TEST

ZOTAC ZBOX PI430AJ Pico

Mini-PC mit Ultraschall-Kühlung im Test - Fazit

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Trotz ihrer äußerst kompakten Bauweise, die die ZOTAC ZBOX Pico PI430AJ mitunter zu den kleinsten Windows-PCs macht, kann ZOTAC deutlich schnellere Hardware unterbringen als bislang innerhalb der Pico-Serie. Der Intel Core i3-N300 agiert deutlich performanter als die bisherigen Celeron-N-SoCs und erhöht vor allem die Multicore-Leistung. In etwa liegt er auf dem Niveau eines Intel Core i3-7100 oder eines Core i5-6300, welche allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, agiert insgesamt jedoch deutlich sparsamer und somit effizienter. Zum deutlichen Leistungsanstieg trägt aber auch die NVMe-SSD bei. Denn bislang kam innerhalb der Pico-Serie langsamer eMMC-Speicher zum Einsatz. Die SSD erreicht Übertragungsraten von fast 2.700 MB/s, beim LPDDR5-Speicher sind es etwas mehr als 25 GB/s. 

Ein Performance-Wunder ist der Alder-Lake-N-Chip allerdings nicht. Für die normale Office-Nutzung von Word, Excel oder den Browser ist das System schnell genug und man merkt keinerlei Unterschied zu deutlich schnelleren Systemen. Hinzu kommt, dass die integrierte Xe-Grafik 4K-Inhalte beschleunigen und beim Schnitt unterstützen kann. Gerade bei rechenintensiven Aufgaben geht dem System jedoch schnell die Puste aus. Rendervorgänge, die im Testlabor meist binnen weniger Minuten erledigt werden, benötigen Stunden. Selbst Windows-Updates dauern länger. Die kleine Pico ist klar ein Office- und Multimedia-Konsumgerät, an das sich bis zu drei Monitore mit 4K-Auflösung bei 60 Hz betreiben lassen. 

Die Anschlussvielfalt ist mit Blick auf die doch sehr kompakten Abmessungen von 114,8 x 23,8 x 76 mm ausgesprochen gut und reicht bis hin zu USB Typ-C, Gigabit-LAN, USB 3.1 und DisplayPort 1.4 sowie HDMI 2.1, wobei drahtlos per WiFi 6 und Bluetooth 5.2 kommuniziert wird. Sogar ein microSD-Kartenleser ist integriert. Die Platzierung der Schnittstellen könnte jedoch besser sein. 

Die Kühlung ist innovativ und erfüllt ihren Zweck. Die Lautstärke ist aus normaler Entfernung selbst unter Volllast kaum zu erhöhen, das Rauschen über die Ultraschall-Membrane deutlich gleichmäßiger als bei klassischen Lüftern. Gerade viele Winzlüfter vergleichbarer Systeme können teilweise deutlich lauter agieren. Die Kühlung macht den Einsatz des Alder-Lake-N-Chips erst möglich, die beiden Solid-State-Kühler kommen auf eine Bauhöhe von nur 2,8 mm. Die Airjet-Technik ist somit besonders für flache Geräte geeignet, wobei sie Platz für zusätzliche Konstruktionen einsparen kann. Bislang konnten innerhalb der Pico-Serie nur langsame Celeron-N-Modell passiv gekühlt werden, wobei diese dann geräuschlos waren. 

Mit einem Preis von fast 560 Euro ist die ZOTAC ZBOX Pico PI430AJ allerdings alles andere als ein Schnäppchen. Alleine schon der Prozessor hat einen Listenpreis von fast 300 US-Dollar. 

Aufgrund der innovativen und angenehm laufruhigen Kühlung, die auch andere Geräte positiv beeinflussen könnte, und der damit verbundenen Tatsache, dass ZOTAC deutlich leistungsfähigere Hardware verbauen kann, zücken wir unseren Technik-Award:

ZOAC ZBOX Pico PI430AJ with AirJet

  • gute Leistung für Office und Multimedia
  • leise und leistungsstarke aktive, lüfterlose Kühlung
  • viele Anschlüsse
  • kompaktes Gehäuse

  • langsam bei aufwendigen Aufgaben
  • hohe Oberflächen-Temperaturen

Preise und Verfügbarkeit
Zotac ZBOX PI430AJ pico with AirJet
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