Seite 17: Fazit

NVIDIA bietet mit der GeForce GTX 680 eine ausgezeichnete Basis für die Retail-Hersteller. Bereits der Artikel der Referenzversion hat gezeigt, dass NVIDIA in die richtige Richtung entwickelt hat. Höhere Leistung bei gleichzeitig reduzierter Leistungsaufnahme sind gerne gesehen. Sicherlich hatte sich der ein oder andere mehr von "Kepler" erwartet, doch letztendlich ist NVIDIA an gewisse physikalische Vorgaben gebunden und eine Entwicklung einer GPU ist mit 4-5 Jahren auch kein einfaches Unterfangen.

Palit macht sich die gute Basis der GeForce GTX 680 zu Nutze und präsentiert mit der GeForce GTX 680 Jetstream nicht nur einen simplen Ableger der derzeit schnellsten Single-GPU-Grafikkarte, sondern setzt dieser mit einer werksseitigen Übertaktung sowie der alternativen Kühlung noch (vorerst) die Krone auf.

Palit GeForce GTX 680 Jetstream
Straßenpreis ab 550 Euro
Homepage Palit-Produktseite
Technische Daten
GPU GK104
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt 1084 MHz + Boost
Speichertakt 1575 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 201,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 1535 (1D)
Textur Units 128
ROPs 32
Pixelfüllrate 34,7 Gigapixel
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 34,7 dB(A)
Last-Modus 50,5 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 108,4 Watt
Last-Modus 370,5 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 33 °C
Last-Modus 73 °C


In den Benchmarks sehen wir einen Vorsprung der Palit GeForce GTX 680 Jetstream gegenüber der Referenzversion von 3-4 Prozent. Das ist nicht viel und macht gerade in den hohen Auflösungen nur ein paar Frames aus, aber der Spieler nimmt jeden Frame, den er mehr bekommt, gerne mit. Das Hauptaugenmerk aber dürfte für Palit auf der Kühlung gelegen haben. Sowohl im Idle- wie auch im Last-Betrieb messen wir - besonders im letztgenanntem - deutlich niedrigere Temperaturen. Entscheidend ist aber, dass auch die Lautstärke im Vergleich zur Referenzversion reduziert wurde. Im Idle-Betrieb ist der Unterschied nur sehr gering, dafür unter Last umso größer.

Palit hat auch versucht in weiteren Bereichen zu punkten. So soll das Design und hier besonders der beleuchtete Lüfter auch visuell Anreize bieten. Geschmäcker sind verschieden und in einem geschlossenen Gehäuse hilft auch ein beleuchteter Lüfter nicht - wir nehmen das Design einmal so zur Kenntnis. Gut gefallen hat uns auch das Overclocking. Mit der erreichten Taktsteigerung schafften wir es die Leistung um 12 bis 14 Prozent anzuheben - kein schlechter Wert, wie wir finden.

Wir sind gespannt, welche Karte uns als nächstes erreichen wird, und freuen uns schon den ersten Vergleich zweier Retail-Modelle mit alternativer Kühlung.

Update:

Inzwischen hat uns Palit die unverbindliche Preisempfehlung genannt. 499 Euro sind aufgerufen - durchaus fair wenn man die Preise der aktuellen Referenzmodelle betrachtet.

Positive Aspekte der Palit GeForce GTX 680 Jetstream:

  • niedrige Idle-Lautstärke
  • gutes Performance/Watt-Verhältnis
  • geringe Temperaturen
  • sehr niedrige Last-Lautstärke
  • gutes OC-Verhalten
  • DirectX 11.1
  • PCI-Express 3.0

Negative Aspekte der Palit GeForce GTX 680 Jetstream:

  • hoher Last-Stromverbrauch
  • durch "GPU Boost" bedingte undurchsichtige Taktangaben

excellent award

Als bislang schnellste und beste GeForce GTX 680 verleihen wir der
Palit GeForce GTX 680 den "Hardwareluxx Excellent Hardware-Award