Seite 8: Fazit

Sein Name mag sich nur um die Modellnummer geändert haben, doch der Mugen 5 ist ein neuer und moderner Kühler. Dabei sind es vor allem die Neuerungen in den drei Kernbereichen Kompatibilität, Lüfter und Montage, die für echten Fortschritt sorgen.

Anders als der Vorgänger hält der asymmetrisch aufgebaute Mugen 5 ordentlich Abstand zu den RAM-Slots auf der rechten Seite des CPU-Sockels. Beim Testsystem gibt es deshalb keinerlei Einschränkung für die Arbeitsspeicherhöhe. Auf LGA 2011(-3)-Mainboards könnte der Kühler Speicherslots links vom Sockel überragen. Weil die Kühllamellen auf dieser Seite gekürzt wurden, passen aber zumindest mittelhohe RAM-Module unter den Kühler. Klare Verbesserungen gibt es auch bei der Lüfterentkopplung und der Lüftermontage mit überarbeiteten Lüfterklammern. Die Montage des Kühlers selbst wurde hingegen nur leicht weiterentwickelt. Bis auf das etwas herausfordernde, finale Festschrauben der Montagebrücke ist sie überaus nutzerfreundlich.

Die Summe dieser Verbesserungen macht vor allem den Umgang mit dem Mugen 5 unkomplizierter. Mit Blick auf Kühlleistung und Lautstärke fehlt uns zwar der direkte Vergleich zum Vorgänger, gegenüber der direkten aktuellen Konkurrenz kann der Mugen 5 aber überzeugen. Für einen Single-Tower-Kühler erreicht er eine sehr respektable Kühlleistung, bleibt dabei akustisch aber immer dezent. Selbst der Betrieb auf voller Drehzahl ist durchaus erträglich. Weil der PWM-Regelbereich bis auf 300 U/min herunterreicht, ist aber auch ein flüsterleiser Silent-Betrieb problemlos möglich. 

Damit wirkt der Mugen 5 insgesamt sehr ausgewogen. Der preisliche Vergleich mit der Konkurrenz ist noch etwas schwierig - wir kennen nur die UVP und wissen nicht, wie sich die Marktpreise entwickeln werden. Sieht man nur auf die UVP, so gibt es natürlich eine Reihe von günstigeren Single-Tower-Kühlern. Thermalrights Macho Direct spart beispielsweise mehr als 10 Euro, bietet aber eine ganz ähnliche Kühlleistung. Für den Mehrpreis ist der Mugen 5 aber das etwas stimmigere Gesamtpaket mit einem leiseren Lüfter, einem wertigeren Erscheinungsbild und mit Blick auf Montage und Lüfterklammern auch einer etwas höheren Nutzerfreundlichkeit. Um im Luftkühlungsbereich noch einen deutlicheren Schritt nach vorn zu machen, müsste man hingegen noch einiges mehr investieren und z.B. zu einem Dual-Tower-Kühler wie Noctuas NH-D15S greifen. 

In der fünften Auflage überzeugt uns der Mugen als performanter, leiser und praktischer Single-Tower-Kühler. Damit verdient sich der Scythe Mugen 5 unseren Excellent-Hardware-Award. 

 

alles

Positive Aspekte des Scythe Mugen 5:

  • guter Mix aus Kühlleistung und Lautstärke, gerade auch mit Serienlüfter
  • hohe Kompatibilität dank asymmetrischem Aufbau
  • PWM-Lüfter mit breitem Regelbereich, Entkopplung am Kühler
  • zweites Paar Lüfterklammern liegt bei, Push-Pull-Konfiguration möglich
  • weitgehend nutzerfreundliche Montage

Negative Aspekte des Scythe Mugen 5:

  • Befestigung der Montagebrücke kann zum Geduldsspiel werden