Habe mich jetzt für eine Parallelschaltung entschieden. Der A-801 soll angeblich 2 Ohm problemlos aushalten.
Habe 2 Buchenbretter mit der Unterkonstruktion des Sofas so schwingungsarm wie möglich verschraubt.
Man sollte den Anbringungsort weise wählen, denn mit ihm steht und fällt maßgeblich die Qualität des Schallwandler-Erlebnisses. Wenn sich die Schwingung nur unzureichend auf den Sofacorpus überträgt (quasi an schwingenden Teilen "verpufft") oder das Sofa nicht adäquat vom Fußboden entkoppelt ist, hat man wenig Freude an den Wandlern.
Auf die Bretter dann die BS200i. Die mitgelieferten Gummifüße (4 pro BS200i) habe ich doppelt aufeinandergelegt und mit den Füßen des Sofas verschraubt. Das Sofa ist mit diesen Gummifüßen wirklich erstaunlich gut vom Boden entkoppelt.
Nach erfolgter Kabellage (siehe Bilder) habe ich dann mit dem Testen angefangen.
Sensitivity, High Cut und Subsonic bietet der A-801 als Einstellmöglichkeit.
Sensitivity regelt schlicht die Stärke der Schwingung des Wandlers und damit des Effekts.
High Cut beschneidet quasi die oberen Frequenzen - man will ja zumeist eher nicht (ich für meinen Teil zumindest), dass die Wandler permanent vibrieren, wenn etwas tiefere Männerstimmen sprechen.
Dreht man hier den Regler im Uhrzeigersinn, erweitert man das Frequenzspektrum des Wandlers "nach oben". Er fängt also "früher" an zu vibrieren.
Mit dem Subsonic lässt sich Blindleistung herausfiltern. Die BS200i sind nicht in der Lage Vibrationen im "ganz tiefen" Frequenzbereich darzustellen. Also macht es Sinn diese Frequenzen herauszufiltern, um den A-801 nicht unnötig zu belasten.
Dreht man hier im Uhrzeigersinn auf, beschneidet man das Frequenzspektrum, dass die angeschlossenen Wandler abbilden, nach unten.
Sinnvoll ist es hier eine zweite Person zu haben bei der Feinjustage, denn eine Fernbedienung gibt es leider nicht. Das macht das Einstellen etwas müßig.
Man dreht den Subsonic so lange im Uhrzeigersinn, bis die Vibrationen spürbar nachlassen. Dann dreht man wieder etwas entgegen des Uhrzeigersinns und hat damit die korrekte Position gefunden.
Alleine habt ihr hier viel Hin- und Hergerenne sowie Vor- und Zurückgespule des Films vor euch.
Getestet habe ich hauptsächlich mit:
Mad Max - Fury Road (DTS:X) - ganzer Film unglaublich Basslastig; hier sind die Wandler mächtig am ackern!
Herr der Ringe - Die Gefährten (DTS-MA 6.1) - Saurons Druckwelle zu Filmbeginn und die Szenen um den Balrog waren so episch wie noch nie. Man hat richtig das Gefühl, dass man mit dem Sofa im Film sitzt, und nicht nur davor.
Sowie diversen Filmen in unterschiedlichen verlustbehafteten Tonformaten.
Da ich leider noch nicht so viel testen konnte, wie ich wollte, kann ich nur ein vorläufiges Fazit geben:
Wenn das Zuspielmaterial eine gute LFE-Spur hat, kommt man mit den Wandlern voll auf seine Kosten. Von leichter Vibration bis hin zur Gesäß-Rückenmassage ist alles drin. Zumindest an meinem Sofa. DTS-HD und True-HD Material scheint im Vergleich zu DTS oder Dolby Digital insgesamt stärker im LFE-Kanal zu scheppern. Das spiegelt sich dann auch in den Schallwandlern wieder.
Hat der Film wenig Bass, wackelt auch im Sofa nichts. Das sollte einem klar sein. Und je nach Film kann es sinnvoll sein den A-801 etwas auf die Bedürfnisse anzupassen (in Mad Max habe ich den High Cut zurückgedreht, weil der Film einfach so dermaßen basslastig abgestimmt ist, dass das Sitzmobiliar fast permanent am vibrieren war. In älteren Filmen, ohne potente LFE-Spur, kann es wiederum hilfreich sein den HighCut etwas anzuheben. Hier macht Versuch wohl kluch.

).
Mich hat der ganze Spaß jetzt
320€ (A-801 B-Ware inkl. 2x BS200i) +15€ für die Holzbretter im hiesigen Baumarkt gekostet.
Für das Geld habe ich im HiFi-/Heimkinobereich selten coolere Investitionen getätigt. Wichtig ist aber für Interessierte, dass ihr euch vorher die Unterkonstruktion eurer Sitzmöbel genau anschaut.
Dann steht dem zitternden Sofa nichts mehr im Wege
Falls ihr noch Fragen habt - ich werde versuchen sie zu beantworten!
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