Seite 19: Fazit

Der Auftakt bei uns in der Redaktion ist KFA² im Großen und Ganzen gelungen. Die in diesem Artikel getestete GeForce GTX 580 MDT X4 EX OC-Edition ist definitiv nicht von schlechten Eltern und überzeugt mit sehr guten Leistungswerten und einer interessanten Feature-Liste. Während die meisten Grafikkarten dieser Art mit DVI-Ausgängen und wenigen mini-HDMI-Ports auskommen müssen, verpasste der Hersteller seinem jüngsten GF110-Ableger ganze drei mini-HDMI-Ausgänge und einen DisplayPort-Anschluss. Damit lassen sich bis zu vier Monitore gleichzeitig an die Grafikkarte anschließen und mittels Software einfach verwalten. Will man dies mit anderen GTX 580-Grafikkarten machen, so braucht man hierfür schon ein teures SLI-Gespann.

Doch auch unter der Haube bietet die KFA² GeForce GTX 580 MDT X4 EX OC-Edition Power pur. Zum Einsatz kommt nämlich NVIDIAs aktuelles Flaggschiff, der GF110. Dieser fand sich auf unserem heutigen Testkandidaten im Vollausbau wieder und stellte demzufolge die vollen 512 Shadereinheiten der zweiten Fermi-Architektur zur Verfügung, die auf einen insgesamt 1536 MB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen konnten, der zudem über ein 384 Bit breites Speicherinterface angebunden war. Obendrauf begnügt man sich nicht mit den Standardfrequenzen von 771/1544/2004 MHz, sondern befeuert sein neustes Modell mit 840/1680/2004 MHz. Mittels Overclocking konnten wir sogar noch 879/1758/2312 MHz herausholen.

Aufgrund der höheren Frequenzen fiel allerdings die maximale Leistungsaufnahme ein klein wenig höher aus. Wir mussten für unser Testsystem unter Last bis zu 389 Watt messen. Im 2D-Betrieb zog das System immerhin noch 98 Watt aus der Steckdose. Bei den Temperatur-Werten kann das verbaute Kühlsystem aber voll seine Muskeln ausspielen. Die zahlreichen Aluminiumfinnen, die fünf 6 mm dicken Kupfer-Heatpipes und die drei 85-mm-Lüfter schafften es selbst unter Volllast die GPU auf kühlen 74 °C zu halten. Solch niedrige Temperaturen gehen allerdings auf Kosten der Lautstärke, denn in dieser Disziplin lieferte der verbaute Dual-Slot-Kühler kein gutes Bild ab. Unter 3D-Last mussten wir satte 51,3 dB(A) messen - nur eine AMD Radeon HD 6990 erzeugte ein noch höheres Betriebsgeräusch. Im 2D-Betrieb blieben die drei Axiallüfter mit einem Schalldruck von 39,7 dB(A) aber erfreulich leise. 

Beim Lieferumfang zeigt sich KFA² nicht knausrig und liefert neben allen nötigen Adaptern auch drei passende HDMI-Kabel mit. Natürlich muss man auch auf den obligatorischen QuickStart-Guide und die Treiber-CD nicht verzichten. Einzig einen actionreichen DirectX-11-Titel, mit dem sich die Leistung der neuen Grafikkarte gleich austesten ließe, hätten wir uns noch gewünscht. Mit einem Preis von rund 470 Euro muss man dafür fast 70 Euro mehr einplanen als beim günstigsten Vertreter dieser Art.

 

Alle Daten nochmal im Überblick:

Hersteller und Bezeichnung KFA² GeForce GTX 580 MDT X4 EX OC-Edition
Straßenpreis ca.470 Euro
Homepage http://www.kfa2.com/
Technische Daten
GPU GF110
Fertigung 40 nm
Transistoren 3,0 Milliarden
GPU-Takt 840 MHz
Speichertakt 2004 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1536 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 192,4 GB/Sek.
Shader Model Version 5.0
Shadereinheiten 512 (1D)
Shadertakt 1680 MHz
Texture Units 64
ROPs 48
Pixelfüllrate 40,3 Gigapixel
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke (gesamt)
Idle-Modus 39,7 dB(A)
Last-Modus 51,3 dB(A)
Stromverbrauch (gesamt)
Idle-Modus 98 Watt
Last-Modus 389 Watt
Temperatur
Idle-Modus 38 °C
Last-Modus 74 °C

Die KFA² GeForce GTX 580 MDT X4 EX OC-Edition ist eine solide Grafikkarte mit tollen Features. Wer drei oder vier Monitore anschließen möchte, sollte den 3D-Beschleuniger auf jeden Fall mit in die engere Auswahl packen. Für alle anderen dürfte das Modell aber viel zu laut sein.

Positive Aspekte der KFA² GeForce GTX 580 MDT X4 EX-OC-Edition:

  • Unterstützt bis zu vier Displays gleichzeitig
  • Werksseitige Übertaktung
  • Im Leerlauf angenehm laufruhig

Negative Aspekte der KFA² GeForce GTX 580 MDT X4 EX-OC-Edition:

  • Unter Last viel zu laut