> > > > Corsair Ironclaw RGB Wireless im Kurztest: Freiheit für die Eisenkralle

Corsair Ironclaw RGB Wireless im Kurztest: Freiheit für die Eisenkralle

Veröffentlicht am: von

corsair ironclaw rgb wireless logoDie Ironclaw RGB ist eine der aktuellen Gaming-Mäuse von Corsair. In der neuen Wireless-Variante verspricht sie drahtlose Freiheit: Und das wahlweise per 2,4 GHz-Slipstream-Verbindung oder per Bluetooth. Im Kurztest klären wir, wie sehr sich die neue Drahtlos-Variante vom Standardmodell unterscheidet und ob sie auch in der Praxis überzeugt.

Die reguläre Ironclaw RGB konnten wir direkt zum Launch gemeinsam mit Harpoon RGB Wireless und M65 RGB Elite testen. Gegenüber diesen beiden anderen Modellen wurde sie größer gestaltet. Dadurch soll die Ironclaw RGB sowohl FPS- als auch MOBA-Spieler ansprechen und auch gut für Nutzer mit größeren Händen geeignet sein. Mit dem PixArt PMW-3391 hat Corsair einen High-End-Sensor verbaut, der mit 100 bis 18.000 DPI auflöst. Dabei kann die DPI-Stufe extrem fein in 1-DPI-Schritten angepasst werden. 

Die Ironclaw RGB kam ursprünglich als reine USB-Maus auf den Markt. Mit der neuen Wireless-Variante werden nun zwei weitere Verbindungswege möglich: Zum einen kann ein eine 2,4-GHz-Verbindung zum mitgelieferten USB-Empfänger aufgebaut werden. Dank Slipstream-Technologie soll dabei eine Verzögerungszeit von nur 1 ms erreicht werden. Und zum anderen wird auch Bluetooth 4.2 + LE (Low Energy) unterstützt (vorausgesetzt wird mindestens Bluetooth 4.0). Im direkten Vergleich werden wir noch zeigen, dass es beim Wireless-Modell auch noch weitere Änderungen gegeben hat. 

Die UVP fällt bei der Ironclaw RGB Wireless schon einmal höher aus. Während sie beim USB-Modell noch bei 59,99 Euro lag, werden für die Drahtlos-Variante 79,99 Euro angesetzt. 

Technische Daten & Lieferumfang

Zusätzlich zur Maus liefert Corsair gleich vier Info-Heftchen mit. Ein abnehmbares USB-Kabel darf genauso wenig fehlen wie ein kompakter USB-Empfänger. Schließlich liegt noch ein USB-Kabeladapter bei.

Technische Daten - Corsair Ironclaw RGB Wireless

Sensortyp: Pixart PMW-3391, optisch
Auflösung: 100 - 18.000 DPI, in 1-DPI-Schritten anpassbar
Beschleunigung: bis zu 50 g
Mausgeschwindigkeit: bis zu 400 IPS
Polling Rate: 1.000 Hz
interner Speicher: für Profile nutzbar
Switches: Omron
Zusätzliche Tasten: Topcover: 2, linke Seite: 5 
Design & Features: ergonomisch,gummierte Seiten
Gleitfüße: PTFE, vier Stück
Anbindung: USB-Kabel, 2,4 GHz Slipstream, Bluetooth 4.2 + LE
Akkulaufzeit: 2,4 GHz Slipstream: bis zu 16 Stunden mit Standard-Beleuchtung, bis zu 24 Stunden ohne Beleuchtung
Bluetooth: bis zu 30 Stunden mit Standard-Beleuchtung, bis zu 50 Stunden ohne Beleuchtung
Kabel: 1,8 m, textilummantelt, abnehmbar mit Micro-USB-Anschluss
Abmessungen: 130 x 80 x 45 mm (L x B x H)
Gewicht: 130 g
Preis: 79,99 Euro (UVP)

Die Maus im Detail

Der auffälligste Unterschied zwischen Ironclaw RGB und Ironclaw RGB Wireless ist sicher das abnehmbare USB-Kabel bei der Drahtlos-Variante. Bei der Nutzung fällt außerdem schnell auf, dass diese Variante wegen des integrierten Akkus doch deutlich schwerer ist. Das Gewicht legt immerhin von 105 auf 130 g zu. 

Und noch ein Unterschied ist sofort auffällig: Die Ironclaw RGB Wireless bietet an der linken Seite gleich drei zusätzliche Tasten. Zwei Tasten können vom Zeigefinger links von der linken Maustaste bedient werden. Und oberhalb der beiden regulären Daumentasten sitzt nun eine dritte Taste, die ebenfalls mit dem Daumen bedient wird. Wer genauer hinsieht, erkennt auch beim Design kleine Unterschiede zwischen beiden Mausvarianten. Das Drahtlos-Modell erhält einen grauen Akzent durch ein Aluminiumelement im hinteren Bereich und eine schwarze Hochglanzfläche an der Stirnseite. Die große und komfortable Daumenauflage ist bei beiden Varianten gummiert und entsprechend griffig. 

Die rechte Seite sieht bei beiden Mausvarianten hingegen sehr viel ähnlicher aus. Corsair sorgt auch hier mit einer gummierten Fläche für zusätzlichen Grip. Die Ironclaw-RGB-Modelle fallen zur rechten Seite hin deutlich ab und sind insgesamt ganz klar ausschließlich für Rechtshänder geformt. 

Corsair beleuchtet sowohl das Logo als auch die Multi-Funktions-Anzeige an der Seite und die Rückseite der Maus. Dass diese Beleuchtung sich deutlich auf die zu erwartende Akkulaufzeit auswirkt, gibt Corsair ganz offiziell an. Bei einer 2,4 GHz Slipstream-Verbindung steigt die Akkulaufzeit von 16 auf 24 Stunden und damit um 50 Prozent, wenn auf die Beleuchtung verzichtet wird. Wenn der Akku im Drahtlos-Betrieb erschöpft ist, wird einfach das mitgelieferte USB-Kabel als Ladekabel genutzt. Anstelle des USB Typ-C-Steckers nutzt Corsair noch einen alten Micro-USB-Stecker.  

In der Praxis

Mit einem kleinen Schiebeschalter an der Unterseite kann die Ironclaw RGB Wireless an- und ausgeschaltet und zwischen dem 2,4-GHz- und Bluetooth-Betrieb gewechselt werden. Mit ihren vier großen PTFE-Flächen hat die Maus gute Gleiteigenschaften. Im Betrieb fällt allerdings schon auf, dass die Wireless-Variante beim Gewicht deutlich zulegt. Wenn man sich an das Gewicht gewöhnt hat, profitiert man wie schon bei der USB-Variante vom verbauten Sensor. Pixarts High-End-Sensor PMW-3391 setzt auch schnellste Mausbewegungen präzise um. Das gilt erfreulicherweise auch dann, wenn die Maus drahtlos per 2,4 GHz Slipstream-Adapter genutzt wird. 

Für den Test haben wir die Maus vor allem in diesem Modus genutzt. Gegenüber einer Kabelmaus konnten wir keine Nachteile bemerken. Die Verbindung wird automatisch und schnell hergestellt. Wenn die Maus einige Zeit lang nicht genutzt wird, versetzt sie sich selbst in einen Ruhemodus. Bei Bedarf wacht sie daraus aber auch schnell wieder auf. Eine exakte Überwachung des Ladezustands ist über iCUE aktuell leider nicht möglich. Und die Mulifunktions-LEDs an der Seite können nur einen groben Anhaltspunkt liefern. Zwei Arbeitstage konnten wir mit einer Akkuladung gut überbrücken. Zu Beginn des dritten Tages war die Restladung niedrig. Die Corsair-Angabe (16 Stunden im Slipstream-Betrieb mit aktiver Beleuchtung) ist also durchaus realitätsnah. Auch der Bluetooth-Betrieb war problemlos möglich. Allerdings wird die Maus im Bluetooth-Modus nicht von iCUE gefunden. 

Fazit

Das Angebot an Corsair-Mausen ist aktuell schon fast etwas unübersichtlich. Und mit der Ironclaw RGB Wireless kommt nun noch ein weiteres Modell hinzu. Allerdings ist diese Drahtlos-Maus durchaus eine sinnvolle Ergänzung, und zwar gerade auch zur kleineren und günstigeren Einsteiger-Variante Harpoon RGB Wireless. Die Ironclaw RGB Wireless passt nicht nur deutlich besser zu großen Händen und zur Nutzung im Palm-Grip. Sie kann vor allem auch den besseren Sensor und zusätzliche Tasten bieten. 

Allerdings ist die Ironclaw RGB Wireless auch rund 30 g schwerer als die Harpoon RGB Wireless und generell eine relativ schwere und wuchtige Maus. Gerade manchen FPS-Spieler könnte das abschrecken - zumal die zahlreichen Zusatztasten in Shootern nur bedingt sinnvoll sind. 

Als drahtlose Allround-Maus mit überzeugendem Sensor und großer Flexibilität bei der Tastenbelegung hat die Ironclaw RGB Wireless aber allemal ihre Stärken. Auch der Aufpreis gegenüber dem USB-Modell wirkt im direkten Vergleich angemessen. Denn trotz einiger kleiner Kritikpunkte ist es regelrecht befreiend, die Maus mit praktisch identischer Performance kabellos zu nutzen. 

Positive Aspekte der Corsair Ironclaw RGB Wireless:

  • wahlweise per USB, 2,4 GHz Slipstream oder Bluetooth 4.2 + LE nutzbar
  • Zusatztasten erweitern Einsatzbereich
  • LEDs informieren über Einstellungen /groben Akkustand
  • komfortable Rechtshändermaus, auch für lange Nutzungsdauer gut geeignet
  • Corsair iCUE als übersichtliche Software

Negative Aspekte der Corsair Ironclaw RGB Wireless:

  • deutlich schwerer als das USB-Modell
  • keine Akkuanzeige in iCUE, iCUE bei Bluetooth-Anbindung nicht nutzbar
  • noch kein USB Typ-C-Anschluss

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar


Social Links

Diesen Artikel bewerten:

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

Diskutiert das Thema in unserem Forum:
Corsair Ironclaw RGB Wireless im Kurztest: Freiheit für die Eisenkralle

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Razer Blackwidow Elite im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PREVIEW_RAZER_BLACKWIDOW_ELITE

    Mit der Razer BlackWidow Elite gibt es insgesamt schon zwölf unterschiedliche Modelle der BlackWidow-Reihe. Die BlackWidow-Modelle, sollen laut Razer, schon immer der Maßstab aller Gamingtastaturen gewesen sein - und mit der "Elite"-Ausprägung soll die Tastatur noch einmal auf ein völlig... [mehr]

  • Corsair Nightsword RGB im Test: High-End-Maus mit intelligentem Gewichtssystem

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_NIGHTSWORD_RGB_LOGO

    Corsairs neue High-End-Maus Nightsword RGB bietet nicht einfach nur ein Gewichtssystem. Sie analyisiert in Echtzeit, was für Gewichte montiert werden und wie sich das auf den Schwerpunkt der Maus auswirkt. Mit einem Top-Sensor, Omron-Switches und 4-Zonen-RGB ist die Nigtsword RGB auch sonst... [mehr]

  • Cherry MX Board 1.0 im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PREVIEW_CHERRY_MX_BOARD_1

    Mit dem MX-Board 1.0 schließt Cherry die Lücke nach unten und bietet eine günstige Einsteigertastatur für Viel- und Schnellschreiber sowie den Gelegenheitsspieler an. Somit vervollständigt Cherry sein Portfolio im Bereich der MX-Boards.Die MX Boards richten sich hauptsächlich an die... [mehr]

  • Sharkoon Drakonia II im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PREVIEW_SHARKOON_DRAKONIA_II

    Mit der Drakonia 2 veröffentlicht Sharkoon die zweite Auflage seiner sehr beliebten und auffälligen Gamingmaus. Neben einer extrovertierten Optik setzt der Hersteller auf bewährte Technik aus deutlich teureren Modellen. Wie gut sich der Gaming-Nager, mit seinem potentiell guten... [mehr]

  • Cooler Master MK850 im Test: Was bringen analoge Tasten?

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/COOLER_MASTER_MK850_LOGO

    Die typischen Tasten auf Tastaturen kennen nur Auslösung oder keine Auslösung. Gerade die Fahrzeugsteuerung wirkt deshalb entsprechend unnatürlich. Eine Abhilfe verspricht die Aimpad-Technologie, die Cooler Master in der brandneuen MK850 einsetzt. Im Test finden wir heraus, welche Vorteile die... [mehr]

  • Sharkoon Purewriter RGB im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PREVIEW_SHARKOON_PUREWRITER_RGB

    Vor gut einem Jahr konnten wir bereits die flachen Kailh-Switches mit der Sharkoon Purewriter TKL testen und wurden auf fast ganzer Linie überzeugt. Ein paar kleine Schwachstellen waren zwar noch vorhanden, aber vielleicht werden die mit der neuen Sharkoon Purewriter RGB behoben. Wir werden es in... [mehr]