Seite 3: Fazit

Die Patriot-Viper-RGB-Familie entpuppt sich im Test als konsequente Weiterentwicklung. Wer bisher Patriot-Speicher mit Beleuchtung nutzen wollte, musste mit geringerem Tempo und lediglich einfarbigen LEDs vorlieb nehmen. Erfreulicherweise hat man sich in Kalifornien aber nicht darauf beschränkt, lediglich andere Dioden zu verbauen, sondern hat auch an den Taktraten geschraubt. Der Speicher der Reihe Viper LED ist somit ein Stück weit überflüssig geworden.

Es zeigt sich aber auch, dass für eine Steigerung der Performance nicht immer zum schnellsten Speicher gegriffen werden muss - vorausgesetzt, man traut sich das Spiel mit Spannungen und Timings zu. Denn das OC-Potential fällt zumindest beim Test-Kit vergleichsweise hoch aus, wie die Messungen zeigen.

Performancerating

Prozent

Aber nicht nur das fällt positiv auf. Auch die Tatsache, dass erst spät die Spannungen erhöht werden müssen, ist erwähnenswert. Die notwendige Entschärfung der Timings bei steigendem Takt bewegt sich im üblichen Rahmen. Wer an dieser Stelle Wert auf bessere Werte legt, kann beispielsweise auf das DDR4-3600-Kit zurückgreifen. Aber nicht nur die abrufbare Performance überzeugt, auch die insgesamt sehr gute Verarbeitung der Speicherriegel überzeugt. Hinzu kommen die mit den wichtigsten Beleuchtungssystemen kompatiblen RGB-LEDs, die hinsichtlich Farbdarstellung und Helligkeit kaum Wünsche offen lassen. Das sauber programmierte SPD darf erwartet werden.

Gleiches gilt für das Hinterlegen der weiteren RAM-Daten. Dass Patriot in diesem Punkt patzt ist ärgerlich. Gleiches gilt auch für den Verzicht auf eine QVL. Das Unternehmen spricht lediglich von der Kompatibilität gegenüber den aktuellen AMD- und Intel-Plattformen, einzelne Mainboards oder Chipsätze werden jedoch nicht aufgelistet.

Wer mit diesen eher kleineren Mankos leben kann und auf der Suche nach RAM mit Licht ist, sollte den Patriot Viper RGB in der Kreis der Kandidaten aufnehmen. Die Kombination aus Performance, Verarbeitung und Kompatibilität gegenüber Beleuchtungssystemen überzeugt.

Zum Start wird das 16-GB-Kit im Handel rund 190 Euro kosten - eine unverbindliche Preisempfehlung gibt es seitens Patriot nicht. Angesichts der Ausstattung sowie der Timings gehört der Speicher somit zu den günstigsten. Zum Vergleich: Das DDR4-3000-Kit wird etwa 190 Euro kosten, für DDR4-2666 werden 180 Euro verlangt, DDR4-3600 und DDR4-4133 schlagen mit circa 250 und 280 Euro zu Buche.

Positive Aspekte des Patriot Viper RGB DDR4-3200:

  • hochwertige Verarbeitung
  • sauber programmiertes SPD
  • kompatibel mit den wichtigsten Beleuchtungssystemen
  • vergleichsweise hohes OC-Potential

Negative Aspekte des Patriot Viper RGB DDR4-3200:

  • konservative SPD-Profile
  • keine QVL