Seite 5: Overclocking

Das Thema Overclocking spielt auch bei MSI eine große Rolle. Besonders die großen Mainboard-Modelle bieten, ebenso wie die gute Konkurrenz, vielschichtige Einstellungen, um die erworbenen Komponenten zu übertakten. Wir haben also wie bei den vergangenen, aktuellen Mainboardtests den Core i7-3770K zu etwas mehr Takt überreden können. Für eine gute und vor allem stabile Übertaktung spielt nicht nur eine flexible CPU eine übergeordnete Rolle. Nein, wichtig ist zusätzlich, in welcher Dimension die Stromversorgung auf dem Mainboard aufgebaut ist. Im Falle des MSI Z77A-GD80 wird die Stromversorgung der CPU von 14 starken Phasen geregelt, was schon nicht wenig ist. Obendrein spielt für einen stabilen Betrieb die Qualität der Signallaufzeiten immer eine wichtige Rolle.

Die Veränderung der Base-Clock-Frequenz ist beim Z77A-GD80 nicht so einfach, wie man es sonst kennt. Im BIOS selbst wird die Base-Clock-Frequenz in der Einheit kHz angegeben. Das ermöglicht die Möglichkeit, diese Frequenz feiner zu fixieren. Sofern man keinen festen RAM-Teiler definiert, verändert sich auch die Arbeitsspeicher-Frequenz, was bei der Cougar- und Panther-Plattform völlig normal ist. Die restlichen Settings sind wie gewohnt im BIOS aufzufinden. Die CPU-Spannung lässt sich allein im Fixed-Modus konfigurieren. Eine Funktion, um den von Intel beabsichtigten VDroop zu umgehen, ist selbstredend auch bei unserem Testsample zu finden. Die Offset-Werte 12,5 Prozent, 25 Prozent, 37,5 Prozent, 50 Prozent, 62,5 Prozent, 75 Prozent, 87,5 Prozent und schließlich 100 Prozent sind dabei auszuwählen. Dies bietet eine Menge Spielraum, um die eigene Overclocking-Konstellation zu verfeinern.

Das MSI Z77A-GD80 bietet dem Käufer folgende Overclocking-Funktionen:

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z77A-GD80 in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 120 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
DRAM-Spannung 1,108 V bis 2,464 V in 0,007-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,950 V bis 1,550 V in 0,020-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 1,400 V bis 2,430 V in 0,0500- und 0,0100-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,7750 V bis 1,7265 V in 0,0055-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen IGPU Voltage, DRAM Voltage, DRAM REF, VSA Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 23 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und drei optionale Fans
Core Current Limit, Turbo Power Limit, Digital Compensation Level

Mit dem mitgelieferten Tool namens "Control Center" kann man die Overclocking-Funktionen unter der Windows-Oberfläche abändern. Wie bereits weiter oben angesprochen, lässt sich die Base-Clock-Frequenz mit diesem Tool besser einstellen. Des weiteren lassen sich auch die wichtigsten Spannungen direkt in diesem Programm abändern, ohne den Rechner rebooten und das BIOS aufrufen zu müssen. MSI hat sich also auch ersichtlich um den Komfort gekümmert. In der folgenden Galerie haben wir nochmal alle Overclocking-Funktionen aus dem BIOS samt dem Control Center zusammengestellt und möchten sie euch natürlich nicht vorenthalten:

Mit dem MSI Z77A-GD80 ist es uns erstmalig gelungen, den Core i7-3770K effektiv mit dem Multiplikator 47 laufen zu lassen, was multipliziert mit der Base-Clock-Frequenz von 100 MHz sehr schnelle 4700 MHz Taktfrequenz bedeutet. Selbst nachdem wir Prime95 gestartet haben, rechnete die CPU fleißig weiter. Einen Bluescreen haben wir nicht erhalten. Wenn man dieses Ergebnis nun mit den anderen Tests vergleicht, stellt man fest, dass das MSI Z77A-GD80 von den Grundeinstellungen bisher den besten Job gemacht hat.

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Alle Parameter verrichten ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit. Es sei allerdings angemerkt, dass man die Übertaktung nur erreicht, indem man im BIOS in den "OC Genie Mode" switched. Andernfalls werden die Standard-Taktraten aktiviert. Die vorhandenen Overclocking-Funktionen sind zahlreich vertreten und lassen kaum Wünsche übrig. Bei einem Mainboard, welches auf den High-End-Markt ausgelegt ist, kann man das aber auch erwarten.