Seite 3: Software und Praxiseinsatz

Eine Gamingmaus im Jahre 2019 braucht auch eine passende Software, mit deren Hilfe beispielsweise die programmierbaren Tasten eingestellt werden können. Sharkoon liefert mit der Maus selbst keine Software aus, diese muss auf der Homepage heruntergeladen werden und ist mit einer Größe von 37 MB relativ klein. Die Software selbst kann innerhalb von nur 1-2 Minuten installiert und verwendet werden. Der generelle Aufbau der Software ist dabei sehr simpel und alle möglichen Einstellungen können auf einer Seite vorgenommen werden. Eine Unterteilung wie bei anderen Herstellern in unterschiedliche Tabs gibt es nicht.

Die Maus in der Mitte ist das zentrale Element und zeigt an, wenn man links daneben im Bereich "Tastenbelegung" eine Taste auswählt, wo genau diese sich an der Maus befindet. Standardmäßig ist die "Draufsicht" aktiviert, es kann aber auch die "Seitenansicht" eingestellt werden. Neben Standardfunktionen einer Maus können auch Makros oder Multimediabefehle einer Taste zugewiesen werden. Die Aufzeichnung von Makros erfolgt direkt in der Software. Unterhalb der "Tastenbelegung" finden wir dann den aktuellen "Akkustand". Dieser wird über eine Batterie symbolisiert und verändert sich ja Ladezustand.

Rechts neben der Maus können als erstes die DPI-Stufen angepasst werden. Insgesamt stehen sechs unterschiedliche Stufen zur Verfügung, die in 50er Schritten angepasst werden können. Um später im Betrieb einfacher erkennen zu können, welche DPI-Stufe gerade ausgewählt ist, kann jeder Stufe noch eine Farbe zugeordnet werden. Effekte wie sie meistens bei Gamingprodukten zu finden sind, werden dabei nicht unterstützt. Im weiteren Verlauf kann die "Pollingrate" angepasst werden. Auch Standardeinstellungen wie die Mausgeschwindigkeit, Doppelklickgeschwindigkeit oder auch die Scroll-Geschwindigkeit können in der Software angepasst werden. Eine Anpassungsmöglichkeit für die "Lift-of-distance" ist nicht möglich und wird seitens Sharkoon mit 2 mm vorgegeben. Schöne wäre es auch, wenn die Größe des Einstellbildschirms angepasst werden könnte, um so beispielsweise die DPI besser ablesen zu können.

Praxiseinsatz

Ein günstiger Preis und dann auch noch wireless, passt das in der Praxis zusammen oder ergeben sich daraus zwangsweise Einschränkungen oder Nachteile für den User? Fangen wir mit der Akku-Laufzeit an und diese hat uns wirklich positiv überrascht. Wir konnten locker eine Woche mit der Maus im Wirlessbetrieb arbeiten und mussten erst am Ende der Woche die Maus zum Laden anschließen. Dies ist wirklich sehr angenehm und auf jeden Fall ein positiver Aspekt an der Skiller SGM3.  Doch wie genau kann es sein, dass die Maus so lange durchhält? Auf jeden Fall ist die nur dezente RGB-Beleuchtung ein großer Vorteil, da diese den Akku wesentlicher weniger belastet als eine aufwendige RGB-Beleuchtung mit vielen Effekten, und auch der eingebaute Ruhe-Modus trägt dazu bei.

Die Maus versetzt sich selbstständig nach einer gewissen Zeit der Inaktivität in den Ruhe-Modus und kehrt mit einem einfachen Tastendruck wieder aus diesem zurück. Ist der Akku der Maus dann aber wirklich mal leer, muss man nur für wenige Stunden die Maus entweder über das beiliegende Kabel mit dem PC verbinden oder man nutzt eine Wireless-Charging-Station. Wird die Maus über das Kabel geladen, hat dies den Vorteil, dass man sie weiterhin verwenden kann. Bei der Verwendung einer Wireless-Charging-Station ist die logischerweise nicht möglich und der Ladevorgang kann je nach verwendeter Station auch etwas länger dauern als mit dem Kabel. Im Durchschnitt haben wir maximal 1-2 Stunden gebraucht, um die Maus wieder vollständig aufzuladen.

Doch ist nicht nur eine lange Akkulaufzeit wichtig für eine Wireless-Gaming-Maus, auch der Sensor muss in Spielen gut performen und die Befehle fehlerfrei und präzise an den Computer weitergeben. Der in der Sharkoon Skiller SGM3 verbaute ATG4090 ist ein Sensor der Low-Budget Klasse und findet sich auch in wenigen Mäusen wieder, trotzdem haben wir beim Spielen keine Probleme mit dem Sensor feststellen können. Jeder Befehl und jede Bewegung wurden problemlos übermittelt. Auch bei sehr schnellen Bewegungen haben wir keine Probleme feststellen können. Dabei haben wir uns immer in einem DPI-Bereich bis 1.500 bewegt. Selbstverständlich bietet der Sensor auch höhere DPI-Einstellungen an, in diesem Fall liegt der maximale DPI-Wert bei 6000, dies sollte in der Praxis aber keine wirkliche Relevanz haben. Des Weiteren fällt ab ca. 3.500 DPI auf, dass wir einen Jittering-Effekt haben. Umso höher wir an der DPI-Schraube drehen, umso stärker wird der Effekt. Eine Verbindung zur verwendeten Oberfläche haben wir nicht festgestellt. So machte es keinen Unterschied ob wir ein Mauspad verwenden oder einfach direkt auf der Holzplatte arbeiten oder spielen.

Oft wird bei in Verbindung mit Wireless-Geräte von einem sogenannten Input-Lag gesprochen. Es handelt sich dabei um eine Zeitverzögerung zwischen Befehlsabgabe an der Maus und Reaktion auf dem Monitor. Die wird begünstigt durch eine schlechte USB Polling Rate oder auch durch zu schlechte Maustaster. Im Fall der Sharkoon Skiller SGM3 haben wir keinen Input-Lag feststellen können.

Der Druckpunkt der Haupttasten als auch der Zusatztasten ist sehr angenehm und leichtgängig. Die Position der Zusatztasten ist gut gewählt und lässt sich in Verbindung mit den drei Standardgriffarten ohne Probleme betätigen. Die Größe der Maus ist sowohl für kleine als auch für größere Hände geeignet und hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Wir haben während unserer Testphase keine Ermüdungserscheinungen bemerkt. Auch das Scrollrad hat einen guten Druckpunkt als Taste und der Scrollwiderstand ist so gewählt, dass auch ohne das Festhalten der Maus das Scrollrad mit einem Finger betätigt werden kann.