Jeder ist frei, mit seinem Leben zu machen, was er möchte. Es gibt Leute, die schon sehr früh (in der Kadettenklasse) in einer Radsportschule bzw. einem Team angefangen haben und ihre ganze Jugend mit Wettkämpfen verbracht haben.
Was in den meisten Fällen passiert: Ab der Junioren- bis zur Amateurklasse (also ab etwa 19 Jahren) gibt es nur noch wenige Teams, bei denen man weiter Rennen fahren kann. Genau in diesem Alter möchte man eigentlich auch anfangen, nachts auszugehen und das verrückte Leben zu genießen!
Man verbringt ein paar Jahre, ohne an Wettkämpfe zu denken, aber wenn man zurückkommt, dann mit einer anderen Philosophie: mit einer Cyclosport-Lizenz, in der Master-30 oder Master-40-Kategorie, in einem Team, bei dem das Wichtigste ist, Spaß zu haben, aber trotzdem mit der Mentalität, so weit oben wie möglich zu landen und das Beste aus seinen Möglichkeiten herauszuholen
Hier, wo ich wohne, meldet man sich zu einem Straßenrennen an, das sie (soziales Rennen) nennen aber sozial ist daran nicht viel. Meistens sind es 80-90km mit ungefähr 1000k Höhenmetern, und allein schon im Peloton fährt man kaum unter 55km/h.
Sobald sich die ersten Ausreißergruppen bilden, darf man kein einziges Hinterrad verlieren, denn wenn das passiert, bist du erledigt ☠️
Bei diesen Rennen braucht man eine 54/39-Übersetzung, um das Tempo überhaupt halten zu können
Danach gibt es noch die typischen Radtouristik-Ausfahrten, bei denen man zwischen 2000 und 5000 Radfahrer antreffen kann, und für manche sind das eigentlich versteckte Rennen!
Es gibt Leute, die den Radsport einfach mögen, ihn selbst ausüben, ihn verfolgen oder sogar total fanatisch dafür sind. Jeder ist frei, das zu tun, was er für sich selbst am besten findet. Wenn jemand mehr als 15k+ dafür ausgeben möchte, dann ist das seine Sache. Aber mit 2k-3k kann man genauso viel Spaß haben