Seite 18: Fazit

Mit der GeForce GTX 680 (zum Test)  und der GeForce GTX 670 (zum Test), den beiden ersten Vertretern der "Kepler"-Generation, hat NVIDIA nicht nur zwei leistungsfähige Grafikkarten auf den Markt geworfen, sondern auch zwei 3D-Beschleuniger, die sich selbst unter Volllast als erfreulich sparsam erweisen. NVIDIA zwang in diesem Segment seine Konkurrenz dazu, mit einer Radeon HD 7970 GHz-Edition (zum Test) zu kontern - die Messlatte wurde ordentlich nach oben gelegt. Mit der GeForce GT 640 bläst man nun auch in den unteren Preis- und Leistungs-Regionen zum Gegenangriff. Gelungen ist das den Kaliforniern allerdings nicht ganz so gut.

Mit einem Preis von knapp über 95 Euro muss sich NVIDIAs Neuling aktuell mit der Radeon HD 7750 messen (preislich gesehen). Diese macht ihr das Leben besonders schwer, liegt sie leistungsmäßig doch immer einige Prozentpunkte über der GK107-GPU und kostet noch ein ganzes Stück weniger. In unserem Preisvergleich ist die günstigste Version der Radeon HD 7750 schon für 80 Euro zu haben - gut 15 Euro weniger als die derzeit günstigste GeForce GT 640. Im Hinblick auf eine überarbeitete "Cape Verde"-GPU, die wohl für ähnliches Geld wie die aktuellen Vertreter auf den Markt geworfen werden soll und aktuell noch durch die Gerüchteküche schwirrt, kein leichtes Unterfangen für die kalifornische Grafikschmiede. Hinzu kommt, dass die Radeon HD 7750 auch als schlanke Low-Profile-Version zu haben ist. 

NVIDIA hat zwei Möglichkeiten: Entweder der Preis fällt in den nächsten Wochen gewaltig nach unten, oder aber man wirft eine schnellere GDDR5-Version nach. Letztere ist so zumindest im OEM-Markt zu haben. Ersteres wäre mit zunehmender Verfügbarkeit der Karte durchaus realistisch.

Im Großen und Ganzen liegt die GeForce GT 640 kontinuierlich auf dem letzten Platz unserer Leistungs-Benchmarks, kann mit abgespeckten Details aber noch immer jeden aktuellen Spieletitel mehr oder weniger ruckelfrei auf den Bildschirm zaubern. Dafür bleibt sie selbst unter Volllast angenehm kühl und laufruhig und belegt zumindest in diesen beiden Disziplinen einen der vordersten Ränge. Bei der Leistungsaufnahme genehmigt sie sich allerdings wieder etwas mehr als eine Radeon HD 7750 oder gar Radeon HD 7770. Im Overclocking-Test konnten wir ebenfalls nicht viel aus der kleinen GK107-GPU herausholen und scheiterten sowohl beim Chip als auch beim Videospeicher an der 1,0-GHz-Grenze. Wir konnten mit 963/996 MHz knapp 62 bzw. 105 MHz mehr aus unserem Testmuster herausholen.

Beim Lieferumfang wird man sich so ebenfalls nicht absetzen können. Hier lagen unserer ASUS GeForce GT 640 gerade einmal ein Quick-Start-Guide samt einer Treiber-CD bei. 

Sollte der Preis deutlich fallen, können wir der GeForce GT 640 durchaus eine Empfehlung aussprechen. So ist die Ersparnis zur preislich konkurrierenden Radeon HD 7750 von AMD einfach zu gering. Wir sind gespannt, wie sich NVIDIA mit der GeForce GT 630 bzw. GT 610 aufgestellt hat. Vielleicht wird man aber auch eine konkurrenzfähigere GDDR5-Version auf GK107-Basis nachschieben, wie sie aktuell schon auf dem OEM-Markt zu haben ist. Dann wird es mit Sicherheit wieder interessant.

ASUS GeForce GT 640
Straßenpreis ca. 95 Euro
Homepage ASUS-Produktseite
Technische Daten
GPU GK107
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,3 Milliarden
GPU-Takt 901 MHz
Speichertakt 891 MHz
Speichertyp DDR3
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 28,5 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 384 (1D)
Shadertakt 901 MHz
Textur Units 32
ROPs 16
Pixelfüllrate 14,4 Gigapixel
SLI/CrossFire -
Lautstärke
Idle-Modus 36,6 dB(A)
Last-Modus 49,1 db(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 103,5 Watt
Last-Modus 244,9 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 34 °C
Last-Modus 59 °C

 

Positive Aspekte der ASUS GeForce GT 640:

  • Angenehm laufruhig
  • Ausreichend für Spieler ohne Grafikanspruch

Negative Aspekte der ASUS GeForce GT 640: 

  • Im Vergleich zur Konkurrenz viel zu teuer