Seite 1: Test: Cooler Master MasterCase - Flexibel für jede Lebenslage

cm mastercase teaserVergleichsweise modulare Gehäuse-Innenleben gehören bereits seit einiger Zeit im gehobenen Gehäuse-Segment zum guten Ton. Cooler Master möchte mit seinem neuen MasterCase nun noch einmal eine Stufe weiter gehen und bietet ein Case an, bei dem nicht nur der Innenraum flexibel gestaltet werden kann. Mit diversem Zubehör kann auch das Äußere des Gehäuses (noch im Rahmen) an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Wie gut das Vorhaben, maximale Flexibilität zu bieten, in der Praxis funktioniert, klärt unser Umbau-Test.

Cooler Master hat mit dem MasterCase 5 eine ganze Menge vor. Mit dem Free-Form-Konzept möchte man das Gehäuse der Zukunft im Programm haben. Es werden drei Konzepte geboten, die allesamt auf dem gleichen Grundprinzip basieren und mit allerlei Zubehör, das separat angeboten wird, weiter angepasst und ineinander überführt werden. So kann sich der Käufer erst einmal ein Gehäuse kaufen, das genau auf die aktuellen Anforderungen zugeschnitten ist. Kommt es später zu einer Änderung der Anforderungen, beispielsweise wenn eine Wasserkühlung auf- oder abgerüstet wird, kann mit wenigen Umbauarbeiten auf die veränderten Anforderungen reagiert werden, ohne dass Kompromisse eingegangen werden müssen. Zunächst einmal bietet Cooler Master drei unterschiedliche Grund-Gehäuse an. Das MasterCase 5 als Basis-Variante, das MasterCase Pro 5, das auf Wasserkühlungs-Nutzer zugeschnitten ist, und die Top-Variante MasterCase Maker 5. Letztere wird allerdings erst Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen. Für unseren Umbau-Test stellte uns Cooler Master daher ein MaserCase 5 mit zahlreichem Zubehör zur Verfügung, sodass wir unser Case zur Pro-Variante umbauen konnten.

Ob Cooler Masters Plan aufgeht, hängt zwar natürlich zu einem großen Teil davon ab, wie sich die Master-Case-Reihe zum Start verkauft, gleichzeitig ist es aber auch wichtig, am Ball zu bleiben. Nur wenn die Serie auch künftig weiter um interessantes Zubehör ergänzt wird, wird Cooler Master Chancen haben, die MasterCases am Markt zu etablieren. Denn jeder weiß, dass der PC-Markt schnelllebig ist und sich ständig neue Trends etablieren.

Noch eine kleine Anmerkung: Es gilt zwar, dass es auch vorher schon flexible Gehäuse gab, dabei handelte es sich aber in der Regel um Kleinseriengeräte. Anders als typische Kleinserienmodelle soll das MasterCase 5 zu einem massenmarkttauglichen Preis angeboten werden. Für die Basisvariante setzt Cooler Master 124,95 Euro an, das MasterCase Pro 5 wird hingegen 159,90 Euro kosten. Damit liegen die Gehäuse zwar preislich etwas über konventionellen Modellen mit vergleichbaren Spezifikationen, der erhöhte Entwicklungsaufwand muss sich für Cooler Master aber auch auszahlen. Die Preise für das Zubehör werden wie folgt angegeben: Side Window Kit 24,99 Euro, Top Cover Kit (Panel + Radiatorhalterung) 6,99 Euro, 3,5” Festplattenkäfig 3-Bay 14,99 Euro, 3,5” Festplattenkäfig 2-Bay 12,99 Euro und 2.5” SSD-Bracket 4,99 Euro. Damit fallen auch die Zubehörpreise human aus.

Eckdaten: Cooler Master MasterCase 5
Bezeichnung: Cooler Master MasterCase 5 (mit Zubehör)
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 235 x 512 x 548 mm (B x H x T)
Formfaktor: ATX
Laufwerke: 5,25 Zoll: 2x
3,5 Zoll: 2x
2,5 Zoll: 2x + 2x
Lüfter: 2x 140 mm (Grafikkartenkammer, optional)
Preis: 124,95 Euro (UVP)

Auf den folgenden Seiten werden wir im Grunde genommen also einen genaueren Blick auf zwei Gehäuse werfen, das MasterCase 5 und das MasterCase Pro 5 – am interessantesten wird dabei aber sicher die Frage sein, wie einfach es ist, von einem Gehäuse zum anderen zu gelangen. Einen Test im gewohnten Umfang und mit Vergleichsmessungen werden wir nachliefern, aktuell ist unser Gehäuse-Guru Philipp aber in Elternzeit.