Seite 1: Apacer Panther Rage Illumination DDR4-3000 im Test: RAM mit Samsung-Herz

apacer panther rage illumination

Was der Tiger für den Tank ist, soll der Panther für den PC sein. Die Raubkatze soll nicht nur Gamer glücklich machen, sondern auch Freunde von LED-Beleuchtung und Modder vom Kauf überzeugen. So zumindest stellt es sich Apacer vor, wenn es um den RAM vom Typ Panther Rage Illumination DDR4-3000 geht. Doch im Test zeigt sich, dass so manches Versprechen nur im Ansatz eingehalten wird. Wer gerne übertaktet, könnte hingegen glücklich werden - möglicherweise.

Die Reihe Panther Rage Illumination umfasst diverse Speichermodule und -kits, die sich nicht nur hinsichtlich der Kapazität unterscheiden. Die Bandbreite reicht vom DDR4-2400-Riegel mit 4 GB bis hin zum 16-GB-Kit gemäß DDR4-3000 und 16-16-16-36-Timings. Trotz bereits einige Monate zurückliegendem Start ist das Angebot in Deutschland sehr überschaubar, vor allem das für den Test zur Verfügung stehende Kit (16 GB DDR4-3000, 16-18-18-38) ist jedoch problemlos erhältlich.

Apacer selbst spricht von einer hohen Kompatibilität gegenüber Intel- und AMD-Plattformen, angesichts des beworbenen Taktes dürfte der Speicher aber vor allem für Nutzer aktueller Intel- oder nicht ganz aktueller AMD-Prozessoren interessant sein. Denn wer sich für einen Ryzen der zweiten Generation wie den Ryzen 7 2700X (Test) entscheidet, erfüllt mit dem Panther Rage Illumination DDR4-3000 gerade einmal die Empfehlung (DDR4-2933). Dass schnellerer RAM in bestimmten Szenarien durchaus ein Performanceplus bedeuten kann, ist bekannt.

Dennoch könnte er auch gut zu den neuen AMD-Prozessoren passen, wenn man denn an der Taktschraube drehen möchte. Immerhin setzt Apcer auf Speicherchips von Samsung, die einen durchaus guten Ruf in Bezug auf das Overclocking-Potenzial haben. Das getestete Kit (EK.16GAZ.GJJK2) besteht aus zwei Speicherriegeln zu je 8 GB im Single-Rank-Design. Das XMP-2.0-Profil sieht DDR4-3000 sowie Timings von 16-18-18-38 vor, als Spannung sind 1,35 V hinterlegt. Zum PCB gibt es keine näheren Informationen. Mit etwa 240 Euro liegt der Straßenpreis deutlich über dem, was durchschnittlich für Kits mit vergleichbarer Geschwindigkeit gezahlt werden muss.

Technische Daten Apacer Panther Rage Illumination DDR4-3000
ProduktcodeEK.16GAZ.GJJK2
Produktseiteconsumer.apacer.com/eng/
Frequenz3.000 MHz
Kit-Größe16 GB (2x 8 GB)
Timings16-18-18-38
Spannung1,35 V
XMP2.0
Chip-HerstellerSamsung
AufbauSingle Rank
Garantie3 Jahre

Optisch fallen die Module vor allem durch den namensspendenden, in den Heatspreader gestanzten stilisierten Panther auf, der sich dank leicht spiegelnder Oberfläche vom schwarzen Rest abhebt. Der Heatspreader selbst umschliesst nahezu das gesamte schwarze PCB und ist in Vorder- und Rückseite unterteilt. Die Verbindung zwischen beiden Teilen übernimmt am oberen Ende ein transparentes Kunststoffelement, durch das die lediglich weißen LEDs (drei pro Modul) zu erkennen sind. Das soll laut Apacer an die Fangzähne der Raubkatze erinnern - ein wenig Fantasie ist dafür jedoch nötig.

Während die Heatspreader eine massiven Eindruck machen, sitzt das Kunststoffelement nicht sonderlich fest und lässt sich mühelos ein bis zwei Millimeter in alle Richtungen bewegen. Die LEDs blinken lediglich in regelmäßigen Abständen auf - Helligkeit, Takt und anderes lassen sich nicht beeinflussen. Die Einbindung in etablierte Beleuchtungssysteme ist nicht vorgesehen. Glaubt man Apacer, entfalten die LEDs erst beim Einsatz von vier Modulen ihre ganze Wirkung, da die Blinkgeschwindigkeit darauf ausgelegt zu sein scheint. Beim typischen Einsatz von zwei Riegeln auf einem Vier-Slot-Mainboard, wirkt der Effekt eher unruhig und ungleichmäßig. Zudem fällt die Helligkeit nicht gleichmäßig aus.