Seite 2: Features und Layout (1)

Es ist sehr schwer zu übersehen, welcher Chipsatz auf dem neuen Sockel 1155-Flaggschiff von MSI zur Tat schreitet. Natürlich der aktuelle Z77-Chipsatz von Intel. Dieser bietet gegenüber seines Vorgängers, dem Z68-Chipsatz, keine allzu großen Neuerungen. Die größte Neuerung ist die native Integration der USB-3.0-Spezifikation. Insgesamt sind vom Z77-Chipsatz aus bis zu vier solcher Ports realisierbar. Möchte der Mainboard-Hersteller dem Kunden weitere USB-3.0-Anschlüsse ermöglichen, ist er auf Zusatzchips angewiesen, die dann ebenfalls auf dem Mainboard untergebracht werden müssen - auf unserem Testsample sind jedoch keine weiteren USB3.0-Zusatzchips verbaut worden. Es sind lediglich die vier möglichen Anschlüsse nutzbar, die über den Z77-PCH angesprochen werden.

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Die CPU-Spannung wird von einem 12+2 Phasendesign übernommen.

Neben den passiv gekühlten MOSFETs sehen wir die 14 Phasen, die für die nötige CPU-Spannungsversorgung zuständig sind. Zwei Phasen sind dabei für den ehemaligen UnCore-Bereich reserviert, wie eben für den Memory-Controller und den PCIe-Controller. Um auch größere CPU-Kühler anständig verbauen zu können, ist genügend Platz vorhanden. Die großen MOSFET-Passivkühlkörper werden nur in Einzelfällen im Weg sein. Was uns allerdings nicht so gut gefallen hat, ist die ungünstige Position des CPU-FAN-Headers. Aufgrund des Ausmaßes der MOSFET-Kühler ist nicht genügend Platz vorhanden, um ihn dort unterzubringen, wo man ihn sonst findet.

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Auch beim MSI Z77A-GD80 kann man die wichtigsten Spannungen mittels Multimeter auslesen.

Dieser Bereich des Mainboards ist üppig bestückt. Neben den üblichen vier DIMM-Slots sehen wir rechts unten einen Power-, Reset- sowie den "OC Genie"-Button. Links gegenüber sind die "V-Check Points". MSI liefert dazu vier Kabel, die mit dem Multimeter und dem Mainboard verbunden werden können, womit ein genaueres Ablesen der aktuell anliegenden Spannungen möglich ist. Es handelt sich hierbei um die VCore-, um die UnCore- (CPUVTT), die iGPU-, DRAM- und die PCH-Spannung. Unten links ist dann zusätzlich noch der USB-3.0-Header zu sehen, der mit dem PCH in Kontakt tritt. Mit dem mitgelieferten Backpanel kann man diesen Header also bereits effektiv einsetzen.

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MSI ist konsequent: Es gibt keine PCI-Slots auf dem Z77A-GD80.

MSI macht mit dem Z77A-GD80 einen Schritt nach vorn, denn PCI-Slots wird man nicht finden. Dafür stehen gleich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots und vier PCIe-2.0-x1-Slots zur Nutzung bereit. Alle blauen Slots erhalten ihre Instruktionen direkt von der CPU. Letzterer ist nur mit einer Ivy-Bridge-CPU einsetzbar und hierzu nur mit maximal vier Lanes ansteuerbar. Der oberste Slot als Einziger mit 16 Lanes, der zweite mit vier oder acht Lanes. Die übrig gebliebenen vier PCIe-2.0-x1-Slots arbeiten mit dem PCH zusammen.

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Mit acht SATA-Buchsen ist das Mainboard gut ausgestattet.

Die weißen SATA-Anschlüsse entsprechen dem SATA-6G-Standard. Wie man dem hilfreichen Hinweissticker bereits entnehmen kann, sind die beiden rechten Anschlüsse besser für SSDs geeignet, die diesen Standard von der technischen Seite auch in Anspruch nehmen können. Diese beiden rechten Anschlüsse sind nämlich mit dem Z77-PCH verknüpft, wohingegen die beiden linken SATA-6G-Ports über den ASM1061 von ASMedia arbeiten. Der Zusatzchip wird über eine PCIe-2.0-Lane an den PCH verbunden. Übrig bleiben dann noch die üblichen vier SATA-3G-Buchsen, hier in schwarz. Zusammen bieten die acht SATA-Schnittstellen eine zufriedenstellende Grundlage.