Seite 11: Fazit

Abschließenden kommen wir nun also zu einem Fazit zu unserem heutigen Probanden, dem Flaggschiff aus dem Hause des neuen Herstellers Cryorig.

Anstatt eine weitere bloße Kopie bereits erfolgreicher Kühler zu präsentieren, hat sich Cryorig für den Markteintritt zumindest beim Flaggschiff, dem heute getesteten R1 Ultimate, einige sehr interessante Kühlkonzepte überlegt und überzeugt durch eine sinnvolle und interessante Architektur – gepaart mit einem futuristischem und interessantem Design.

Aber auch leistungsmäßig kann der Kühler voll überzeugen und schafft es in einigen Testszenarien sogar neue Bestwerte aufzustellen. Auch in den anderen Testszenarien, in dem ihm das nicht gelingt, landet der R1 Ultimate immer in der Spitzengruppe des Testfeldes. Zwar fällt die Leistung bei übertakteter CPU minimal ab, doch die Differenz ist nicht wirklich groß und wird mit einer Mainstream CPU mit weniger als 8 Kernen bzw. 16 Threads sicherlich noch geringer ausfallen.

Dafür ist der Kühlkörper selbst etwas schmaler und weniger tief als so mancher Konkurrent und weist somit, wie von Cryorig versprochen, tatsächlich eine sehr hohe Kompatibilität zu Ram-Kits mit sehr hohem Heatspreader und auch Mainboards mit sehr weit oben liegendem PCI-Express Slot auf. Zur besagten Kompatibilität tragen ebenfalls der stark nach hinten versetzte vordere Kühlturm sowie der dünnere vordere Serienlüfter maßgeblich bei.

Die Verarbeitung des Kühlkörper und des Zubehörs ist auf exzellentem Niveau und gab uns zu keinem Zeitpunkt des Tests irgendeinen Anlass zur Kritik. Das Zubehör ist reichlich und lässt keine Wünsche offen. Auf Wunsch kann noch ein dritter Lüfter am Kühler befestigt werden, die Klammern dazu liefert Cryorig standardmäßig mit.

Die Lüfter gehen zumindest im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich relativ leise zu Werke und wissen dort zu überzeugen. Lediglich mit voller Drehzahl erzeugten sie eine deutlich wahrnehmbare Lautstärke und fielen, zumindest subjektiv, mit einer pulsierendem und etwas nervigen Geräuschcharakteristik auf. Der Vergleich mit unseren Referenzlüftern bescheinigte ihnen aber zumindest leistungstechnisch eine tadellose Arbeit.

Preislich gesehen bewegt sich der R1 Ultimate mit 69,90 Euro auf einem fairen Niveau und liegt damit mit einiger seiner engsten Konkurrenten auf gleichem Level. Er richtet sich angesichts des Preises natürlich vor allem an High-End-User und Enthusiasten.

Alternativen gibt es, je nach vorhandenem Platz und gewünschtem Preisbereich, zum Beispiel in Form des Klassikers Noctua NH-D14 für ca. 68 Euro, des leisen und kühlen be quiet! Dark Rock Pro 3 für 66,47 Euro, des neuen Noctua NH-D15 für 89,90 Euro oder auch der Thermalright Silver Arrow IB-E für 62,61 Euro. Weitere Alternativen sind diverse leistungsstarken Single-Tower Kühlern, wie der Scythe Ashura für nur 37 Euro oder der Alpenföhn Himalaya 2 für 48 Euro. Sind Wasserkühlungen eine Option empfiehlt sich der Blick auf Modelle mit größeren 240-mm- oder sogar 280-mm-Radiatoren, wie zum Beispiel der Corsair H100i für 93,79 Euro oder der von uns getestete Corsair H110 für 99,87 Euro.

Aufgrund der exzellenten Verarbeitung, der sehr guten Temperaturen und der überzeugenden und erfrischenden Ideen beim Kühlkonzept bzw. der Architektur, erhält der Cryorig R1 Ultimate verdientermaßen unseren heiß begehrten Excellent Hardware Award.

Excellent Hardware Award

Positive Aspekte des Cryorig R1 Ultimate:

  • Sehr gute Verarbeitung und umfangreiches Zubehör
  • Sehr gute Leistung
  • Relativ leise Serienlüfter
  • Hohe Kompatibilität zu Gehäusen und Ram-Kits
  • 3 Jahre Garantie

Negative Aspekte des Cryorig R1 Ultimate:

  • Lüfterklammern nicht für alle Lüfter geeignet
  • Einsatz von Plastik kann einige Nutzer stören