~HazZarD~
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1. Einleitung
2. Unboxing







3. Inbetriebnahme


4. Fazit
Nach meinem Wechsel auf Linux als primäres Betriebsystem und der eher mäßigen Unterstützung meines Aquacomputer Quadros unter Linux war ich auf der Suche nach einer Alternative, die evtl. auch mehr Lüfterkanäle bietet, da Aquacomputer keine Treiber/Software für Linux bereitstellt und mit reverse engineered Kerneltreiber sind nur grundlegende Funktionen nutzbar, also die Lüfterkanäle sind steuerbar und die Temperatursensoren sind auslesbar, es gibt aber keine Möglichkeit die Lüftersteuerung zu Programmieren bzw. kein Zugriff auf auf ARGB Steuerung. Nach der Ankündigung der Arctic Lüftersteuerung und besonders im Blick auf den Preis war ich gespannt wie gut sie am Ende unter Linux funktionieren wird, auch wenn erst mit Kernel 7.2 native Treiberunterstützung versprochen wird.
2. Unboxing
Die Verpackung und der Lieferumfang des Controllers sind ziemlich minimalistisch, ist aber dennoch Alles dabei was man braucht. Neben dem Controller selbst sind klebende Magnetstreifen, doppelseitig klebende Schaumstoffstreifen und ein USB-Kabel im Lieferumfang. Eine gedruckte Anleitung gibt es nicht, auf der Verpackung ist aber ein QR-Code aufgedruckt, mit dem man zu den Supportdokumenten für den Controller kommt. An den langen Seiten des Gehäuses des Controllers befinden sich je fünf Lüfteranschlüsse, an den kurzen Seiten wurden der SATA-Stromstecker und der USB-Anschluss untergebracht.







3. Inbetriebnahme
Auf Windows war die Installation bzw. Einrichtung denkbar einfach. Nach dem Verkabeln und hochfahren wurde der Controller bei mir direkt erkannt und im Geräte Manager aufgeführt. Zum Ansteuern der Lüfterkanäle schlägt Arctic entweder SignalRGB oder FanControl vor. Ich habe mich für FanControl entschieden, da mir SignalRGB zu bloated und übergriffig ist bzw. einige der Funktionen auch hinter einer Abowall versteckt sind. Bei FanControl müssen, bevor der Zugriff auf die einzelnen Lüfterkanäle möglich ist, in den Einstellungen noch 3rd Party Lüfterkontroller aktiviert werden. Danach werden nach einem Refresh sämtliche Lüfterkanäle angezeigt und können auch konfiguriert werden. Im folgenden Screenshot stammen alle mit AC (Arctic Controller) benannten Kanäle sowie Control #10 vom Arctic Fancontroller, denen unabhängig voneinander unterschiedliche Lüfterkurven zugewiesen werden können.

Unter Linux ist es vor Kernel 7.2 noch etwas komplizierter. Man muss sich zuerst den Treiber von Github runterladen und dann dem Kernel hinzufügen. Wer sich das zutraut bekommt Arctics Lüftercontroller schon jetzt zum Laufen, wer sich das nicht zutraut sollte bis Kernelversion 7.2 warten. Ich nutze unter CachyOS CoolerControl um verschiedene Lüfter zu steuern und nachdem der Treiber in den Kernel geladen war musste ich nur einmal den CoolerControl daemon neu starten, oder alternativ das System neu starten, und hatte anschließend Zugriff auf alle 10 Lüfterkanäle. Die weiteren Fähigkeiten der Lüftersteuerung werden mehr von der Software beschränkt, die zum Ansteuern des Controllers verwendet wird. Allerdings hat der Controller kein Gedächtnis, das über den aktuellen Zustand rausgeht und bei jedem Neustart werden alle Lüfterkanäle nach einem kurzen Startboost auf 40% PWM gesetzt, bis im Betriebsystem die Software eingreift. Wie auch mit FanControl unter Windows kann auch mit CoolerControl unter Linux jedem einzelnen Kanal eine andere Lüfterkurve zugewiesen werden.

4. Fazit
Warum sollte man sich überhaupt eine zusätzliche Lüftersteuerung mit weiteren 10 Anschlüssen in den Rechner packen, wenn das Mainboard eigentlich schon "genug" Lüfteranschlüsse bietet? Für mich wäre der Hauptgrund möglichst viele Lüfter unabhängig voneinander zu regeln und z.b. Phänomene wie Schwebung oder Resonanzen zu vermeiden, die auftreten kann wenn zwei oder mehr gleiche Lüfter direkt nebeneinander mit gleicher bzw. sehr ähnlicher Lüfterdrehzahl betrieben werden. Und da kann es sein, dass man bei Mainboards schon an die Grenzen kommt, die häufig nur 4-6 Header für Gehäuselüfter bieten und moderne Gehäuse haben häufig Platz für bis zu 10 Gehäuselüfter oder sogar mehr. Sollten die Lüfteranschlüsse des Mainboards schon mit Software wie FanControl unter Windows oder CoolerControl unter Linux geregelt werden verhält sich die Arctic Lüftersteuerung mehr wie eine Erweiterung der schon vorhandenen Anschlüsse, da im Gegensatz zu Lüftersteuerungen anderer Hersteller (Aquacomputer, Corsair, LianLi,....) keine weitere (proprietäre) Software notwendig ist, die zudem in den meisten Fällen zwangsläufig nicht miteinenader kommunizieren.
Verglichen mit den Aquacomputer Steuerungen hat man zumindest unter Linux nur wenige Abstiche, der nennenswerteste sind die zusätzlichen Temperatursensoren bei Quadro/Octo und die Möglichkeit auch Lüfter anzuhalten, die von sich aus keinen Fan-Stop mitbringen (Aquacomputer Quadro/Octo haben für jeden Kanal einen zusätzlichen Transistor, mit dem Kanal komplett deaktiviert werden kann). Unter Windows ist die Diskrepanz deutlich größer, da dort den Aquacomputer Steuerungen die Aquasuite zu Verfügung steht, mit der die Steuerung dauerhaft programmiert werden kann, weshalb z.B. bei einem System mit Wasserkühlung, bei dem die Lüfter nach der Wassertemperatur geregelt werden, nach dem einmaligen Programmieren überhaupt keine Software zur Steuerung mehr notwendig ist. Dazu kommt innerhalb der Aquasuite noch der Playground, der vom Funktionsumfang die einfachen Funktionen die in FanControl oder CoolerControl möglich sind um ein vielfaches übersteigt. Wer also ein System mit Custom-Loop-Wasserkühlung hat, ist meiner Meinung nach trotzdem bei Aquacomputer besser aufgehoben.
Gerade für Linux Nutzer und Nutzer von luftgekühlten Systemen sehe ich die Arctic Lüftersteuerung als empfehlenswert an, da sie sich ohne Probleme mit OpenSource Software regeln lässt und im Gegensatz zu den anderen großen Herstellern mit Kernelversion 7.2 offiziellen Treibersupport bietet (bei z.B. Aquacomputer, Corsair und LianLi sind es soweit ich weiß nur reverse engineered Treiber), sich sowohl unter Windows als auch Linux dank OpenSource Unterstützung mit der passenden Software wie eine Erweiterung des Mainboards verhält und ist zudem noch deutlich preiswerter ist als Produkte anderer Hersteller.
Verglichen mit den Aquacomputer Steuerungen hat man zumindest unter Linux nur wenige Abstiche, der nennenswerteste sind die zusätzlichen Temperatursensoren bei Quadro/Octo und die Möglichkeit auch Lüfter anzuhalten, die von sich aus keinen Fan-Stop mitbringen (Aquacomputer Quadro/Octo haben für jeden Kanal einen zusätzlichen Transistor, mit dem Kanal komplett deaktiviert werden kann). Unter Windows ist die Diskrepanz deutlich größer, da dort den Aquacomputer Steuerungen die Aquasuite zu Verfügung steht, mit der die Steuerung dauerhaft programmiert werden kann, weshalb z.B. bei einem System mit Wasserkühlung, bei dem die Lüfter nach der Wassertemperatur geregelt werden, nach dem einmaligen Programmieren überhaupt keine Software zur Steuerung mehr notwendig ist. Dazu kommt innerhalb der Aquasuite noch der Playground, der vom Funktionsumfang die einfachen Funktionen die in FanControl oder CoolerControl möglich sind um ein vielfaches übersteigt. Wer also ein System mit Custom-Loop-Wasserkühlung hat, ist meiner Meinung nach trotzdem bei Aquacomputer besser aufgehoben.
Gerade für Linux Nutzer und Nutzer von luftgekühlten Systemen sehe ich die Arctic Lüftersteuerung als empfehlenswert an, da sie sich ohne Probleme mit OpenSource Software regeln lässt und im Gegensatz zu den anderen großen Herstellern mit Kernelversion 7.2 offiziellen Treibersupport bietet (bei z.B. Aquacomputer, Corsair und LianLi sind es soweit ich weiß nur reverse engineered Treiber), sich sowohl unter Windows als auch Linux dank OpenSource Unterstützung mit der passenden Software wie eine Erweiterung des Mainboards verhält und ist zudem noch deutlich preiswerter ist als Produkte anderer Hersteller.