[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

ch bin Entwickler und bin auch der Meinung, dass man manche Sache einfach besser persönlich regelt.
Real liegt die Zeit wo man im Tunnel irgendwas coded doch eh bei irgendwo maximal 30-40%. Zumindest bei Senior u. höher Jobs ist doch die meiste Zeit die Planung / Architektur etc und das muss man sowieso mit anderen Menschen machen. Meine Entwickler stehen auf jeden Fall ständig an meinem Tisch im Büro, also scheint es von denen aus gesehen jetzt auch nicht so unpraktisch zu sein wenn wir alle da sind :d
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uff
 
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Der dritte verpflichtende Bürotag ist meiner Meinung nach also eher unnötig, da es sich durch die Homeoffice-Tage so aufteilt, dass man kaum noch wen trifft.
Und jetzt rechne nochmal nach, wie das ist wenn jeder 2 Tage in der Woche da sein muss mit dem sich sehen und bei 3 Tagen in Bezug auf diese Aussage... ;)
 
Komm halt mal in der aktuellen Zeit an. Deutschland ist seit Jahrzehnten kein Industrieland mehr. 70% des deutschen BIP kommen aus dem Dienstleistungssektor. Nur 29% aus der Industrie. Die Automobilbranche ist dank Lobbyarbeit komplett überpräsent in Relation zu ihrem tatsächlichen Beitrag von Deutschlands Wohlstand.
Ich find die Betrachtung etwas zu einfach gehalten.

Klar macht der Dienstleistungssektor knapp 71% vom BIP aus und Industrie die verbleibenden 29%, allerdings ist die pro Kopf Wertschöpfung in der Industrie deutlich höher mit knapp 11 Mio beschäftigen verglichen zu knapp 35 Mio im Bereich Dienstleistungen.

Wenn man da dann noch die 5,5 Mio beschäftigen aus dem öD und die "Wertschöpfung" derer aus dem BIP abzieht, steht der private Sektor mit 30 Mio Beschäftigten nur noch mit knapp 50-55% Anteil da, was das Ergebnis nochmal runter setzt.

Das Verhältnis ist halt deutlich schlechter.
In dem Zusammenhang zu sagen die Industrie ist quasi irrelevant, find ich etwas realitätsfern.

Wollte jetzt die Diskussion aber auch nicht neu aufrollen sondern nur mal die Relationen klar stellen.

Man könnte sagen ohne die Industrie als pro Kopf Wertschöpfung wäre der "Wohlstand" deutlich geringer. Wenn Industrie also verschwinden sollte und die Beschäftigten in Dienstleistungen über schwappen, wird das wohl massiv Negative Auswirkungen haben dürfen.
 
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Und wo genau bezeichne ich den Industriesektor als irrelevant?
Hatte ich impliziert, wenn nicht so gemeint einfach ignorieren und ich entschuldige mich.

Also im Bezug hier drauf:
Die Automobilbranche ist dank Lobbyarbeit komplett überpräsent in Relation zu ihrem tatsächlichen Beitrag von Deutschlands Wohlstand.
 
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Ist sie ja auch. Kaum gehts der Automobilbranche schlecht, solls Deutschland schlecht gehen. Die Lobby tut so und viele Politiker/Bürger gehen dem mit, dass die Automobilbranche der Jobmotor und der Wohlstandssicherer Deutschlands sei. Und das ist sie so nicht mehr. Nicht irrelevant, aber ganz sicher nicht mehr so relevant wie eben dargestellt und einflussnehmend.
 
Sowas ist aber eben eine Steilvorlage für meinen "Kommentar".
Ich hoffe dass das eine Art Humor gewesen sein soll, den ich nicht verstehe.
Nein ist kein Humor sondern faktisch einfach die Wahrheit.
ie Idee, dass ein Monarch (Monarch) DWDS aufgrund seiner lebenslangen Amtszeit oder Thronfolge Wikipedia besonders langfristiges Denken und Planen in die Politik einbringen kann, ist ein bekanntes Argument in der Staatsphilosophie. Im Gegensatz zu Regierungen, die oft in kurzen Wahlzyklen denken, bietet ein Monarch über Generationen hinweg Kontinuität und Stabilität „Wir werden wieder mehr Monarchien sehen“.

Das heißt ja nun nicht, das die Monarchie eine gute Staatsform ist.

Klar will VW die teuren Jobs hier in Deutschland loswerden. Ich kann echt froh sein, das ich schon so alt bin, das ich diesen Mist später nicht mehr ausbaden muss.
 
Das heißt ja nun nicht, das die Monarchie eine gute Staatsform ist.
Definitiv.
Kann sich ja jeder sein parteipolitisches Schreckgespenst vorstellen. Und dass der dann König auf Lebenszeit wäre.

Und ihm folgt dann sein missratener Sohn. Glaub das reicht dann schon.

Man kann auch weiter denken: Was wenn der Sohn es nicht es nicht kann? Oder es keinen Sohn gibt? Machen wir wieder Nachfolgekriege?

Mit Atomwaffen? 🤔
 
Wenn's nach der SPD geht haben wir eh bald amerikanische Verhältnisse. Außer mit dem Gehalt natürlich.

Dank Paywall kann ich das jetzt nicht lesen (und nachdems DE ist, triffts mich nicht - AT ist da ja generell schon lockerer), aber ich frage mich: gibts dann auch amerikanische Gehälter für Spitzenverdiener?
 
Das wäre eigentich die logische Konsequenz. Wenn ich als Arbeitnehmer dann plötzlich das Risiko selbst trage, muss ich auch mehr verdienen. Bis jetzt sind das aber eh alles nur Gerüchte. Dachte eigentlich mit der SPD wäre sowas nicht machbar, aber dass die bei allem umfällt, solange es keine Rentner trifft, ist jetzt auch keine Überraschung.
 
Das heißt in dem Fall etwas mehr als 100k Brutto
Ja dann ist alles gut. Damit ist man quasi bereits Milliardär und braucht eh keinen Schutz mehr. Also man will den Kündigungsschutz genau in den Jobs lockern, in denen auch wirklich Steuern bezahlt werden.
 
Bei Beamten sollte man mehr Flexibilität schaffen.
 
Das gilt natürlich auch für Behörden.
Wo nimmst du dir als Behörde Personal sonst her was du ggf schnell wieder los werden willst?

Von den teuren Beratungsfirmen
 
Kurz und knapp: nein. Ist nicht super rosig aber weit weg von kritisch. Und Dienstleistung sind die ganze zeit nicht so betroffen gewesen wie Industrie. Und DE ist seit geraumer Zeit kein Industrieland mehr auch wenn die Wahrnehmung und die Berichterstattung was anderes vermuten lässt. Die harten Zahlen sagen aber was anderes.

Grösstes Hemmnis der Wirtschaft dürfte die aktuelle Regierung sein. Ganz vorne weg Frau Reiche.

Da ist so viel falsch dran, dass sich eigentlich gar keine Antwort lohnt. Dienstleistung in Deutschland ist in erster Linie Gesundheit und Pflege, mit gegen Null gehender Innovation, Forschung oder Wertschöpfung.
Das größte Hemmnis einer Wirtschaft, die seit 6 Jahren stagniert (Industrie seit 2018 ca. sinkend), ist die aktuelle Regierung?
 
Wenn's nach der SPD geht haben wir eh bald amerikanische Verhältnisse. Außer mit dem Gehalt natürlich.
Zum Glück ist meine Fau noch mit Abfindung gegangen. Da wird sich noch der ein oder andere umschauen in Zukunft, wenn die Kündigung reinflattert. o_O
 

So langsam versteh ich es einfach nicht mehr.

Laut Google hat man letztes Jahr statt 10 Milliarden Gewinn nur noch 5 Milliarden Gewinn gemacht.

Erstes Halbjahr 2026 lt Google 2,7 Milliarden.

Das ist doch mehr als genug für so einen Konzern.

Warum muss bzw kann man da jetzt schon wieder gegen die Mitarbeiter gehen.

Da müsste meiner Meinung nach ein Schutz her, dass das erst bei einem Gewinn von unter 1 Milliarde möglich ist.
 
Da ist so viel falsch dran, dass sich eigentlich gar keine Antwort lohnt.
Das ist so falsch, dass man ja wirklich in jedrr Quelle überprüfen kann, dass 70% des deutschen BIPs aus Dienstleistungen stammen. Ebenso, dass die Dienstleistungen NICHT hauptsächlich Pflege und Gesundheit sind. Und wie Dienstleistungen nicht wertschöpfend sein können, wenn sie 70% des deutschen BIPs beisteuern, diese Gehirnakrobatik ist atemberaubend.

Aber was ficht einen Dampfplauderer wie dich Fakten an richtig? Leider Gottes befindest du dich hier aber in bester Gesellschaft.
 
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Ich find die Betrachtung etwas zu einfach gehalten.

Klar macht der Dienstleistungssektor knapp 71% vom BIP aus und Industrie die verbleibenden 29%, allerdings ist die pro Kopf Wertschöpfung in der Industrie deutlich höher mit knapp 11 Mio beschäftigen verglichen zu knapp 35 Mio im Bereich Dienstleistungen.

Wenn man da dann noch die 5,5 Mio beschäftigen aus dem öD und die "Wertschöpfung" derer aus dem BIP abzieht, steht der private Sektor mit 30 Mio Beschäftigten nur noch mit knapp 50-55% Anteil da, was das Ergebnis nochmal runter setzt.

Das Verhältnis ist halt deutlich schlechter.
In dem Zusammenhang zu sagen die Industrie ist quasi irrelevant, find ich etwas realitätsfern.

Wollte jetzt die Diskussion aber auch nicht neu aufrollen sondern nur mal die Relationen klar stellen.

Man könnte sagen ohne die Industrie als pro Kopf Wertschöpfung wäre der "Wohlstand" deutlich geringer. Wenn Industrie also verschwinden sollte und die Beschäftigten in Dienstleistungen über schwappen, wird das wohl massiv Negative Auswirkungen haben dürfen.
Auszug aus KI:

Was genau zählt zum nicht-öffentlichen Dienstleistungssektor?

Diese Bereiche tragen durch private Unternehmen, Freiberufler oder Organisationen zur Wertschöpfung bei (Beispiele):
Handel, Verkehr, Gastgewerbe (G–I): Einzel- und Großhandel, Logistik/Transport, Hotels, Restaurants, Tourismus.

Information und Kommunikation (J): Telekommunikation, IT-Dienste, Medien, Softwareentwicklung.

Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (K): Banken, Versicherungen, Finanzvermittlung.

Grundstücks- und Wohnungswesen (L): Vermietung, Immobilienmakler, Wohnungsverwaltung (inkl. unterstellter Miete für Eigentümer).

Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (M): Beratung, Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur, Ingenieurbüros, Forschung.

Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (N): Unternehmensdienstleistungen wie Reinigung, Security, Personalvermittlung, Call-Center, Reisebüros.

Sonstige Dienstleistungen (teilweise R–S): Kunst, Unterhaltung, Erholung, Sport, private Bildung/Weiterbildung, private Gesundheits- und Sozialdienste (z. B. private Kliniken, Pflegedienste), Vereine (soweit marktlich).
 
Und der grösste Einzelposten sind Grundstück und Wohungswesen. Und ja, in einer überalternden Gesellschaft wie DE sind natürlich auch Gesundheit und Pflege relativ weit vorne. Das ist nicht wirklich ne Überraschung.

Man braucht dazu btw auch keine KI. Diese Infos gibts wunderbar aufbereitet und wahnsinnig detailliert im Netz auf Seiten des Bundes. Die Fakten sind vorhanden, dass ist nicht das Problem…
 
Hatte nur keine Lust einzeln Sachen rauszukopieren. Die Quelle ist die gleiche.

Wäre allerdings schön, wenn unter wertschöpfende Dienstleistungen der öD ausgeklammert wird. Dann sind wir noch bei 50-55% mit einer nicht sehr überzeugenden pro Kopf Wertschöpfung. Siehe mein Zitat am Ende.
 
@blueheaven aber die Manager zahlen sich Millionen an Boni aus. Dafür ist Geld da :d
 
@blueheaven
Du darfst als Unternehmen nicht mit Kosteneinsparungen warten, bis dein Gewinn weg ist, weil dann schaffst du es aus eigenen Kraft nicht mehr raus.
Du musst bereits in den guten oder noch-nicht-ganz-schlechten Jahren, wenn der Zeiger nach unten geht, handeln.
Arbeitnehmer sehen das aber meist anders, die wollen - vor allem bei den großen Selbstbedinungsläden - einfach jeden Cent gerne unters Volk geschüttet haben und wenns dann gegen die Wand läuft, wird aufs Management geschimpft. Dass am Aufprall aber auch Gehalts- und Bonusorgien sämtlicher Beteiligter einen Anteil haben, das will keiner hören.

VW ist ein gutes Beispiel. Unglaubliche Gehälter, Boni, Abfindungswesen usw., schlechte Modellpolitik, Unfähigkeit Software zu erzeugen, usw. - und all das hat so gut wie keine Konsequenzen. Und ganz viel davon auch noch an jeder Marktrealität vorbei durch Gewerkschaften und SPD Regierungen geschützt. Und das bei zusammembrechendem Markt.
In den letzten 2 Jahren hat hioer jemand in dem Thread geschriebnen, dass er denkt, dass VW in 10 Jahren nicht mehr eigenständig sein wird.
Gestern les ich in der Süddeutschen ein Interview mit einem Wirtschaftsforscher, der dasselbe sagt.
Wenn jetzt mit der Ankündigung der 100.000 Entlassungen SPD und Gewerkschaften sagen, das wäre mit ihnen nicht machbar - bei ner Firma, die ne Kapazität für 12 Mio Autos hat und sicher ein Virtel weniger produziert, dann muss ich sagen, mit dem prognostizierten Untergang rechne ich nun auch.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@blueheaven aber die Manager zahlen sich Millionen an Boni aus. Dafür ist Geld da :d
Und: ja, die höheren bekommen höhere Summen. Aber rechner mal all die kleineren Boni die normalen Arbeiter zusammen - das ist nicht so, dass das keine großen Summen wären.
 
Ich habe nie gesagt, dass man warten soll bis der Gewinn weg ist.

Boniorgien, ja genau der einfache Arbeitnehmer wird zu Kosteinsparung herangezogen aber das Management kassiert weiter seine Boni.
 
nicht sehr überzeugenden pro Kopf Wertschöpfung. Siehe mein Zitat am Ende.
Ist halt gebauso falsch:
KI:
Sektor

Bruttowertschöpfung pro Erwerbstätigem

Verarbeitendes Gewerbe (Industrie)

ca. 100.000–120.000 € pro Jahr

Dienstleistungen insgesamt

ca. 80.000–90.000 € pro Jahr

Information und Kommunikation

ca. 120.000–140.000 €

Finanzdienstleistungen

ca. 130.000–160.000 €

Gesundheits- und Sozialwesen

ca. 50.000–70.000 €

Die höchste Wertschöpfung pro Erwerbstätigem kommt aus dem Dienstleistungssektor.
 
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