Seite 3: Treiber und Installation

Da keine Treiber-CD mitgeliefert wird, ist die erste Anlaufstation die Webseite von Razer. Der 8 MB große Download ist auch über langsame Leitung erfreulich schnell bewältigt – unschön ist, dass der Treiber für OSX nach der Installation zunächst ein Update lädt (zur Zeit des Tests) und der Windows Treiber zwingend .Net 4 benötigt. Beim ersten Start des Programms Razer Synapse 2.0 wird eine Anmeldung bei Razers Cloud-Service verlangt, was ohne weitere Erklärung den Benutzer im Dunkeln über den Sinn und Zweck lässt.

Hinter der Anmeldung bei dem Service von Razer versteckt sich eine recht sinnvolle Einrichtung. Statt die Konfigurationen in der Maus zu speichern, werden die Profile auf den Servern von Razer gespeichert. So sind einmal eingerichtete Profile unabhängig von der Hardware und dem System gespeichert und können nach einem Tausch der Hardware weiter benutzt werden. Die Profile werden zudem über Systemgrenzen hinweg synchronisiert, sodass auf OSX die gleichen Profile zur Verfügung stehen wie unter Windows.

Oberfläche des Razer-Treibers
Oberfläche des Razer-Treibers

Die Oberfläche des Programms ist in dem razertypischen Farbschema Schwarz-Grün gehalten. Hier können Profile angelegt, Makros definiert, die Abtastung angepasst und die Beleuchtung der Maus geändert werden.

Unter dem Reiter “Mouse” kann jede der zehn Tasten nach Wunsch belegt werden – ausgenommen davon ist die linke Maustaste. Dazu wird die entsprechende Taste gewählt und eine Aktion ausgewählt. Als Aktion können Tastatur- oder Mauskombinationen, zum Beispiel ein Rechtsklick gefolgt von einem Linksklick, gewählt werden. Programme können auf Knopfdruck gestartet werden, die Sensibilität des Sensors angepasst oder Profile gewechselt werden. Und schließlich können vorher definierte Makros frei auf die Maustasten verteilt werden.

“Performance” regelt die Charakteristik der Laserabtastung. Dafür kann die Sensibilität auf Wunsch für die X- und die Y-Achse separat zwischen 100 und 5600 geregelt werden. Zusätzlich lassen sich fünf verschiedene Stadien definieren, zwischen denen auf Knopfdruck gewechselt werden kann. Selbstverständlich lassen sich dafür auch zwei Tasten auf der Maus verwenden, sodass während des Betriebs eine der fünf Stufen gewählt werden kann – besonders praktisch bei First-Person-Shootern, wenn man durch das Zielfernrohr genauer zielen möchte und in der nächsten Situation mit dem MG Sperrfeuer gibt. Weiterhin lässt sich die Polling-Rate in drei Stufen regeln, um die Verzögerung zu reduzieren, bis der Mauszeiger bewegt wird. Dass sich die Beschleunigung des Mauszeigers in zehn Stufen ändern lässt, dürfte sich fast schon von selbst verstehen.

Wem die giftgrüne Beleuchtung auf Dauer nicht gefallen sollte, kann sie in dem Bereich “Lightning” separat für das Mausrad und die Daumentasten und das Logo aus- oder einschalten.

Das mächtigste Werkzeug im Kampf um Erfahrungspunkte und Ruhm dürfte die Fähigkeit sein, Makros definieren zu können. Dazu fügt man unter dem gleichnamigen Reiter ein neues Makro hinzu, gibt ihm einen Namen und zeichnet die Aktionen auf, die ausgeführt werden sollen. Razer bietet dafür an, die Wartezeit zwischen zwei Tastenaktionen aufzuzeichnen, so wie sie sich ereignet, eine feste Verzögerung zu definieren oder keine Verzögerung zu benutzen. Nach dem Aufzeichnen kann das Makro bearbeitet werden, sodass unnötige Tastenaktionen gelöscht werden können.

Hat man die Maus in allen Einzelheiten eingestellt, kann man die Konfiguration als Profil speichern. Der Clou daran ist, dass die Profile einzelnen Programmen zugewiesen werden können, sodass sie automatisch eingestellt werden, sobald man sich in einem bestimmten Programm befindet. Der Vorteil liegt in der Hand: Alle Parameter können dem jeweiligen Spiel oder der Anwendung angepasst werden und sind automatisch verfügbar.