzu die beiden Marvell-SATA-Ports und der USB-3.0-Port. Das sind schon sieben der acht verfügbaren PCIe-2.0-Lanes. Mit dem PLX-Bridgechip PEX8605 schafft ASRock Abhilfe - dieser nutzt die letzte verbliebene PCIe-Lane und bindet den Gigabit-Ethernet-Controller und die beiden PCIe-x1-Ports an.

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Der Etron EH188H übernimmt vier USB-3.0-Anschlüsse.

Bei acht USB-3.0-Schnittstellen ist mindestens ein Zusatzchip notwendig. Geworden ist es der Etron EJ188H, der in der Lage ist, vier der schnellen USB-3.0-Buchsen zu steuern. Unterhalb sind die zusätzlichen Stromanschlüsse für die CPU zu sehen. Ein 8-Pin-ATX-Stromanschluss ist sehr weit verbreitet. Das ASRock Z77 OC Formula bietet aber noch einen weiteren 4-Pin-Anschluss. Dieser kann unter Umständen auch hilfreich sein, wenn es darum geht, die Spannungsversorgung der CPU weiter zu stabilisieren, wenn man wirklich hoch hinaus möchte.

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Zwei weitere SATA-Controller sind ebenfalls erforderlich.

Hier sind auch schon die beiden angesprochenen 88SE9172-SATA-Controller von Marvell. Jeder von ihnen kann zwei SATA-6G-Schnittstellen kontrollieren. Eine Abwärtskompatibilität zu den SATA1 und SATA2-Spezifikationen gehören auch zu den Features, die es erlauben, auch normale HDDs und Laufwerke effizient einzusetzen.

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Das ASRock Z77 OC Formula nochmals in der Übersicht.

An FAN-Headern besitzt das Z77 OC Formula sieben Stück. Jedoch nur einer davon ist ein 4-Pin-PWM-Header, der allein für den Lüfter des CPU-Kühlers gedacht ist. Alle anderen Header verfügen über drei Pins. Von daher hätten wir es lieber gesehen, wenn alle FAN-Header 4-Pin-PWM-Header gewesen wären. Nichtsdestotrotz lassen sich über das BIOS alle Header separat einstellen. Bei Standard-Einstellungen jedoch waren uns die beiden Lüfter des CPU-Kühlers eine Spur zu laut. Bei dem Versuch, die Lüfter im BIOS herunter zu regeln, gab es jedoch Probleme. Bei ASRock ist man es bereits gewohnt, dass man die Lüftergeschwindigkeiten unter anderem von Level 1 bis Level 9 einstellen kann. Je höher das eingestellte Level bis zu einer Target-Temperatur, desto schneller dreht/drehen sich der/die Lüfter. Natürlich haben wir Level 1 aktiviert - eine Veränderung war allerdings Fehlanzeige. Die beiden Lüfter drehten sich weiterhin mit deutlich hörbaren 1400 Umdrehungen pro Minute. Von ASRock müsste also ein entsprechendes BIOS-Update folgen, was die Fehlfunktion behebt. Wir denken allerdings, dass dieses in Kürze kommen wird.

Ein Header ist auch bereits mit dem aktiven Lüfter belegt, der direkt darunter befindliche Komponenten mit Frischluft versorgt. Der Durchmesser des Lüfters entspricht 40 mm, wo man annehmen könnte, dass dieser während des Betriebs deutlich hörbar ist. Das ist aber absolut nicht der Fall. Die beiden Lüfter des CPU-Kühlers haben mit ihren 1400 Umdrehungen alles übertönt. Mithilfe der mitgelieferten Software "Formula Drive" konnten wir die beiden Lüfter zumindest zeitweise während des FAN-Tests herunterregeln und feststellen, dass das System dann sehr leise seine Arbeit verrichten konnte. Der FAN-Test wurde nach mehreren Minuten allerdings nicht beendet und es hatte den Anschein, dass der FAN-Test andauernd wiederholt wurde und es zu keinem Ende kam.

An dem Mainboard-Layout gibt es nichts Weltbewegendes zu beanstanden. Die Struktur ist ASRock gelungen. Einzig der gewaltige passive Kühlerblock kann unter Umständen sperrig werden. Wir haben den be quiet! Dark Rock Pro C1 auf dem Mainboard montiert und mit den Heatpipes war es schon eine knappe Geschichte. Beim Rest ist alles leicht zugänglich und optimal positioniert und bedarf keine Besserung.