Diese Rechnung ist mir viel zu einfach.
1. Ja, effizienter Verbrenner verbrauchen auch weniger Sprit, wie sind da denn diese Mindereinnahmen ausgeglichen worden?
2. Elektro wird schon zur Kasse gebeten, aber hat eine 10 Jahre lange Schonfrist, danach ist eine KFZ Steuer fällig
3. Neue Verbrenner, die gewisse Abgasnormen einhalten, sind auch für x Jahre ab Zulassung von der Steuer befreit
Die Kosten der Krankenkassen für die Folgen von Abgasen, Lärm und Co. mögen an sich nicht sehr gut greifbar sein, jedoch zahlt der Staat von Steuergeldern hier auch bereits zu.
Fallen diese Kosten weg, kannst du auch mit den geringeren Einnahmen sehr gut leben.
Schauen wir uns mal die volumina an.
Die Mineralölsteuer gibt es nicht mehr und wurde vorausschauend schon Energiesteuer genannt.
Einnahmen über alles aus Kraftstoffen: 33 Mrd.
KFZ Steuer aus PKW Beständen 7,5-8 Mrd.
= ca 41 Mrd. €
Jetzt müsste man mal schauen, inwieweit eine Energiesteuer auf Strom diesen Wegfall bereits kompensiert. Afaik gibt es reduzierte Stromsteuern nur für Unternehmen, die hohe Stromverbräuche haben.
Wir müssen dann auch im Abgleich die Subventionen auf Diesel (ca 7 Mrd. € noch abziegen), die ja nicht mehr von Subventioniert werden müssen, wenn Strom anstatt Diesel genutzt wird.
Weitere Zahlen sind kaum verfügbar, da die Anzahl der EAutos, die bereits aus der Steuerbefreiung raus sind, mehr als gering ist.
Man kann aber abschätzen, dass es eine Reduzierung der Einnahmen geben wird, jedoch ist diese lange nicht so groß, wie man gerne annehmen würde.
Ich könnte mir langfristig vorstellen, dass die KFZ STeuer nach Gewichtsklassen bei eKFZ vorgenommen wird.
Schließlich haben große schwerere Fahrzeuge mehr Reifenabrieb und mehr Bremsenverschleiß in Form von Feinstaub, so könnte man das begründen.
Dazu kommt dann eine gewisse Energiesteuer auf den Fahrstrom, wie auf jeden Strom auch, die ja auch absolut höher ist, je höher der Verbrauch ist.
So könnte man es sauber aufdröseln.
Alles andere ist Spekulation, Meckern über "die da oben" und Gejammere von Menschen, die zu den reichsten 10% auf der Welt gehören.
Ja, eigentlich geht es uns in D bzw in der EU gut, vorallem, wenn wir uns ein eAuto leisten können, egal ob Zoe, kleinen Hyundai, eC3, i3, ID3 oder Tesla MY.
Die 13,3 Mio Menschen/16,6% in D die armutsgefährdet sind (schlimm genug!), müssen wir eigentlich rausrechnen. Die haben alle sicherlich kein eAuto zur Hand.
Definition des Begriffs Armutsgefährdung:
Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 % des mittleren Einkommens der EU-Bevölkerung verfügt. Für eine alleinlebende Person lag diese Schwelle zuletzt bei 1.446 € netto pro Monat.
aber ich schweife ab ...