Seite 3: Motorola-Oberflächen

Natürlich setzt auch Motorola eigene Oberflächen ein. Zum einen gibt es die viel diskutierte Motoblur-Oberfläche, die nicht jedermanns Sache ist, und zum anderen hat man eine weniger drastisch angepasste Oberfläche. Zunächst wollen wir aber auf Motoblur eingehen - das Testgerät ist in diesem Fall ein Motorola Atrix.

Der Lockscreen des Atrix ist unspektakulär und bietet keinerlei Mehrwert gegenüber dem Standard-Android-Screen. Einmal entsperrt offenbart sich die Motoblur-Oberfläche. Sofort sticht das Dock ins Auge, das neben dem App-Drawer noch einen Schnellzugriff auf Telefonfunktionen bzw. Kontaktverwaltung erlaubt - aber Achtung: Anpassungen sind nicht möglich. Der App-Switcher, der mit einem langen Druck auf den Home-Button zu erreichen ist, wurde ebenso nicht angepasst wie die Notification-Bar. Dafür erscheint beim Wechseln der Homescreens am unteren Rand eine große Leiste, mit der man bspw. deutlich schneller zum ersten oder letzten Homescreen gelangen kann. Über einen langen Druck auf den App-Drawer (in der Mitte des Docks) lassen sich die 7 Homescreens im Überblick anzeigen - löschen oder wechseln ist hingegen nicht möglich.

Ähnlich zu Samsungs Diensten gibt auch Motorola die Möglichkeit, das eigene Gerät über ein Motoblur-Konto zu orten, wobei hier auch eine Sicherung der Daten möglich ist. Es lassen sich einige von Motorolas Widgets in der Größe anpassen - praktisch, wenn man zum Beispiel für den Kalender nicht so viele Einträge benötigt.

Insgesamt ist die Oberfläche recht schlicht aber teilweise nicht ganz ruckelfrei. Beim Atrix ist dies aufgrund des Dualcore-Prozessors nur sehr sehr selten zu merken. Schwächere Geräte wie das Defy kommen hier aber teilweise schon an ihre Grenzen, weshalb es wohl auch eine abgespeckte Variante der Motoblur-Oberfläche gibt, die man beim neuen Razer einsetzt. 

Die abgespeckte Variante lässt den Nutzer das Dock mit bis zu 3 eigenen Apps ausstatten - das Design ist etwas klarer und freundlicher geraten, Schnellzugriffe gibt es in der Notification Bar aber immer noch nicht. Dafür ist die Performance etwas besser und die zuletzt aufgerufenen Apps beschränken sich nicht auf die letzten 6. Einige praktische neue Widgets finden sich auch. Diese Variante gefällt uns deutlich besser als die Motoblur-Oberfläche - schicker und mit weiteren sinnvollen Features ausgestattet, würde sich die Oberfläche auch auf weiteren Smartphones des Herstellers gut machen.

Vorteile Motoblur-Oberfläche:

  • in der Größe veränderbare Widgets
  • Ortung und Sicherung der Daten per Motoblur-Konto

Nachteile Motoblur-Oberfläche:

  • kein anpassbares Dock
  • Performance nicht perfekt
  • keine Schnellzugriffe in der Notification-Bar


Vorteile der Razr-Oberfläche:

  • hohe Performance, schlichtes Design
  • anpassbare Widgets, anpassbares Dock 
  • Kameraschnellzugriff vom Lockscreen

Nachteile der Razr-Oberfläche:

  • keine Schnellzugriffe in der Notification-Bar