Seite 1: ZOTAC ZBOX Magnus One im Test: Schicker Mini-Gamer mit hoher Leistung

zotac zbox magnus one review-teaserBei seiner neuen ZBOX Magnus One macht ZOTAC vieles anders, setzt jedoch weiterhin auf richtig potente Hardware, die nun ausschließlich der Desktop-Klasse entstammt und bis hin zum Intel Core i7-10700 sowie einer NVIDIA GeForce RTX 3070 reicht. Wie sich der trotzdem noch sehr kompakte Mini-PC im Arbeits- und Spielealltag schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten.

Bislang griff ZOTAC bei seinen Mini-PCs der ZBOX-Familie überwiegend auf mobile Hardware-Komponenten zurück oder setzte auf eine Kombination aus beiden Welten. Zudem verbannte man stets das Netzteil aus dem Gehäuse und konnte so letztendlich eine äußerst kompakte Bauform schaffen, die in der Regel nicht viel größer war als kleiner Stapel Bücher. Mit der ZBOX Magnus One rückt der Hersteller jetzt von diesem Konzept ab.

Der neue Kompakt-Rechner, welcher erst vor rund zwei Wochen im Rahmen der digitalen CES 2021 präsentiert wurde und in diesen Tagen in die Läden kommt, setzt man ausschließlich auf schnelle Desktop-Komponenten und integriert das Netzteil wieder direkt im Gehäuse. Trotzdem bleiben die Abmessungen vergleichsweise kompakt, das Volumen beläuft sich auf gerade einmal 8,3 Liter. 

Im Inneren gibt es durchaus potente Hardware. Als Basis dient ein acht Kerne starker Core-i7-Prozessor der Comet-Lake-S-Generation sowie eine GeForce RTX 3070, die selbst für aktuelle Grafikkracher mehr als schnell genug ist, um diese in den höchsten Einstellungen ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern. Prinzipiell wäre sogar Platz für jede andere Dual-Slot-Grafikkarte mit einer Gesamtlänge von 230 mm. 

Da ZOTAC das System als Barebone verkauft, muss die Speicher-Ausstattung selbst vom Käufer gestemmt werden. Unterbringen lassen sich jedenfalls zwei DDR4-Module im SO-DIMM-Format sowie zwei M.2-SSDs und ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Selbst Intels Optane-Speicher wird unterstützt. Das kompakte H470-Mainboard der Marke Eigenbau kommt außerdem mit einem WiFi-6-Modul sowie einem 2,5-GbE-Anschluss daher, die beide über Killer-Funktionalität verfügen und damit den Spiele-Traffic im Netzwerk priorisiert verarbeiten. Für die Stromversorgung zeichnet sich ein leistungsstarkes 500-W-Netzteil mit effizienter 80Plus-Platinum-Zertifizierung verantwortlich. 

Insgesamt wachsen die Gehäuse-Abmessungen auf 265,5 x 249 x 126 mm an, anstatt der eher quadratischen Form der bisherigen Magnus-Modelle gibt es nun ein klassisches Tower-Gehäuse, das senkrecht auf den Schreibtisch gestellt wird und an der Vorder- und Rückseite seine Anschlüsse bereitstellt. Alle anderen Seitenteile bieten eine Wabenstruktur mit zahlreichen Lüftungsschlitzen für die optimale Kühlung. Farblich zeigt man sich mit mattem Schwarz eher zurückhaltend.

ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C
Hardware
Prozessor: Intel Core i7-10700
Mainboard: ZOTAC ECM73070C H470
Arbeitsspeicher: 2x SO-DIMM DDR4
Grafikkarte: ZOTAC Gaming GeForce RTX 3070 Twin Edge
Massenspeicher: 1x 2,5 Zoll SATA III
1x M.2 2242, 2280
1x M.2 2242, 2280, 22110
Optisches Laufwerk: -
Soundkarte: on Board
Netzteil: 500 W 80Plus Platinum
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: ZOTAC ZBOX Magnus One
CPU-Kühler: Luftkühlung
Lüfter: 2x 85 mm
Sonstiges
Sonstiges: WiFi 6, Bluetooth 5.2, 2,5 GbE, SD-Kartenleser
Software
Software: -
Preis
Gesamtpreis: 1.499 Euro

Das Barebone der ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C kommt so in diesen Tagen zu einem empfohlenen Preis von 1.499 Euro in die deutschen Läden. Hinzu kommen dann natürlich noch die Kosten für den Speicher und die Software-Ausstattung in Form von Windows 10. Was der Markt mit Blick auf die angespannte Liefersituation vor allem bei den GeForce-RTX-30-Grafikkarten daraus macht, bleibt abzuwarten.

ZOTAC gewährt drei Jahre Garantie, die sich nach einer kurzen Registrierung über die Webseite sogar um zwei weitere Jahre und damit auf insgesamt fünf Jahre erweitern lässt. 

Preise und Verfügbarkeit
ZOTAC ZBOX Magnus One ECM73070C
1.678,17 Euro Nicht verfügbar Ab 1.539,99 EUR