Seite 8: Fazit

Der H7 soll vor allem ein unkompliziert zu nutzender Single-Tower-Kühler zum kleinen Preis sein. In der Praxis wird er diesem Anspruch durchaus gerecht. Schon vor dem Kauf kann der bastelfreudige Nutzer mit einem Papiermodell herausfinden, ob der Kühler wirklich passen wird. Dank des schlanken und asymmetrischen Aufbaus dürfte es aber kaum Kompatibilitätsprobleme geben. Der schlanke Kühler ist denkbar einfach installiert. Weil Cryorig die Montage für AMD- und Intel-Mainboards ganz ähnlich gestaltet, gibt es keine Verwechslungsgefahr. Wer nach dem Blick in die übersichtliche und unter anderem auch deutschsprachige Anleitung noch unsicher ist, kann sich die Installation auch einfach nach Scannen der QR-Codes animiert am Mobilgerät ansehen. Dass der Kühler nicht auf die High-End-Plattformen von Intel passt, ist zwar ungewöhnlich, aber auch konsequent. Wer ohnehin schon ein solches High-End-System zusammenstellt, wird in aller Regel auch einen High-End-Kühler einplanen. Bei einer offiziell unterstützten maximalen TDP von 140 Watt ist der H7 aber auch nicht der ideale Partner für die anspruchsvollen LGA 2011(-v3)-Prozessoren.

Cryorig H7

Äußerlich sieht man dem H7 den günstigen Kaufpreis nicht an. Die Verarbeitung würde auch zu teureren Kühlern gut passen. Mit der schwarzen Abdeckung und der Wabenstruktur zeigt sich der Kühler zudem in einem eigenständigen und modern wirkenden Design. Im Betrieb überzeugt der Lüfter mit einem großen Drehzahlspektrum. Im niedrigeren Drehzahlbereich geht er zudem dezent zu Werke. Die Kühlleistung des schlanken Kühlers ist nicht überragend. Ein ähnlich teurer Thermalright Macho Direct kühlt besser, ist dafür aber auch voluminöser und höher. Und selbst der von Thermalright als kompakter Towerkühler gedachte Macho 120 SBM braucht mehr Platz und ragt höher auf, kühlt aber ebenfalls etwas besser. 

Im Endeffekt ist der Cryorig H7 zwar kein besonders leistungsstarker Single-Tower-Kühler - auch wenn seine Kühlleistung für typische Mainstream-Prozessoren im Standardbetrieb allemal ausreicht.  Vielmehr überzeugt er, wenn es um Kompatibilität und Nutzerfreundlichkeit geht. Damit empfiehlt sich der H7 für Nutzer, die nicht das letzte Quäntchen Kühlleistung, aber einen schlichtweg praktischen Kühler für kleines Geld suchen.

Positive Aspekte des Cryorig H7:

  • gute Verarbeitung, unkomplizierte Montage
  • hohe Kompatibilität, für einen Towerkühler geringe Bauhöhe
  • PWM-Lüfter mit breitem Drehzahlband
  • erfrischende Ideen wie Papiermodell und Videoanleitung mit QR-Codes

Negative Aspekte des Cryorig H7:

  • für semi-passiven Betrieb nicht wirklich geeignet