Ja schon, aber hier darf nicht übersehen werden, dass zur Zeit Alberts die Intelligenz in jedem Menschen im Grunde da ist, sie ist nur in der Ausprägung variabel. So wie die Schnäbel der Darwin-Finken. Was ich aber meine ist der Sprung von Instinkt der Tiere zur Intelligenz des Menschen. Dieser Sprung muss genetisch erstmal gefestigt sein, damit er sich nicht wieder verliert. Und auf die Schwierigkeit wollte ich aufmerksam machen.
Was passiert denn, wenn eine Frau mit dem ersten Funken Intelligenz auf einen Mann mit Noch-Instinkt trifft und jener bei der Weitergabe der Gene sämtliche Spuren der ersten Intelligenz aus dem Genom tilgt? Müsste da der Zufall nicht fleissig sein und die Intelligenzfunken bei vielen Individuen gleichzeitig säen, damit der Sprung dauerhaft bleibt?
Und tut mir leid, das ist beileibe kein Killerargument. Das ist eine Frage, die sich durchaus stellen darf, wenn man von schrittweiser Entwicklung ausgeht.
Ich kann dir also maximal und netter Runde hier antworten, meine Überlegungen teilen, Dinge die du ansprichst diskutieren, etc. Aber ich werde keine Energie hier aufwenden dich von irgendetwas zu überzeugen was ich persönlich für richtiger halte.

Sehe ich genau so. Es ist interessant mal von gewissen Dingen zu hören, aber ob man damit was anfängt ist jedem sein Bier. Um mehr solls mir auch nicht gehen. Ich bin demgegenüber keiner, der sofort "Ja und Amen" schreit, sondern ich hinterfrage gern. Auch wenn ich das hier nicht für mich selbst tu, sondern niederschreibe.
Meine wissenschaftsphilosophische Position ist, dass man metaphysische Hypothesen prinzipiell nicht widerlegen kann. Ich sagte ja bereits zuvor, dass ID aus meiner Sicht reine Metaphysik ist. Ich würde mir also gar keine Mühe machen zu versuchen die ID empirisch zu widerlegen – denn das geht meiner Ansicht nach eben prinzipiell nicht.
Ich kann das verstehen, aber verzeihe mir, hier kommt wieder die Logik in mir durch. Dein Smartphone oder das Gerät, mit dem du hier schreibst sind Beispiele für "intelligentes Design". Es ist völlig egal, wessen Gehirn der Bauplan entsprungen ist oder in welchen Schritten es hergestellt wurde. Doch jeder weiß, dass diese Geräte kein Zufall sind. Auch wenn der Weg bis zum Produkt teils reine Metaphysik ist. (Beispiel? Zeig mir empirisch und nicht metaphysisch deinen Verstand)
Genauso ist es (für mich) in der Natur. Ich fand noch keine Tier- oder Pflanzenart, die noch nicht fertig entwickelt ist, sondern jede ist auf ihre Art perfekt angepasst. Es gibt keine Hinweise im menschlichen Körper oder in der DNA, dass sich da was im Entwicklungsstadium befindet oder es Reste früherer Entwicklungen gibt. Früher dachte man, 98% des Genom sind Überbleibsel, sprich Schrott-DNA. Hat sich als Nonsens rausgestellt. Vor gut 100 Jahren meinte man, dass über 200 Teile des Körpers evolutionäre Überreste sind. Wo sind wir heute? Bei Null.
Es tut mir leid, aber wenn das keine klare Sprache für ID ist, weiß ich auch nicht weiter.
Es gibt da noch endlos viele andere Beispiele die ich aus Papern und Büchern kenne die für Evolution sprechen.... ich hab die letzte Zeit ca. 15 Bücher über animal anatomy und physiology, ecology, evolution, animal behavior, etc. gelesen. Die Beispiele sind endlos... es gibt in vielen Büchern sogar sections in denen typische Argumente von Vertretern des ID gegen die Evolutionstheorie genannt werden – und warum diese falsch sind – und wie man sie am besten kontert..
Vornweg: Bist du dir sicher, dass du hier nicht ID mit Kreationismus verwechselst? Ich kenn auch so manches Argument der Kreationisten, welches auf den ersten Blick logisch scheint, sich aber mit Leichtigkeit wieder zerlegen lässt.
Aber auch interessant. Vermutlich sind das wieder keine Bücher, die man ohne Aufwand im Netz lesen kann? Aber geschrieben wird schon viel. Dawkins hatte mal geschrieben, der Haushund wäre ein gutes Beispiel für die Macroevolution. Jemand anders hat daraus ein Buch gemacht und u.a. anhand der Genetik erläutert, warum das nicht ganz zusammen passt. Das Buch ist sogar frei lesbar.
Unser Haushund: Eine Spitzmaus im Wolfspelz? Oder beweisen die Hunderassen, dass der Mensch von Bakterien abstammt?
Wenn du für die ID eintreten möchtest, dann musst du oder andere Menschen empirische (und nicht logische) Evidenz liefern, dann bist du am Zug.
Gut, dann gebe ich dir sämtliche Experimente, die unternommen wurden, um Aspekte der Evolution nachzustellen. Was haben all diese Experimente gemeinsam, außer dass dadurch bewiesen wird, das immer eine Intelligenz zur Durchführung vonnöten war? Gut, das mag jetzt platt klingen, aber da gab es mal ein Experiment, wo man längere RNA-Ketten herstellen wollte als in der Natur außerhalb von Zellen vorkommen und durchaus durch Zufall entstehen können. Was war der Kommentar von einem reviewenden Evolutionsbiologen? Das die Experimentierenden davon ausgehen, dass auf der Früherde ein gut ausgestattetes Chemielabor gestanden haben muss. Wenn solche Nachweise heute schon erst durch einen ausführenden Wissenschaftler zustande kommen, wie soll es damals der Intelligenzlose Zufall geschafft haben?
Dann gebe ich dir noch folgendes: Nimm dir irgend eine Tier- oder Pflanzenart deiner Wahl, studiere den Aufbau und das genetische Programm und sage mir, wieviel du durch Optimierung entfernen kannst, ohne dass das System zusammenbricht. Wenn du nur sehr wenig bis gar nichts entfernen kannst, spricht das schon stark für ID.
Und: Jemand versuchte mal mir in seinen Erklärungen die anachronistische Evolution näher zu bringen. Im Grunde ging es in dem Paper darum, herauszufinden, warum Krankenhauskeime so schnell resistent werden. Man fand also heraus, dass gewisse Bakterienarten fremde Genomschnipsel in ihre DNA einbauen können. Der Hinweis zur anachronistischen Evolution begann mit dem Satz "Es ist verlockend zu spekulieren..."
Gut, spekulieren darf man, denn darauf begründet sämtliche Wissenschaft. Jedoch basierte die folgende Beweisführung zur anachronistischen Evolution eher auf Logik (vielleicht auch auf Wunschdenken) statt auf empirischen Daten. Das ergibt sich allein daraus, wenn man sich den Teil für den Versuchsaufbau durchliesst. Im Grunde wurde folgendes gemacht: Man fand heraus, dass Aminosäuren (DNA-Reste) Futter für das Bakterium sind. Schneidet man ein DNA-Rest (in dem Fall war es DNA aus dem Mammutknochen) so genau zurecht, dass es ein "Start- und Stop-Bit" hat, so integriert das Bakterium dieses Gen in seine eigene DNA, das dort auch über ein paar Generationen verbleibt. Nun rechne man sich aus, wie oft perfekt geschnittene Gene in der Natur vorkommen.
Leider wurde nicht erörtert, ob das Bakterium etwas mit dem Fremd-Genom anstellen kann oder wie es das Genom im Sinne der anachronistischen Evolution überhaupt weitergeben kann.
bedeutet wissenschaft: primär Empirie, Modelle und Theorie bauen basierend auf Daten, systematischere Methodologie, etc. ID müsste für seine Theorie Daten liefern und diese analysieren, theoretisch einbetten, etc. Aber das macht sie nicht.
Sicher? Vielleicht liest du einfach die falschen Bücher.

Ich gebe dir mal ein Beispiel. Wieder ein Buch vom vorherigen Autor, der sich mit der Langhalsgiraffe und Aussagen dreier Evolutionsbiologen dazu beschäftigt hat:
Link
Er hat hier alles bekannte u.a. aus der Paläontologie und teilweise der Anatomie und Genetik zur Langhalsgiraffe herausgesucht. Er erfüllt mMn sämtliche von dir genannten Kriterien. Ich hoffe du findest die Zeit für jenes Buch und kannst belegen, dass es nur reine Metaphysik und "Religion" ist.
Allgemein ist aber so, dass Verifikation in den empirischen Wissenschaften heute eher tot ist, das sagte ich ja bereits zuvor.
Vielleicht sehe ich das eher laienhaft, aber grob klingt das auch wieder nur nach Religion, die nur postuliert, aber nichts beweisen muss. Oder nehmen wir die Flacherder. Klar jeder kann forschen was er will, meinetwegen auch ohne Verifikation, aber in dem Fall der Flacherder ist sich so ziemlich jeder sicher, dass derjenige auf ein totes Pferd setzt. Müsste ein Wissenschaftler seine Theorie auch verifizieren können, (Oder wenigstens zukünftige Wege zur Verifikation aufzeigen) wäre wenigstens wieder etwas Ordnung drin.
Meine wissenschaftsphilosophische Position ist, dass man metaphysische Hypothesen prinzipiell nicht widerlegen kann. Ich sagte ja bereits zuvor, dass ID aus meiner Sicht reine Metaphysik ist. Ich würde mir also gar keine Mühe machen zu versuchen die ID empirisch zu widerlegen – denn das geht meiner Ansicht nach eben prinzipiell nicht.
Das kann ich erstmal nur so stehen lassen. Zugegeben es ist schon schwierig. Wenn man in unserer Zivilisation eigentlich nur von "menschlicher ID" umgeben ist, dann ist es schon schwer die Logik soweit auszublenden, sodass nur noch der Zufall über bleiben kann.
Aber ich gebe mal dir ein kleines Beispiel:
Ein Team unserer besten Hubschrauberingenieure baut 2 hochmoderne Prototypen zusammen, mit denen sie auch einen Testflug veranstalten. Aus Gründen müssen sie ein Fluggerät aufgeben, lassen es zurück und verschwinden mit dem intakten Gerät. Zufälligerweise müssen sie es in einem Gebiet aufgeben, wo ein uns unbekannter Eingeborenenstamm lebt, der ebenfalls nie Kontakt zu unserer Zivilisation hatte. Diese finden kurz darauf das Fluggerät und zwar ohne mitbekommen zu haben, wie es überhaupt dahin kam. Die Eingeborenen sind wissenschaftlich recht fit dabei, sind aber so eingestellt wie du. Sprich metaphysische Erlärungen sind verboten.
Jetzt kann man sich sicher ausmalen, welch mannigfaltigen Theorien zur Herkunft des Metallvogels gesponnen werden. "Die Metalle des Geräts haben Ähnlichkeiten mit dem Inhalt des Vulkans in der Nähe, also ist es eine evolutionäre Weiterentwicklung des Vulkangesteins. Jetzt müssen wir nur noch die Bindeglieder ausgraben"
Das soll mal nur ein Beispiel sein, dass es zwar unter Ausschluss der Metaphysik viele interessante Theorien geben kann, aber egal wie weit man denkt, man wird so niemals die Wahrheit herausfinden können.
Um es mal zusammenzufassen: Überzeugen kann und werde ich nicht. Ich kann nur Argumente liefern. In dem Sinne witerhin ein gutes Miteinander.