Seite 1: Drei (semi)passive GeForce GTX 750 (Ti) im Test

gtx750-semipassiv-logoBereits mit dem Launch der GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti sprach NVIDIA von der Möglichkeit, diese beiden Modelle auch passiv kühlen zu können. Konkrete Umsetzungen blieben die Hersteller aber lange schuldig und auch wenn einige von der Entwicklung solcher Karten sprachen, sollte es nun doch bis in den August dauern, bis entsprechende Modelle verfügbar sind. Heute nun können wir zwei komplett passive und einer semi-passiven Lösung auf den Zahn fühlen und schauen uns einmal an, was in diesem Grenzbereich der unteren Mittelklasse so alles mit einer passiven Karte möglich ist.

NVIDIAs Ausblick in die vermutlich bald auch in den leistungsstärkeren Karten eingesetzte "Maxwell"-Architektur aus dem Frühjahr zeigte vor allem eines: NVIDIA hatte es geschafft bei gleicher Leistungsaufnahme die Leistung deutlich zu verbessern. Auf der anderen Seite sind so bei gleicher Leistung natürlich auch Karten möglich, die deutlich weniger verbrauchen. Im Low-End-Bereich sind passive Kühlungen meist kein Problem. Anders sieht dies in Bereichen aus, in denen sich die GeForce GTX 750 (Ti) bewegt. Mit 55 bzw. 60 Watt liegen diese Karten in einem Grenzbereich, der sich meist noch gerade so durch eine passive Kühlung nebst guter Belüftung des Gehäuses bewerkstelligen lassen. Palit hat jeweils ein KalmX-Modell vorgestellt, bei Zotac konzentriert man sich auf die GeForce GTX 750.

Bei ASUS wagt man einen anderen Ansatz und will eine leise bzw. lautlose Kühlung miteinander kombinieren. Dazu hat man die Strix-Serie ins Leben gerufen, von der wir uns mit der GeForce GTX 780 Strix OC Edition auch schon ein erstes Modell angeschaut haben. Nicht mehr nur langsam drehende Lüfter im Idle-Betrieb sind hier die Maßgabe, sondern ASUS schaltet die Lüfter ab einer gewissen Temperatur einfach komplett ab. Aufgrund der passiven Kühlung im Idle-Betrieb bzw. unter geringer Last haben wir auch die ASUS GeForce GTX 750 Ti Strix OC Edition mit in diesen Vergleich aufgenommen.

Übersicht der (semi)passiv gekühlten Karten
Übersicht der (semi)passiv gekühlten Karten

Architektonische Eckdaten

Alle drei Hersteller verwenden den neuesten Chip von NVIDIA für ihre Karten. Bisher sind aber nur eben diese zwei Modelle auf die "Maxwell"-Architektur der ersten Generation umgezogen. Noch im Herbst wird der Release der zweiten Generation erwartet, welche die Effizienz der "Maxwell"-Architektur auch in leistungsstärkere Bereiche führen soll. Ob auch eine ähnliche Leistungssteigerung bei gleicher Leistungsaufnahme wie bei den kleineren Karten zu erwarten ist, bleibt dabei die entscheidende Frage, die allerdings noch offen ist.

Die (semi)passiven Modelle im Vergleich
Modell ASUS GeForce GTX 750 Ti Strix Palit GeForce GTX 750 KalmX Zotac GeForce GTX 750 Zone
Straßenpreis ab 150 Euro ab 113 Euro -
Homepage www.asus.de www.palit.biz www.zotac.com
Technische Daten
GPU GM107 "Maxwell" GM107 "Maxwell" GM107 "Maxwell"
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm
Transistoren 1,87 Milliarden 1,87 Milliarden 1,87 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1.124 MHz 1.020 MHz 1.033 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1.202 MHz 1.085 MHz 1.111 MHz
Speichertakt 1.350 MHz 1.250 MHz 1.250 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2.048 MB 2.048 MB 1.024 MB
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 86,4 GB/Sek. 80,0 GB/Sek. 80,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1 11.1
Shadereinheiten 640 512 512
Texture Units 40 32 32
ROPs 16 16 16
TDP 60 Watt 55 Watt 55 Watt

In den Referenzvorgaben für die GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti sieht NVIDIA jeweils einen identischen GPU-Takt vor. Daran halten sich auch die beiden Hersteller Palit und Zotac. Einzige Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind somit der Ausbau der GPU (512 vs. 640 Shadereinheiten) und der Speichertakt von 1.250 bzw. 1.350 MHz. Die beiden komplett passiven Karten sind somit in technischer Hinsicht identisch und unterscheiden sich minimal nur im Takt. ASUS kann dank aktiver Kühlung etwas anders an dieses Thema herangehen. Zum einen wählt man mit der GeForce GTX 750 Ti den etwas stärkeren "Maxwell"-Ausbau und erhöht zudem auch noch die Taktraten. Auf die Details der einzelnen Modelle gehen wir auf der folgenden Seite noch etwas genauer ein.