Seite 1: Cooler Master MasterCase MC600P und MasterCase MC500M im Doppeltest - das FreeForm Modular System auf dem Prüfstand

cooler master mastercase mc600p mc500m logoMit dem modularen FreeForm-System will Cooler Master individuellere Gehäuse ermöglichen. Einen Beleg dafür liefern auch die beiden neuen Modelle MasterCase MC600P und MasterCase MC500M ab. Obwohl sie äußerlich unterschiedlich gestaltet wurden, basieren sie auf dem gleichen Gehäusegrundgerüst. Doch kann man die Kaufentscheidung allein vom Design abhängig machen?

Cooler Master verfolgt das FreeForm-Konzept schon länger. Als erstes Modell haben wir 2015 das MasterCase 5 getestet. 2017 folgte dann unsere Bestandsaufnahme anhand des MasterCase Pro 6. Dazu war unser Fazit klar: Die ganz großen Versprechungen zur freien Individualisierung von Gehäusen konnte das FreeForm-System nicht komplett einlösen. Es funktioniert aber als Zubehörsystem und ermöglicht beispielsweise das Nachkaufen von Laufwerkskäfigen und -halterungen oder von Glasseitenteilen. Dazu hat Cooler Master selbst die Option, einfach unterschiedliche Gehäuse auf der Basis des gleichen Grundgerüsts anzubieten. 

Genau von dieser Möglichkeit macht der Hersteller dann auch bei den beiden Modellen MasterCase MC600P und MasterCase MC500M Gebrauch. Obwohl sie sich ein gemeinsames Grundgerüst teilen, zeigen sie außen ganz unterschiedliche Designs. Das schlichte MasterCase MC600P tritt dabei in die Fußsstapfen des MasterCase Pro 6, das MasterCase MC500M folgt dem MasterCase Maker 5 nach. Die neue MC-Serie kann damit regelrecht als MasterCase-Serie „2.0“ bezeichnet werden. Versprochen werden gleich eine ganze Reihe von Verbesserungen: mehr Modularität, Echtglas-Seitenteile, teilweise RGB-LED Trennplatten und Front I/O-Lösungen und nicht zuletzt niedrigere UVPs.

Während das MasterCase Pro 6 so zum Verkaufsstart noch rund 150 Euro gekostet hat, ist das MasterCase MC600P für rund 130 Euro zu haben. Das MasterCase MC500M gibt es hingegen für rund 170 Euro.

Im ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf die neuen FreeForm-Gehäuse:

Der Lieferumfang fällt bei beiden Gehäusen großzügig, aber durchaus unterschiedlich aus. Das beginnt schon bei der Verpackung. Während das Zubehör beim MasterCase MC600P in einer aufklappbaren Pappschachtel verstaut wird, gibt es beim MasterCase MC500M eine Metallschachtel mit Cooler Master-Logo und zahlreichen Fächern. Darin kann das Montagematerial einsortiert werden. Die Schrauben und Abstandshalter werden sortiert und beschriftet ausgeliefert. Beiden Gehäusen liegen neben dem Montagematerial Anleitung, Garantiehinweise, Kabelbinder und Kabelhalterungen, ein Putztuch, eine Lüfter-/Radiatorenblende und ein RGB-Verlängerungskabel bei. Nur beim MasterCase MC600P gibt es drei Lüfteradapter dazu (beim Geschwistermodell sind die wegen der vorhandenen Lüftersteuerung überflüssig). 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: Cooler Master MasterCase MC600P Cooler Master MasterCase MC500M
Material: Stahl, Kunststoff, gehärtetes Glas Stahl, Kunststoff, gehärtetes Glas
Maße: 235 x 548 x 544 mm (B x H x T)  235 x 548 x 528,6 mm (B x H x T) 
Formfaktor: E-ATX (bis 12” x 10,7”; 30,5 x 27,2 cm), ATX, MicroATX, Mini-ITX E-ATX (bis 12” x 10,7”; 30,5 x 27,2 cm), ATX, MicroATX, Mini-ITX
Laufwerke: 2x 5,25 Zoll (extern), 4x 3,5/2,5 Zoll (intern, auf 8 oder 10 erweiterbar), 2x 2,5 Zoll (intern, auf 4 erweiterbar) 2x 5,25 Zoll (extern), 4x 3,5/2,5 Zoll (intern, auf 8 oder 10 erweiterbar), 1x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 2x 120/140 mm (Deckel, optional) 3x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 2x 120/140 mm (Deckel, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360/280 mm, Deckel: 240/280 mm, Rückwand: 120/140 mm Front: 360/280 mm, Deckel: 240/280 mm, Rückwand: 120/140 mm
Gewicht: 13 kg 13,1 kg
Preis: rund 130 Euro rund 170 Euro