Seite 1: Buyer's Guide 2017: Bauvorschlag für einen 1.600-Euro-Rechner

buyers guides 2017 mittelklasse teaserNach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides, welchen wir gestern veröffentlichten, erhöhen wir nun das Budget von 750 auf rund 1.600 Euro um mehr als den Faktor 2 und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Ryzen-Prozessors von AMD verwenden wir nun einen Core-i7-Prozessor der Coffee-Lake-Generation, welchen Intel erst kürzlich vorstellte. Auch bei der Grafikkarte machen wir einen ordentlichen Sprung und setzen alles erneut in ein schickes Gehäuse mit leistungsstarker Kühlung und potentem Netzteil. Was die Budget-Verdoppelung leistungsmäßig bringt, zeigen wir im zweiten Teil der Artikelserie auf. 

Mit unserem ersten Buyer's-Guide-Rechner für rund 750 Euro kann man schon sehr viel anfangen, wie wir gestern gesehen haben. Die meisten aktuellen Spiele lassen sich problemlos in Full HD und mit allen Details ruckelfrei spielen. Vereinzelt fällt die Bildwiederholrate auf unter 60 FPS – der verbauten NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti geht hier schon etwas die Puste aus. Für den zweiten Rechner haben wir das Budget mehr als verdoppelt. Statt eines AMD-Prozessors verwenden wir nun eine Intel-CPU der Core-i7-Klasse und brandaktuellen Coffee-Lake-Generation, welche von Intel erst kürzlich präsentiert wurde. Bei der Grafikkarte greifen wir zu zwei Modellnummern höher, verdoppeln die Kapazität des Arbeitsspeichers und verbauen einen richtig dicken CPU-Kühler für die Kühlung und spendieren dem System ein leistungsstärkeres Netzteil. All das verbauen wir in einem Cooler Master MasterCase 6 Pro, einem schicken Midi-Tower mit viel Platz und Möglichkeiten für ein ausgeklügeltes Kühlsystem. Auch eine Magnetspeicher-Festplatte als zusätzliches Datengrab ist nun standardmäßig mit dabei. 

Doch auch bei unserem zweiten Testrechner gilt: Den perfekten Gaming-Rechner für jedermann gibt es nicht. Nicht jeder Nutzer möchte so viel Geld für ein Gehäuse oder Netzteil ausgeben, wie wir es tun, sondern steckt das dafür gesparte Geld lieber in eine potentere Grafikkarte oder einen leistungsstärkeren Prozessor. Jeder Nutzer hat andere Vorlieben und benötigt vielleicht das eine oder andere Extra. Der eine gibt sich mit Onboard-Sound zufrieden, der andere ist Sound-Fetischist und benötigt daher eine eigene Soundkarte als Steckkarte. Wiederum ein anderer will eine schnelle Solid-State-Disk mit ausreichend Kapazität nur für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme, der andere will auch das eine oder andere Spiel auf einem schnellen Flashspeicher ablegen und braucht deswegen ein größeres Modell. Wie schon beim ersten Buyer's-Guide-Rechner legen wir auch bei unserem zweiten System Wert auf eine gute Spieleperformance und fokussieren uns klar auf Gaming. Das Budget bezieht sich lediglich auf den Rechner, nicht auf die Software, den Bildschirm oder etwaige Eingabegeräte. Diese müssen zusätzlich mit einberechnet werden. 

Bei unserem zweiten Buyer's-Guide-Rechner setzen wir auf einen Intel Core i7-8700K mit sechs Kernen, stecken diesen auf ein MSI Z370 Tomahawk, verdoppeln den Arbeitsspeicher auf 16 GB und spendieren ihm eine schicke RGB-Beleuchtung und greifen bei der Grafikkarte mit der GeForce GTX 1070 zu zwei Modellnummern höher. Auch die Speicherkapazität der SSD fällt höher aus, zusätzlich gibt es einen Magnetspeicher als Datengrab. Das Netzteil wurde leistungsfähiger, der Kühler ein gutes Stück größer. All das verbauen wir in einem schlanken Designer-Gehäuse für 120 Euro – unsere geliebte Hardware will schließlich sicher und schick untergebracht werden.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: Mittelklasse-PC
HardwarePreis
Prozessor: Intel Core i7-8700K ca. 394 Euro
Mainboard: MSI Z370 Tomahawk ca. 144 Euro
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX RGB 16GB DDR4-3000 ca. 173 Euro
Grafikkarte: ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Edition 8GB ca. 427 Euro
Massenspeicher: Crucial MX300 525GB
Seagate Barracuda 7200.12 2TB
ca. 137 Euro
ca. 62 Euro
Optisches Laufwerk: - -
Soundkarte: on board -
Netzteil: be quiet! Straight Power 10 500W CM ca. 93 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: Cooler Master MasterCase 6 Pro ca. 120 Euro
CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3 ca. 75 Euro
Lüfter: vormontiert -
Preis
Gesamtpreis:   ca. 1.650 Euro

Auf den nachfolgenden Seiten haben wir unseren 1.650-Euro-Rechner zusammengebaut und ihn durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours gejagt.