Seite 1: Das extreme Showgehäuse Thermaltake The Tower 900 im Test

Thermaltake The Tower 900

Thermaltake ist schon im Alleingang in der Lage, extreme Gehäuse auf den Markt zu bringen. Wenn man dann auch noch mit einem bekannten Case-Modder kooperiert, kann dann eigentlich nur noch ein neuer Superlativ herausspringen. Bühne auf für The Tower 900, den "vertikalen Super Tower".

Zu den extremen Thermaltakegehäusen gehört ohne Zweifel das Core X9. Der 122-Liter-Riesenwürfel bietet nicht nur Unmengen an Platz, sondern kann auch noch mit anderen Core X9 kombiniert werden. Zwei Core X9 waren es auch, die dem französischen Case-Modder Mathieu Heredia als Grundlage für sein Projekt "The Tower" dienten. Der wuchtige Name ist dabei durchaus Programm - "The Tower" sprengt die Dimensionen des Core X9 noch einmal deutlich und eröffnet mit einem vertikalen Aufbau auch ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten. 

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Thermaltake selbst war von dem Case-Mod so angetan, dass lange Verhandlungen über die Vermarktung von The Tower folgten. Und tatsächlich konnten Thermaltake und Watermod (Heredia ist Teil dieses französischen Casemodding-Duos) sich darauf einigen, den Case-Mod in angepasster Form zu vermarkten - das The Tower 900. Das gibt Käufern nun die Gelegenheit, eines der extremsten Gehäuse überhaupt zu erwerben. Dabei können nackte Zahlen dem Gehäuse nur bedingt gerecht werden. Maße von 423 x 752 x 483 mm (B x H x T) und ein Gewicht von 24,5 kg - allein das ist schon eine Hausnummer. Doch in der Realität ist das The Tower 900 tatsächlich nur wenig kleiner als eine handelsübliche Waschmaschine. In der von uns getesteten Version würde sogar die Farbe für diesen Vergleich stimmen. Alternativ gibt es das The Tower 900 aber auch in Schwarz.

Durch das enorme Volumen ermöglicht das Gehäuse die Unterbringung eines E-ATX-Systems mit extremer Wasserkühlung. Zwei 560-mm-Radiatoren finden genauso leicht Platz wie gleich zwei hohe Röhren-Ausgleichbehälter. Wer lieber auf Luftkühlung setzt, kann bis zu 13 Lüfterplätze wahlweise mit 120- oder 140-mm-Lüftern bestücken. Bastlern und Moddern wird die Arbeit dadurch erleichtert, dass das The Tower 900 komplett modular aufgebaut ist und in seine Einzelteile zerlegt werden kann. Anders als das Core W100 wird es allerdings komplett aufgebaut ausgeliefert. Damit auch die abgefahrensten Systeme und Wasserkühlungen gut zur Geltung kommen, ist der Innenraum des The Tower 900 durch gleich drei riesige Glasscheiben einsehbar. Damit folgt nun auch Thermaltake dem Echtglas-Trend. 

Der Kaufpreis liegt mit 269,90 Euro (UVP) schon im hochpreisigeren Segment. Mit Blick auf Gehäusevolumen und Materialeinsatz wirkt er aber eher moderat. Wann genau der Verkauf starten wird, ist aktuell allerdings noch nicht klar.

Thermaltake The Tower 900

Neben der Bedienungsanleitung, den Garantiehinweisen und dem Montagematerial inklusive System-Speaker liegen dem The Tower 900 einige schwarze Kabelbinder und zwei 1 m lange USB 2.0-Verlängerungskabel bei. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Thermaltake The Tower 900
Bezeichnung: Thermaltake The Tower 900, CA-1H1-00F1WN-00
Material: SGCC-Stahl, gehärtetes Glas (5 mm), Kunststoff
Maße: 423 x 752 x 483 mm (B x H x T)
Formfaktor: 6.7” x 6.7” (Mini ITX), 9.6” x 9.6” (Micro ATX), 12” x 9.6” (ATX) , 12” x 13” (E-ATX)
Laufwerke: 1x 5,25 Zoll (extern), 6x 2,5/3,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 2x 120/140 mm (Deckel, 2x 140 mm vorinstalliert), 4x 120/140 mm (linke Seite, optional), 4x 120/140 mm (rechte Seite, optional), 2x 120/140 mm (Rückwand, optional), 1x 120/140 mm (HDD-Käfig, optional)
Gewicht: 24,5 kg
Preis: 269,90 Euro (UVP)