Seite 1: Stapelgehäuse Cooler Master HAF Stacker 935 im Test

Scythe_Gekko_logoMaximale Flexibilität - das verspricht Cooler Master mit den HAF Stacker-Gehäusen. Unterschiedlich große Segmente können übereinander gestapelt und für verschiedene Zwecke genutzt werden: die Unterbringung eines Zweit- oder gar Drittsystems, einer leistungsstarken Wasserkühlung oder schlicht zusätzlicher Laufwerke. Anhand des HAF Stacker 935 wollen wir herausfinden, ob die Stapelgehäuse überzeugen können.

Reguläre PC-Gehäuse haben ein klares Anwendungsprofil. Eine Anpassung an individuelle Anforderungen ist nur sehr eingeschränkt möglich. Mit dem Baukastensystem HAF Stacker möchte Cooler Master all den Anwendern entgegenkommen, die sich eine flexible PC-Behausung wünschen. Konkret wird das HAF Stacker in drei verschiedenen Paketen angeboten: Das Basispaket HAF Stacker 935 umfasst den Midi-Tower HAF 925 und das Mini-ITX-Gehäuse HAF 915F/R. Außerdem können die beiden Mini-ITX-Module HAF 915F und 915R separat erworben werden. Sie unterscheiden sich beim Innenaufbau: Im HAF 915F sitzt das ATX-Netzteil hinter der Front, im 915R an der Rückwand. 

Was ermöglicht das von uns getestete HAF Stacker 935 nun ganz konkret? Im Midi-Tower-Teil ist Platz für ein E-ATX-System, drei optische Laufwerke und sechs 3,5-Zoll-Festplatten. Zur Kühlung dient werkseitig nur ein 140-mm-Lüfter an der Rückwand. Die optionalen Lüfterplätze in der Front können nicht nur mit Lüftern, sondern - nach dem Ausbau der modularen Festplattenkäfige - auch mit einem 240-mm-Radiator bestückt werden (dafür ist ein optionaler Adapter notwendig). Richtig spannend wird es, wenn auf den Midi-Tower noch das mitgelieferte HAF Stacker 915 aufgesattelt wird. Wahlweise nimmt es ein zweites System im Mini-ITX-Format, bis zu neun Festplatten in drei Laufwerkskäfigen oder aber auch zwei 280- bzw. 360-mm-Radiatoren auf. 

Das Konzept der HAF Stacker-Reihe ist aktuell einzigartig. Am ehesten sind noch die Interceptor-Modelle von Xilence vergleichbar. Während das reguläre Interceptor ein einkammeriges HPTX-Gehäuse ist, wird dieses Basismodell beim Interceptor Pro um ein aufgesetztes Mini-ITX-Gehäuse erweitert. So modular wie die HAF Stacker-Gehäuse sind die beiden Xilence-Modelle aber nicht ausgelegt.

Bei aller Einzigartigkeit bietet Cooler Master die HAF Stacker-Gehäuse zu durchaus angemessenen Preisen an. Das Zweier-Set HAF Stacker 935 wird für 169,90 Euro verkauft, die separaten Mini-ITX-Gehäuse sind schon für 69,90 Euro erhältlich

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Das HAF Stacker 935 besteht praktisch aus zwei Gehäusen. Wenig überraschend fällt der Lieferumfang deshalb etwas umfangreicher aus. Neben zwei Bedienungsanleitungen liegen dem Stapelgehäuse Montagematerial, schwarze Kabelbinder, zwei Blenden und ein Verlängerungskabel für die Stromversorgung von S-ATA-Laufwerken bei. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Cooler Master HAF Stacker 935
Bezeichnung: Cooler Master HAF Stacker 935
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 235 x 719 x 578 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX, ATX, Micro-ATX; Mini-ITX (im HAF 915)
Laufwerke: 3+1x 5,25 Zoll (extern), 6+3x 3,5 Zoll (intern), 10x2,5 Zoll (intern, 9x adaptiert aus 3,5-Zoll-Laufwerksplätzen, 1x hinter dem Mainboard-Tray)
Lüfter HAF 925: 1x 120/140 mm (Rückseite, 1x 140 mm vorinstalliert), 2x 120 mm (Vorderseite, optional), 3x 120 mm (Deckel, optional)
Lüfter HAF 915: 1x 92 mm (Front, vorinstalliert), 6x 120 mm/4x 140 mm (Seiten, optional)
Gewicht: rund 15,6 kg
Preis: 169,90 Euro