Seite 7: Fazit

Cooler Master geht mit der Master-Case-Serie neue Wege und bietet einen flexiblen Midi-Tower, der nicht nur zahlreiche Zusammenstellungsoptionen besitzt, sondern auch bei den Kern-Komponenten punkten kann. Ob das Konzept mit seinem FreeForm-System langfristig aber wirklich überzeugen kann, das hängt im in erster Linie von Cooler Master ab. Wird in den kommenden Monaten zahlreiches interessantes Zubehör nachgereicht, kann das MasterCase 5 schnell zum Evergreen werden.

Das liegt auch daran, dass die Optik vergleichsweise schlicht ist. Die Mischung aus schwarzem Stahl und großflächigem Mesh-Einsatz ist sicherlich nicht besonders innovativ, bietet aber eine gute Grundlage, um Systeme für jede Lebenslage zu verbauen. Zudem lässt sich bereits das Deckel-Element im Zuge erster Umbauarbeiten anpassen. Dann gehen zwar die beiden Tragegriffe verloren, im gleichen Zuge wird aber nicht nur Platz für einen Radiator geboten, sondern auch eine deutlich geschlossenere Optik geschaffen. So ist das Case rein äußerlich nicht mehr von der Pro-Variante zu unterscheiden. Die Verarbeitungsqualität und die Materialgüte gehen dabei in Ordnung.

Das Front-Panel ist gut positioniert und bietet genügend Anschluss-Optionen. Noch fehlen allerdings USB 3.1, ein Card-Reader oder aber eine Lüftersteuerung. Cooler Master wird sich hier vermutlich für die Maker-Version noch etwas Luft nach oben lassen und kann natürlich auch entsprechendes Zubehör nachliefern.

Langfristig sind zudem weitere Anpassungen zu erwarten, denn die Mesh-Front kann entfernt werden. Aber auch aktuell ist das praktisch, denn es ermöglicht den einfachen Zugriff auf den Lüfter und erlaubt ebenso die Reinigung des Staubfilters.

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Cooler Master MasterCase Maker 5 (geplant für das erste Quartal 2016, ein SD-Kartenleser ist bereits zu erkennen)

Aber nicht nur äußerlich kann das MasterCase flexibel bestückt werden, auch im Inneren möchte Cooler Master recht modular arbeiten. Dafür gibt es keinen klassischen Laufwerksschacht, sondern ein flexibles Haltesystem, in das Laufwerkskäfige einfach eingeschoben und mittels Rändelschrauben fixiert werden können. Das MasterCase 5 bietet ab Werk zwei Käfige für je zwei 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke, die Pro-Version zusätzlich einen weiteren Käfig für drei Laufwerke. Die meisten Nutzer werden die in der Front integrierten Käfige aber entfernen können, denn auf der Ebene, welche die Hauptsektion vom Netzteil-Segment unterteilt, können zwei 2,5-Zoll-Laufwerke montiert werden - auf der Rückseite des Mainboard-Trays ebenso. Mitgeliefert werden zwei passende „Haltetaschen“, wer aber wirklich vier Laufwerke verbauen möchte, kann diese natürlich zukaufen. Zusätzlich wird für großformatige Laufwerke noch ein Einbau-Platz in der unteren Etage geboten.

Ab Werk werden zwei 140-mm-Lüfter in Front und Heck verbaut, was allerdings in erster Linie als Ausgangslage betrachtet werden sollte. Zudem können zwei weitere Lüfter in der Front und im Deckel eingesetzt werden. Ebenso ist es möglich, in der Front und im Deckel je einen Dual-Radiator zu verbauen. Schwieriger sieht es allerdings bei externen Wasserkühlungen aus, denn Schlauchdurchführungen werden nicht geboten.

Cooler Master liefert mit dem MasterCase 5, das wir bereits zum MasterCase Pro 5 umbauen konnten, einen guten Einstieg in eine neue Flexibilität, muss in den kommenden Monaten aber zeigen, dass man es ernst meint mit seinen Versprechungen, weiteres Zubehör nachzuliefern. Hier möchte man verstärkt auch die Community einbeziehen. Für die gelungene Kombination aus flexiblem Aufbau und Großserienproduktion verleihen wir dem Master Case 5 unseren Technik-Award.

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Positive Aspekte des Cooler Master MasterCase 5:

  • Flexibles FreeForm-Grundgerüst
    • Wasserkühlungsdeckel nachrüstbar
    • Laufwerkskäfige flexibel einsetzbar
    • Zahlreiche Opionen für die Zukunft
  • Gute Belüftungsmöglichkeiten
  • Zahlreiche 2,5-Zoll-Einbauplätze
  • Gute Kabelführung

Negative Aspelte des Cooler Master MasterCase 5:

  • Keine Lüftersteuerung und kein Card-Reader
  • FreeForm-Grundgerüst muss künftig ausgenutzt werden, was noch offen ist