Seite 4: Fazit

Beschränkt man sich rein auf die Leistung, bietet Team Group mit dem T-Force Night Hawk RGB das Versprochene und sogar noch ein wenig mehr. Das SPD ist sauber programmiert, das per simplem Mausklick im BIOS aktivierbare XMP-Profil sorgt im Vergleich zum Standardtakt für einen Leistungsschub. Mit 16-18-18-36 fallen die Timings hier fast schon wie gewohnt aus, ein Alleinstellungsmerkmal wird diesbezüglich nicht geboten. Und auch das im Test erreichbare Limit liegt im Bereich dessen, was üblicherweise möglich ist.

Die Frage ist deshalb, ob der Speicher sich deshalb an anderer Stelle absetzen kann. Unbestreitbar ist, dass die Riegel durch den extravagant geformten Heatspreader auffallen. Das sorgt selbst bei abgeschalteten LEDs für Hingucker, bei eingeschalteter Beleuchtung wird dieser Effekt noch verstärkt. Grund hierfür ist vor allem die klare Trennung der drei Richtungen, in die die LEDs leuchten (Vorder- und Rückseite, Oberkante). Allerdings gibt es diesbezüglich zahlreiche Varianten, die fast jeden Geschmack abdecken.

Deshalb könnte am Ende ausschlaggebend sein, dass die RGB-LEDs ausreichend hell sind und auch durch getöntes Glas zu erkennen sind und Farben gut dargestellt werden. Farbwechsel erfolgen gleichmäßig und nicht ruckartig, die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig. Wer ein kompatibles ASUS- oder Gigabyte-Mainboard nutzt, kann die Speicherriegel problemlos in sein bestehendes Beleuchtungskonzept einbinden. Einen kleinen Minuspunkt verdient Team Group für den fehlenden Hinweis auf die eigene Software, die insgesamt aber auch nur die zweite Wahl sein sollte.

Deshalb dürfte der Team Group T-Force Night Hawk RGB DDR4-3000 vor allem für Nutzer eines ASUS- oder Gigabyte-Mainboards im Zusammenspiel mit einem Intel- oder AMD-Prozessor interessant sein. Handelt es sich um ein Raven-Ridge-System, sollte der Griff jedoch zu schnellerem RAM erfolgen. Für die neuen APUs gibt AMD zwar nur DDR4-2933 vor, vor allem die integrierte GPU profitiert von schnellerem Speicher.

Der Aufschlag, den Team Group für Design und RGB-LEDs verlangt, fällt moderat aus - wenn man sich an der Konkurrenz orientiert. Im Handel müssen für das getestete 16-GB-Kit rund 200 Euro gezahlt werden. Wer auf Beleuchtung verzichten kann, spart allerdings kaum: Für weniger als 185 Euro ist Arbeitsspeicher mit vergleichbaren Leistungsdaten nicht zu haben.

Insgesamt bietet der Team Group T-Force Night Hawk RGB DDR4-3000 das, was versprochen wird und noch ein wenig mehr.

Positive Aspekte des Team Group T-Force Night Hawk RGB DDR4-3000 (16 GB):

  • hochwertige Verarbeitung
  • sauber programmiertes SPD
  • kompatibel mit ASUS Aura und Gigabyte RGB Fusion

Negative Aspekte des Team Group T-Force Night Hawk RGB DDR4-3000 (16 GB):

  • kein Hinweis auf Software