Seite 4: Spieletest

Für unseren Spieletest müssen sich sämtliche Mäuse in drei verschiedenen Spielen beweisen. Zum einen nutzen wir “Quake Live”, einen Online-Egoshooter auf Basis der Quake-Engine, um zu zeigen, wie belastbar sie ist. Außerdem muss sie in TES - Skyrim und League of Legends zeigen, ob die Zielgruppe erreicht wird. Zunächst folgt jedoch eine kurze Beschreibung des jeweiligen Spiels.

Quake Live:

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Browserbasiert benötigt Quake-Live nur wenige Megabyte auf dem eigenen Computer, um direkt über die Adresse “www.quakelive.com” gespielt werden zu können. Ein Account ist zudem notwendig, um mit dem gleichen Nickname und von verschiedenen Computern aus auf das Spiel zugreifen zu können. Die Maus ist in diesem Spiel definitiv das wichtigste Werkzeug – rasante Bewegungen, 180°-Drehungen und eine hohe Belastung der Buttons sprechen für einen Stresstest mit diesem Spiel. Eine Maus, die den Spieler nicht ausbremst, ist hier definitiv von Vorteil. Durch eine gute Ergonomie sollte der Nager fest und sicher in der Hand liegen.

League of Legends:

League of Legends League of Legends

League of Legende ist ein sogenanntes MOBA-Strategiespiel. Dabei stehen sich zwei Teams auf einer Karte gegenüber. Statt sich um den Basisaufbau kümmern zu müssen, können die Spieler gleich in das Geschehen eingreifen und sich voll auf die Steuerung ihres Helden konzentrieren. In den Kämpfen mit gegnerischen Helden, Hilfstruppen und Abwehrtürmen sind schnelle Reaktionen und präzise Klicks gefragt. Die verschiedenen Zauber und Aktionen fordern in den schnellen Kämpfen besonders die Ergonomie der Maus. Eine falsch gedrückte Taste kann hier den Unterschied zwischen Leben und Tod des Helden ausmachen.

TES - Skyrim:

TES-Skyrim TES-Skyrim

Der fünfte Teil, Skyrim, der The-Elder-Scrolls-Serie steht stellvertretend für Rollenspiele. Märsche durch eine weite Landschaft wechseln sich mit schweißtreibenden Kämpfen gegen Drachen, Wölfe und Banditen ab. Damit der Held oder die Heldin die Gegner im Nah- und Fernkampf beharken und gleichzeitig mit Zaubersprüchen und Drachenschreien unter Druck setzen kann, ist eine zuverlässige Funktion der Maustasten notwendig. Zusätzlich stellt das Spiel je nach Situation hohe Ansprüche an die Sensibilität und Geschwindigkeit des Sensors und bietet damit eine gute Referenz für eine Allround-Mouse.

Test auf unterschiedlichen Unterlagen:

Jede Maus wird sowohl auf einem Hartplastikpad als auch auf einem Stoffpad getestet – auf den Test auf einer Glasoberfläche verzichten wir, weil fast alle optischen Mäuse dort Probleme mit der Abtastung haben. Um wirklich gut abzuschneiden, sollten sich die Unterschiede in der Bedienung und Präzision nur durch die speziellen Eigenschaften der Mauspads unterscheiden. Kommt eine Maus mit einem Pad nicht zurecht, ist dies bedauerlich und wird entsprechend zur Kenntnis genommen.

Um es vorwegzunehmen, die Maus hat sich in den drei Spielen sehr gut geschlagen. In Quake Live fiel die hohe Präzision und der schnelle Sensor positiv auf. Bewegungen werden blitzschnell in das Spielgeschehen übersetzt, sodass für den Tod aus dem Rücken ausnahmsweise nicht das Material, sondern die lahmen Reflexe des Testers schuld waren. Die Maustasten setzen die Befehle ebenfalls schnell um, ohne den Zeigefinger zu ermüden. Die zusätzlichen Tasten der Razer Naga Hex bringen in Quake Live weniger Vorteile, weshalb sie vernachlässigt werden können.

In TES-Skyrim macht die Naga Hex von Razer ebenfalls eine gute Figur. Hier sorgt der gute Treiber und die einfache Makrofunktion für einen erheblichen Mehrwert. Das konsolenlastige Interface lässt sich sehr gut mit Makro vergessen machen, sodass schnell jede einzelne Taste auf der Maus belegt ist. Besonders gut gefällt die schnelle Umschaltung der Präzision des Sensors, der sich blitzschnell der jeweiligen Situation anpassen lässt. Eine geringe Auflösung des Sensors bedeutet, dass die Landschaft beim Herumschweifen des Blickes langsam an einem vorbeizieht, bevor im Nahkampf eine hohe Sensibilität für die nötige Agilität bei kleinsten Mausbewegungen sorgt.

Schließlich das Spiel, für das die Maus designt wurde. Bei League of Legends glänzt die Naga Hex. Man spürt, dass die sechs Daumentasten mit Bedacht gewählt wurden und perfekt für den Spielfluss angeordnet sind. Die Mausklicks gehen schnell und unermüdlich von der Hand, sodass sich selbst Annie-Bot in Zukunft in Sicherheit bringen muss. Aber selbst nach etlichen Stunden im Summoner's Rift ist der Sinn der hinteren Mitteltaste nicht geklärt. Sie liegt einfach zu weit hinten, um wirklich nützlich zu sein.

Was uns am meisten während des Testzeitraums überrascht hat, war die Alltagstauglichkeit der Maus. Razer hat mit der Naga Hex eine spezialisierte Gaming-Maus abgeliefert, die der eierlegenden Wollmilchsau sehr nahe kommt. Egal, welche Aufgabe gerade anlag – Videos schneiden, Artikel schreiben, Tabellen bearbeiten, surfen, Bilder sortieren –, die Naga Hex ließ uns nicht im Stich. Sicherlich spielt der Treiber mit seinen programmspezifischen Makros und dem einstellbaren Sensor die Hauptrolle, aber auch die Ergonomie sollte nicht vernachlässigt werden, denn die Maus schmiegt sich förmlich der Hand an und sorgt so für stundenlanges Arbeiten ohne Ermüdungserscheinungen.