Seite 1: Test: Nokia 808 PureView - Kompaktkamera mit Smartphone

noki808Mit dem 808 bringt Nokia ein neues Kamerahandy auf den Markt, das den Namen auch wirklich verdient hat. Die PureView-Technik ermöglicht es dem Hersteller, eine 41-MP-Kamera zu verbauen, um nicht mehr nur Schnappschüsse zu erstellen. Die restliche Hardware hält sich jedoch im Hintergrund - genau so wie das System. Mit Symbian OS (Belle) wird man wohl deutlich weniger Käufer finden - und dennoch ist das Smartphone dank der innovativen Kamera durchaus interessant anzuschauen.

Wir bedanken uns bei 'getgoods.de' für die problemlose Bereitstellung des Testsamples.

Das Nokia 808 PureView kommt in gewohnter Pappverpackung, wie man sie auch schon von den Lumia-Modellen her kennt. Auffällig ist, dass es neben Headset, Ladegerät und USB-Kabel noch eine Trageschlaufe gibt, wie sie oft bei Kameras beiliegt - hier ist also ganz klar der Fokus auf die Kamera gesetzt. Und das sieht man dem Gerät von Anfang an an - schwer ist es und dick. Das liegt vor allem an der gewaltigen Kamera, die am Hinterteil des Gerätes wie ein kleiner Schornstein herausragt. 41 MP Carl Zeiss prangt auf dem chromierten Plastik, das die Optik umgibt. Wen die Daten interessieren: das 808 misst 123,9 x 60,2 x 13,9 mm und bringt stolze 169 Gramm auf die Waage.

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Die 41 MP Kamera ist deutlich zu erkennen - das macht das mit rund 14 mm schon nicht schlanke 808 noch einmal gute 5 mm dicker.

Natürlich darf ein physikalischer Auslöseknopf nicht fehlen - dieser ist an der rechten Seite angebracht, sodass man wie üblich im Querformat gut fotografieren kann. Daneben befindet sich die Bildschirmsperre und eine Lautstärkewippe, im Osten also nichts Neues. Dafür auf der Vorderseite, denn hier ist das 4-Zoll-Display mit der ungewöhnlichen Auflösung von 640 x 360 Pixeln verbaut. Mit AMOLED-Technik und Corning Gorilla Glas versucht man die Kunden zu beeindrucken. Das Ganze wird - soviel können wir jetzt schon einmal verraten - doch etwas von der Auflösung getrübt. Unter dem Display befinden sich drei physikalische Buttons: Telefonat annehmen, Multifunktionsbutton, Auflegen - und mit letzterer lässt sich das Smartphone auch komplett ein- und ausschalten.

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Auch in dieser Ansicht sticht die Kamera heraus - wobei man hier auch den Auslöser mit Fokus, einen Screen-Unlocker sowie die Lautstärkewippe sieht.

Auch sonst ist das Gerät vollgepackt mit Hardware - die ist zwar nicht so beeindruckend wie die Kamera, aber durchaus in Ordnung. Mit NFC und einem HDMI-Anschluss hat man auf jeden Fall schon einmal die Highlights aufgezählt. Standardkost sind der microSD-Slot, 16 GB interner Speicher, 512 MB RAM, HSPA und die Single-Core-CPU. Wieso man es bei der doch sehr ausladenden Form des 808 nicht geschafft hat, einen Akku mit mehr als 1400 mAh zu verbauen, ist uns nicht bekannt - denn dann kann das Gerät noch so schöne Fotos machen, wenn der Akku nach wenigen Schüssen schon schlapp macht, wäre das wenig erfreulich. Ob das den Tatsachen entspricht, haben wir im Laufe des Tests natürlich auch bewertet.

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Die Vorderseite unterscheidet sich kaum von aktuellen Konkurrenten - das Display dominiert, darunter finden sich Steuerungsbuttons.

Das Gerät fühlt sich trotz großflächigem Kunststoffeinsatz hochwertig an - hier hat Nokia scheinbar versucht mit einem weiteren Punkt abseits der Kameratechnik den hohen Preis zu rechtfertigen. Und die Verarbeitung ist ebenfalls gelungen - das Gerät fühlt sich robust an und liegt gut in der Hand. Es ist - wie schon gesagt - nur etwas schwer und etwas dick.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen genaueren Blick auf die Kamera und erklären, was es mit der PureView-Technik auf sich hat. Sind es wirklich 41 MP? Oder schummelt man? Und wie sehen die Ergebnisse aus, die das Smartphone am Ende ausspuckt? All das und noch mehr klären wir im folgenden Special 'PureView: Sensation oder Seifenblase?'.