Seite 6: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

Testsystem H67

Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsystem
Prozessor: Intel Core i3-2100
Prozessor-Kühler: Intel Referenz
Mainboard: Gigabyte H67M-D2-B3
Arbeitsspeicher: 4 GB Kingston DDR 3
Festplatte: Samsung HD753LJ 750 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 6570 Ultimate
Betriebsystem: Windows 7 x64 Professional

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Tool Speedfan. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert.

Im direkten Anschluss wurde die Grafikkarte mittels FurMark auf Temperatur getrieben. FurMark ist ein kostenloser OpenGL-Benchmark und bietet einen Xtreme-Burning-Mode, der die Grafikkarte temperaturmäßig ans Limit bringt. Auch die Grafikkarte wurde 30 Minuten lang ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand herunter getaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert. Um die Luftströmung zu verbessern, wurde vor dem Festplattenkäfig ein weiterer Lüfter – ein 120 mm Be quiet! Silent Wings – eingebaut, der kalte Luft in das Gehäuse bläst.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

Cougar Evolution BO Review

Beurteilung der Temperaturen:

Der Temperaturverlauf sieht auf den ersten Blick kritisch aus, besonders die hohen Temperaturen der Grafikkarte erschrecken etwas. Wenn man allerdings betrachtet, dass es sich bei dem CPU-Kühler um Intels Referenzkühler handelt und die Grafikkarte komplett passiv gekühlt wird, relativiert sich der 7-Volt-Wert schnell. Der mitgelieferte Lüfter ist leistungsstark und unterhalb von 7V kaum vernehmbar. Erst bei über 7V ist er deutlich hörbar und übertönt den be quiet!- und den Intel-Lüfter. User mit empfindsamen Ohren sollten ihn austauschen.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Wir messen die maximale Höhe des Prozessorkühlers und die maximale Grafikkartenlänge mithilfe eines handelsüblichen Zollstocks und berücksichtigen auch vorhandene Hersteller- bzw. Händlerangaben. Daraus resultieren gewisse Messungenauigkeiten. Die Werte können zwar als Orientierung dienen, sind aber keineswegs mm-genau.

Höhe Prozessorkühler:

Cougar Evolution BO Review

Das Cougar Evolution BO ist relativ breit und bietet mit 175 mm (170 mm Herstellerangabe) deshalb viel Platz für einen großen Towerkühler. Auch über Lüfter mit einer Kantenlänge jenseits der 120 mm kann nachgedacht werden, sofern es das Mainboard zulässt.

Grafikkartenlänge:

Cougar Evolution BO Review

Cougar bewirbt das Gehäuse unter anderem als Quad-SLI-Gehäuse und dementsprechend sind die Erwartungen an die maximale Länge der Grafikkarten, die verbaut werden können. Mit 305 mm, oder anders gesagt 12 Zoll, bietet das Gehäuse mehr Platz als für die aktuelle NVIDIA GTX 690 notwendig wäre und selbst die kolossale ATI 6990 mit 30,5 cm würde in dem Evolution BO Platz finden. 

Platz hinter dem Mainboardschlitten:

Cougar Evolution BO Review

Der Abstand hinter dem Mainboardschlitten ist in allen Fällen ausreichend. Selbst das ärgste Kabelwirrwarr sollte sich sicher hinter der Seitenwand verstauen lassen, ohne dass sie ausbeult. Dafür sorgen die gemessenen 20 mm zwischen dem Tray und der Halterung für das Seitenteil und die zusätzlichen 5 mm, die sich aus der Auswölbung des Seitenteils ergeben. Insgesamt stehen also ungefähr 25 mm zur Bändigung der Kabel zur Verfügung.